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Cover  
Cavalera - Morbid Visions (CD)
Label: Nuclear Blast
VÖ: 14.07.2023
Art: Review
DarksceneTom
DarksceneTom
(3147 Reviews)
9.0
Es spricht Bände, wenn ein quasi-ReRelease meine aktuelle Sommer-Playlist anführt. Es spricht dafür, dass im Moment verdammt wenig spannende Veröffentlichungen passieren, aber eben auch dafür, wo das Herz des Schreiberlings denn wirklich noch immer schlägt. Nämlich in den 80er- und frühen 90er Jahren. In der Zeit, in der meine Teenie-Hormone im Synchronstil mit der spannendsten und besten Phase des Metal und Thrash Metal pulsieren durften, um sich regelmäßig mit Thrash-Riffs um die höchste Tagesschlagzahl zu duellierten. Sepultura waren einer meiner verlässlichsten Begleiter dieser Zeit. Die Könige des intelligenten Death-Thrash-Metals, die Titanen der Rhythmus- und Groovewechsel haben unsere Jugend mit Jahrhundertwerken wie "Beneath The Remains", "Arise" und auch "Chaos A.D." geprägt.
Aber auch das Debüt der Brasilianer war schon immer begehrenswert, der Sound allerdings war schäbig, banal und schlicht scheiße! Das ändern die Cavalera-Brüder nun endlich! Und sie tun es mit so viel Inbrunst, Klasse und Charme, dass es einfach nur höchst ehrenwert und essentiell ist.

Man muss sich die "neue" "Morbid Visions" ebenso verpflichtend zulegen, wie die Frischzellenbehandlung der grandiosen "Bestial Devastation" EP. Von den überragenden Adaptionen der beiden unumstritten legendären Artworks, bis hin zur absolut perfekten Darbietung von Max und Igor bis hin zum fetten Sound stimmt hier bei beiden Outputs absolut alles. Es ist ein Genuss, sich die frühen Sepultura-Geniestreiche, diese Manifeste des pechschwarzen Thrash Metal in ihrem neuen Kleide anzuhören!

Cavalera‘s "Morbid Visions" ist jetzt endgültig ein infernaler 80er Thrash-Höllenritt, der geradezu danach schreit, sich die Ärmel vom Shirt zu reißen und seinen Schädel gegen die Wand zu wuchten. Bestialisch, brutal, tiefschwarz und voll des ureigenen Charmes des Sepultura-Debüts und der 80er Jahre, wird hier mit höchster Brutalität um sich gewütet, ohne unsensibel zu sein und das Flair der Geburtsstunde durch übermoderne Nebengeräusche zu schmälern. Mit "Burn The Dead" gibt es obendrauf noch einen bis dato unveröffentlichten Nackenbrecher, der sich gnadenlos zwischen legendäre Referenzgaranten Marke "Cruzifixion" und dem allüberragenden "Troops Of Doom" einreiht.

Lebendiger, ehrwürdiger und besser kann man sich solchen Kultscheiben nicht nähern! Cavalera haben hier mit vollem Herzblut alles richtig und ihren alten Fans eine amtliche Freude gemacht! "Morbid Visions" ist eine knappe halbe Stunde purer Thrash Historie. Markant, charmant, ruppig und spätestens in dieser Form auch bedingungslos umwerfend! …und für das "neue", nicht minder mitreißende "Bestial Devastation" gilt natürlich genau das gleiche!

Trackliste
  1. Morbid Visions
  2. Mayhem
  3. Troops Of Doom
  4. War
  5. Crucifixion
  1. Show Me The Wrath
  2. Funeral Rites
  3. Empire Of The Damned
  4. Burn The Dead
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