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Cover  
Lerget - ...und scho poll isch Wintor... (CD)
VÖ: 22.12.2008
Homepage
Art: Unsigned
DarksceneTom
DarksceneTom
(3035 Reviews)
Man erlebt Sachen, die sollt man eigentlich nicht erleben und tät man sie nicht selber erleben, würde man es auch niemandem glauben, der vorgibt sie erlebt zu haben! (…kapiert?).

So geschehen bei Lerget, dem 1-Mann Projekt von Lukas Flarer aus dem schönen Südtirol, wo’s guten Wein, geile Pizza’s und auch den ein oder anderen leckeren Hausmannsknödel gibt. Auch ist der südliche Ableger des heiligen Landes in dem wir Nordtiroler leben bekannt für seine wunderschönen Berge, feines Klima und … klar, die Durchzugsstrasse nach Italien, wo’s dann so wirklich schön wird, nicht mehr eng ist und auch jene Menschen leben, die man sich als echte Italiener so vorstellt.


Soweit so gut, reden wir über "…und schon poll isch Winter" und die, zugegeben ebenso suspekt, wie auch mutige Idee, die dahinter steckt: Kollege Flarer plant Fieses! Am Cover platziert er die Kirche am Berg (vermutlich eine Südtiroler Kirche am Südtiroler Berg), als musikalisches Gerüst spendiert er uns durchschnittlich produzierten, düsteren Metal mit viel blackiger Attitüde und sehr diabolischen Vocals. Soundmäßig kann man weder von großen Taten, noch großen Verfehlungen sprechen. Mit singenden Gitarren versehenes Geknüppel, mal atmosphärischer wie bei "In Dor Fintschtor" oder "Die Eltigschtn unter inz", mal weniger melodisch und herber ("Dor kolte Wind"), nie aber wirklich herausragend oder so ganz ganz schlecht. Pures Mittelmass eben und eigentlich nicht der Rede wert, wäre da nicht der große Clou. Die ganz fiese Masche des Lukas F.!
Südtiroler Dialekt ist ja schon von Haus aus sehr gebrechlich und für den gemeinen Nordtiroler nicht selten Skepsis fördernd. Wenn einem dann aber ein, rein in diesem Slang inszeniertes, Black Metal Album mit sagenumwobenen Textzeilen der Marke…

„Es wert schun kolt
Dor Wintor kimmp schun pold
Der Himmel tuat sich zua
Schnea jo sell kimmp gwieß genua“


…oder grandiose Denkanstöße der Lyrikgüte…

„Waldbewohner brauchen inz um zu leben
Nor wern sie inz forgebm“


…um die Lauscher flattert, dann kann einem schon bange werden, kann man sich der Verwunderung wohl kaum entziehen. Das beste an der teils doch sehr befremdenden „Mundartblackmetal“- Geschichte, eigentlich das beruhigende an dem Ganzen, ist sicher die Tatsache, dass man die Texte nicht wirklich versteht, da der Sound schon recht deftig ballert. Die Ideologie an sich jedoch, die hat’s wirklich in sich. Irgendwie ist die Idee nämlich so schlecht, dass sie schon wieder was Kultiges hat und eigentlich zieh ich den Hut vor Herrn Lukas Flarer, einem innovativen, jedoch sicher am Pfad der Erfolglosigkeit wandelnden Musiker aus Südtirol, der seine Ideale durchzusetzen versucht!

So viel Mut gehört eigentlich belohnt und so glaube ich, dass Lerget - so eigenartig es auch sein mag - vor allem in Norden und Süden Tirols seine Freunde unter den im Geist, teils leider ganz garstig umnachteten (Black) Metal Fans finden wird.

Ich bin allerdings nicht darunter, hoffe allerdings, dass alle Leser die Ironie dieses Reviews verstehen und mir verzeihen, dass ich meine Freizeit weiterhin liebend gern im schönen Südtirol und bei den südtiroler Landsleuten verbringe...
Trackliste
  1. A getune Orbet
  2. Herbischt
  3. In dor Fintschtor
  4. Die Eltigschtn untor inz
  5. Dor kolte Wind
  1. Mein Wold
  2. Schneaschturm
  3. Majeschtetische Berg
  4. Wenn de Zwoa mol nimmor sein
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