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Cover  
Presto Ballet - Peace Among The Ruins (CD)
Label: SPV
VÖ: 06.06.2005
Homepage | MySpace
Art: Review
DarksceneTom
DarksceneTom
(3000 Reviews)
8.5
Hollalla, was da so unscheinbar aussieht und eine mehr oder weniger notwendige Power/Prog Newcomertruppe vermuten oder gar befürchten lässt, entpuppt sich in den folgenden knapp 50 Minuten als kleines musikalisches Juwel und zuständig dafür zeichnet sich niemand geringerer als Kurt Vanderhoof himself!

Presto Ballet klingt genau so wie kein Vanderhoof’scher Release seit gut zehn Jahren: Frisch, unverbraucht und einfach ungezwungen. Prog Rock mit massiv cooler 70er Schlagseite, nicht mehr und nicht weniger wird hier geboten. Eine satte Packung cool rockender Musik, mit tollen Songs, fulminanten mehrstimmigen Refrains und trotz allen Anspruchs einer großen Menge Hitpotential. Am Mikro gibt’s ein Wiederhören mit Superröhre Scott Albright (seines Zeichens auch beim Solodebüt des Riffkanoniers am Start), die (in diesem Fall) angenehm dominanten Keyboards bedient ein gewisser Herr Brian Corkeley, der mit seinem geilen Spiel eine perfekte Ergänzung zur tollen Rhythmusfraktion und all den stromenden und akustischen Einlagen von Master Kurt bildet und dieses Album im positivsten Sinne mitprägt. Verdammt jeder Song dieser mehr als nur überraschenden Scheibe ist absolut obergeil! Egal ob sperrige Rocker wie der Titeltrack, herrlich relaxte Dauerbrenner wie „Seasons“ und „Find The Time“ oder fast Lennon’sche Kompositionen wie „Sunshine“, jeder Song hat Identität und seine maximale Berechtigung, jeder Ton geht schnell ins Ohr ohne sich abzunützen und jeder Moment, funktioniert trotz aller spielerischen Raffinessen. Grosse Kunst tät ich mal sagen.

Presto Ballet sind eine eingängig wie musikalisch anspruchs- und reizvolle Mischung aus dem Vanderhoof Debüt, frühen Deep Purple, den Beatles und Prog Rock Kombos wie Saga oder YES und "Peace Among The Ruins" ist nichts anderes als ein wunderschön zeitloses und verdammt relaxtes Rock Album, das trotz massiver Seventies Schlagseite zu keiner Sekunde altbacken klingt und bei genauerem Hinsehen gleich mehrere Hits offenbart.
Wer die erste Vanderhoof mochte, der wird mit dieser, etwas seichter aber in Summe gar besseren Scheibe bestens bedient und der liebe Kurt sollte sich in Anbetracht solch genialer Momente langsam damit abfinden, dass er heutzutage alles andere besser kann, als den Geist der heiligen Metal Church wiedereinzufangen!
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