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Cover  
Fates Warning - Long Day Good Night (CD)
Label: Metal Blade Records
VÖ: 06.11.2020
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Art: Review
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DarksceneTom
DarksceneTom
(2947 Reviews)
8.5
Sollte es jemals soweit sein, dass nach Dekaden die musikalische Übersättigung eintritt und man sich nur noch ganz wenige, auserwählte Werke anschafft, selbst dann werden Fates Warning noch bedingungslos mit jeder neuen Tat auf der Einkaufsliste stehen. Zu souverän, zu stilsicher, zu zeitlos und erhaben musizieren die Amis nun schon seit Jahren. Noch viel überlegener klingen sie, seit sie sich ihres nicht mehr relevanten und auch nicht mehr zeitgemäßen "Prog"-Korsetts entledigt haben. Das Prog Metal-Attribut wird dem, was Fates Warning seit "Parallels", spätestens aber seit "FWX" machen einfach nicht mehr gerecht. Zu erwachsen, zu weltoffen, zu überlegen komponieren Jim Matheos und seine Mannen seit beinahe drei Dekaden. Ihres jugendlichen Charmes längst entledigt, wollen und haben Fates Warning längst nichts mehr mit Zauberern, Elfen und Fantasy Welten am Hut. Epic-Metal und kopflastige Prog-Eskapaden waren gestern.

Perfekt produzierte und auf den Punkt schlüssig, eingängig und harmonisch komponierter Rock und Metal sind heute. Wie man es letztlich nennt ist einerlei. "Long Day Good Night" fährt im Wesentlichen fort, wo "Darkness in a Different Light" und "Theories of Flight" aufgehört haben und präsentiert einmal mehr makellose Musik für die Ewigkeit. Zeitlos verpackt, zeitlos geschrieben und zeitlos perfekt aufgenommen. Angefangen vom griffigen Opener "The Destination Onward", über den heavy tönenden Earcatcher "Shuttered World" (mit dezentem "Awake"-Riff) bis zu dezent elektronischen "Alone I Walk", das von Beginn an an Ray Alder‘s Solo-Meisterwerk "What The Water Wants" (zum Review) erinnert, bevor zu einem düsteren FW-Klangkoloss wird, wissen die Amis von Beginn an zu überzeugen und fesseln. Bei der herrlichen Halb-Ballade "Now Comes The Rain" kann Ray einmal mehr nachdrücklich untermauern, was für mich seit Jahrzehnten fest steht: er ist einer der charismatischsten und besten Sänger und spätestens, wenn er den akustischen Part von "The Way Home" von sich gibt, steigt einem die Gänsehaut bis in die Haarspitzen, während sich der Rest des Songs als musikalische Achterbahnfahrt offenbart, in der Fates Warning ihre Zunft ehren dürfen, bevor das wundervolle "Under The Sun" die nächste, traumhafte Ballade offenbart.



Mit "Scars" folgt ein Weltklasse-FW-Groover mit proggigen Strukturen, aber schlüssiger Note und tollen Vocals, die auch aus einem schwierig gespielten Track einen absoluten Ohrenschmeichler machen, bevor "Begin Again" das dunkelste und sperrigste Biest der Scheibe präsentiert. Selbst bei so einem Song überwiegt bei Fates Warning aber mittlerweile die Erhabenheit, die erwachsene Überlegenheit, niemanden mit wirren Prog-Schlachten beeindrucken zu wollen, sondern einfach nur zeitgemäß großartig zu musizieren. Anders wäre ein grandioser Song wie das melancholisch entspannte "When Snow Falls" nicht möglich. Ganz groß!

"Liar" darf dann Zähne zeigen, kommt letztendlich aber trotz guter Melodie als einer der unspektakulärsten Songs des Albums um die Ecke. "Glass House" schlägt in dieselbe Kerbe, weiß aber ob seiner Kürze und Würze mehr zu begeistern, bevor sich Fates Warning am überlangen "The Longest Shadow Of The Day" in offensichtliche Pink Floyd-Klanglandschaften begeben, bevor sie die erste und zugleich auch letzte Psychedelic-Prog-Schlacht eines Albums schlagen, das wohl auch ohne diese wundervoll ausgekommen wäre. Ich sehe es als Technik-Futter für die Musikerfraktion und verzeihe, vor Allem deshalb, weil das finale "The Last Song" danach einfach nur zerbrechlich, fragil und wunderschön ist. Allein die hauchzarte Gitarrenmelodie ist zum Niederknien, die Stimme von Ray Alder ein Traum, wie das Finale selbst.

Letztendlich hat sich "Long Day Good Night" nach beinahe 80 Minuten als sehr langes Fates Warning-Album mit 13 abwechslungsreichen Songs und verschiedenen Spannungs- und Stimmungsbögen vorgestellt, das ob seiner Vielschichtigkeit und Länge vielleicht eine Spur schwieriger zu entdecken ist als seine beiden, nahezu makellosen Vorgänger, denen es auch nicht ganz das Wasser reichen kann. Vielleicht ist es gar um den ein oder anderen Song zu langatmig geworden. Letztendlich ist es aber einmal mehr ein purer Genuss und in jedem Fall genauso unabnützbar und nachhaltig wie seine älteren Geschwister.
Mehr muss ich nicht sagen und mehr muss ein Fates Warning Kenner und Liebhaber letztlich auch nicht wissen!

Trackliste
  1. The Destination Onward
  2. Shuttered World
  3. Alone We Walk
  4. Now Comes The Rain
  5. The Way Home
  6. Under The Sun
  7. Scars
  1. Begin Again
  2. When Snow Falls
  3. Liar
  4. Glass Houses
  5. The Longest Shadow Of The Day
  6. The Last Song
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