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Mission In Black - Steffi - Meine Band ist für mich wie Familie.
Mission In Black - Steffi - Meine Band ist für mich wie Familie.  
Kurz vor Release ihres neuen Albums "Divinity of Lies" steht für Steffi Stuber und ihre Band Mission in Black eine besonders spannende Phase an. Nach intensiven Monaten zwischen Songwriting, Studioarbeit und zahlreichen Live-Auftritten präsentiert sich die Band gefestigter denn je – sowohl musikalisch als auch menschlich.
TobSta
TobSta
(18 Interviews)
Im Gespräch gibt Steffi Einblicke in den Entstehungsprozess des Albums, spricht über die inhaltliche Auseinandersetzung mit Themen wie Wahrheit, Manipulation und künstlicher Intelligenz und erklärt, warum "Divinity of Lies" bewusst mehr Interpretationsspielraum lässt als frühere Werke. Außerdem geht es um die Dynamik innerhalb der Band, unterschiedliche Herangehensweisen im Songwriting sowie die Bedeutung von Vielfalt im Sound. Darüber hinaus erzählt sie von ihrem Weg zu Mission in Black, ihrer Entwicklung als Sängerin – von autodidaktischem Lernen bis hin zu verschiedenen Gesangstechniken – und warum für sie neben der Musik vor allem das Zwischenmenschliche innerhalb der Band eine zentrale Rolle spielt.

Ein kurzweiliges Gespräch mit Steffi Stuber über kreative Prozesse, persönliche Entwicklung und die Frage, was Musik heute leisten kann. Viel Spaß beim Lesen des Interviews

DarkScene: Hallo und guten Abend Steffi. Wie geht es dir denn aktuell, so eine Woche vor dem Release vom neuen Album "Divinity of Lies"?

Steffi Stuber: Hallo Tobias und auch dir einen guten Abend. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt. Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Show. Wir haben die Tage noch eine Probe, weil wir einen dritten Song vorbereiten wollen. Dementsprechend sind wir schon ein bisschen nervös, glaube ich, vor der nächsten Show, weil das dann alles so richtig offiziell wird. Aber ich freue mich riesig. Ich hab das Album ja inzwischen schon hier stehen und es ist immer ein krasses Gefühl zu wissen, dass da der eigene Schweiß und das eigene Blut drin steckt und jetzt geht das raus in die Welt.

Beim letzten Album war das schon so, aber jetzt bin ich noch gespannter, weil wir uns als Band mehr zusammengefunden haben. Das Songwriting lief gefestigter ab und die Songs sind insgesamt ausgefeilter – also von der Bandbreite und vom Stil her. Deswegen bin ich echt gespannt auf das Feedback von den Menschen da draußen.


Steffi

DarkScene: Wie ist denn gerade so die Stimmung bei euch in der Band? Überwiegt die Vorfreude oder merkt man doch noch ein bisschen Nervosität?

Steffi Stuber: Nee, ich glaub, wir sind da alle ziemlich gleich. Wir freuen uns einfach drauf. Angespannt sind wir eigentlich nicht mehr, weil – ich sag mal – es ist ja eh schon rum und das Album fertig. Der Songwriting-Prozess war zum Ende hin schon etwas knapp, weil ein paar Dinge dazwischen kamen. Zum Beispiel mussten wir Vocal-Aufnahmen verschieben wegen Corona im Umfeld, dadurch hat uns am Schluss Zeit gefehlt.

Wir haben auch viele Shows gespielt und jeder hat ja noch sein normales Leben nebenher. Das alles unter einen Hut zu bekommen, ist nicht immer einfach. Aber wir sind alle super happy mit dem Album. Klar, besser geht immer, aber jeder steht dahinter. Und wir freuen uns einfach mega auf die Release-Show und darauf, die neuen Songs live zu spielen und zu sehen, wie sie ankommen.

DarkScene: Was erwartet die Leute denn auf dem Album – sowohl musikalisch als auch textlich? Gerade "Divinity of Lies" klingt ja schon ziemlich bedeutungsschwer.

Steffi Stuber: Textlich ist es diesmal ein bisschen offener als beim letzten Album. Da waren die Themen sehr klar und direkt. Jetzt haben wir die Leine ein bisschen lockerer gelassen, damit die Leute mehr in die Songs interpretieren können.

Es geht viel um Dinge, die man auf die heutige Zeit beziehen kann – zum Beispiel KI, politische Themen oder auch Umwelt und Tierschutz. Im Endeffekt kann man viele Songs auf verschiedene Bereiche übertragen. Es gibt auch persönlichere Songs, wo ich eigene Geschichten verarbeitet habe. Der Gedanke hinter dem Album ist: Wie mächtig sind eigentlich Lügen im Alltag? Also Dinge, die man ständig mitbekommt – beim Einkaufen, in den Medien, überall.

Man weiß oft gar nicht mehr, was ist wahr und was nicht. Und genau dieses Gefühl wollten wir einfangen.

DarkScene: Du hast ja gerade schon die Künstliche Intelligenz angesprochen – wie stehst du persönlich zu dem Thema?

Steffi Stuber: Ich finde, das hat zwei Seiten. Klar, man kann damit Dinge komplett faken, das ist die negative Seite. Aber man kann es auch positiv nutzen. Ich nutze KI zum Beispiel selbst, gerade in der Arbeit, um Dinge zu optimieren – nicht um sie zu verfälschen, sondern einfach besser zu machen. Es kommt halt immer darauf an, wie man es verwendet. Die Frage ist eher: Wo zieht man die Grenze?

DarkScene: Viele kennen dich ja durch The Voice. Was viele aber wahrscheinlich gar nicht wissen: Wie bist du ursprünglich zum Metal gekommen – und wenn du magst, erzähl uns wie das Ganze bei The Voice ablief, denn hinter die Kulissen kann nur jemand schauen, der dabei gewesen ist.

Steffi Stuber: Ich hab schon immer gesungen, von klein auf, aber eher R&B und Soul, weil das meine Mutter gehört hat. Zum Metal bin ich dann so mit 13 oder 14 gekommen, auch durch private und familiäre Umstände. Mir hat die „freundliche“ Musik einfach nicht mehr das gegeben, was ich gebraucht habe. Dann bin ich über ein Bandprojekt in der Musikschule mehr in das Thema Metal reingerutscht und habe angefangen, mich damit zu beschäftigen. Slipknot und Evanescence waren so die ersten Bands, die mich richtig geprägt haben.

Am Anfang war das viel einfach nur Schreien, um Emotionen rauszulassen, das hat mir total geholfen. Später habe ich dann angefangen, das gezielter zu machen und meinen eigenen Sound zu entwickeln. Bei The Voice war das Ganze dann tatsächlich ganz anders, als viele denken. Ich bin bewusst nicht mit Metal zum Casting gegangen, sondern mit R&B und Pop, weil mir klar war, dass das ein Mainstream-Format ist. Ich bin auch unangemeldet zum Scouting gegangen und hab Songs von Adele, Rihanna und Lady Gaga gesungen. Erst später kam das Thema Metal ins Spiel, als sie gesehen und sich dafür interessiert haben, was ich eigentlich mache. Der Ablauf ist ein langer Prozess über den ganzen Tag mit mehreren Runden. Man kommt also nicht an und geht in die Blinds, man qualifiziert sich Runde für Runde bevor es überhaupt ins Fernsehen geht. Mich hat damals überrascht, dass ich "Ghost Walking" von Lamb of God singen durfte, das schlug man mir aus einer 20 Lieder umfassenden Songauswahl vor, die ich zuvor abgeben habe - alles Metal und auf Wunsch der Produktion.

Das Schönste, was ich insgesamt daraus mitgenommen habe, ist tatsächlich das Feedback danach. Viele Leute sagen mir, dass sie vorher nichts mit Metal anfangen konnten und durch meinen Auftritt gemerkt haben, dass ihnen das gefällt. Das freut mich eigentlich am meisten, weil man so ein bisschen die Vorurteile aufbrechen kann.


Eddie

DarkScene: Deren Gesicht hätte ich gerne gesehen, wenn du "Hammer Smashed Face" performed hättest. - lacht

Steffi Stuber: Cannibal Corpse hatte ich, genau mit diesem Song, auch auf der Liste. - lacht

DarkScene: Gab es für dich eigentlich auch weibliche Vorbilder – als Sängerin? Also jemanden, wo du gesagt hast, an dem orientiere ich mich vielleicht so ein bisschen?

Steffi Stuber: Im Clean-Gesang auf jeden Fall Amy Lee von Evanescence. Aber insgesamt bin ich eher von männlichen Sängern geprägt, vor allem Corey Taylor von Slipknot. Female-Fronted-Bands hab ich tatsächlich gar nicht so viel gehört. Ich höre generell sehr gemischt – von Modern Metal über Black Metal bis Old School Death – einfach alles, worauf ich gerade Lust habe.

DarkScene: Es wurde ja auch viel spekuliert – gerade online – ob du vielleicht bei größeren Bands einsteigen könntest, zum Beispiel Arch Enemy. Wäre das für dich überhaupt ein Thema gewesen?

Steffi Stuber: Tatsächlich nicht. Ich würde mich natürlich geehrt fühlen, aber ich möchte mein eigenes Ding machen. Meine Band ist für mich wie Familie. Es geht nicht nur um Musik, sondern auch um das Zwischenmenschliche. Diese Zeit zusammen, auch im Sprinter oder unterwegs – das ist für mich unbezahlbar. Da brauche ich nicht unbedingt riesige Touren oder Headliner-Slots. Mir ist das Gesamtpaket wichtiger.

DarkScene: Wie ist das denn bei euch in der Band aufgeteilt – gerade beim Songwriting? Wer bringt was ein und wie entsteht am Ende so ein Song?

Steffi Stuber: Das ist bei uns relativ klar aufgeteilt. Generell hat jeder in der Band so seine Aufgaben. Das Instrumentale und Musikalische mache ich zusammen mit meinen zwei Gitarristen, dem Eddie und dem Dani.

Mit beiden gibt es aber unterschiedliche Herangehensweisen. Eddie ist so jemand, der teilweise Ordner voll mit Ideen hat, aber die nicht unbedingt
1:1 wiederverwenden will. Er schreibt Songs oft komplett am Stück und schickt mir die dann, wenn sie mehr oder weniger fertig sind. Ich mache dann meine Takes drauf, probiere Sachen aus und bringe meine Ideen ein. Wenn wir merken, das geht in die gleiche Richtung, setzen wir uns zusammen und feilen daran – manchmal ein paar Stunden, manchmal mehrere Tage. Es gibt Songs, die an einem Tag fertig waren, wo wir wussten: passt genau so. Und andere, da sitzt du ewig dran, verwirfst wieder alles und denkst dir am nächsten Tag: das geht gar nicht.

Beim Dani ist das anders. Er arbeitet eher mit einzelnen Parts, baut das Stück für Stück zusammen und schickt mir dann Referenzen. Dann sag ich, was ich mir vorstellen kann, und wir entwickeln das gemeinsam weiter. Also wir drei machen das hauptsächlich zusammen. Ich bringe auch Sachen ein – zum Beispiel Klaviermelodien oder Textideen – und daraus entstehen dann wieder neue Riffs.

Aber dafür haben die anderen bei uns genauso wichtige Aufgaben.

DarkScene: Wer kümmert sich denn um die wichtigen Sachen abseits von der Musik?

Steffi Stuber: Der Andi kümmert sich viel um Booking, Finanzen und Organisation. Also alles, worauf keiner so richtig Lust hat – Buchhaltung, Merch-Abrechnung, Bandkonto und solche Sachen. Ich sag immer: Ich bin das Gesicht der Band und Andi ist das Herz. Ohne ihn würde das Ganze so nicht funktionieren.

Simon ist mittlerweile für Social Media zuständig und war auch stark beim Artwork involviert. Das Cover ist eigentlich relativ spät entstanden, als wir alle Songtitel hatten. Dann kam die Idee mit "Divinity of Lies" als Gesamtbild und daraus haben sich auch die visuellen Ideen entwickelt – mit Masken, zwei Gesichtern und so weiter.

Am Ende hatten wir zwei finale Varianten und haben dann gemeinsam entschieden. Ich finde das extrem wichtig, dass man da auf einer Wellenlänge ist – musikalisch wie optisch.


Andy

DarkScene: Wie ist das generell mit dem kreativen Prozess – kannst du das irgendwie planen oder passiert das eher einfach?

Steffi Stuber: Gar nicht. Das ist eigentlich das größte Problem. Du kannst dir Zeit nehmen, aber das heißt nicht, dass du genau dann auch kreativ bist. Manchmal läuft ein Song an einem Tag komplett durch und du denkst dir: perfekt. Und manchmal sitzt du Tage dran und es funktioniert einfach nicht. Das kannst du überhaupt nicht planen.

Und am Ende war es diesmal tatsächlich so, dass alle Songs, die wir geschrieben haben, aufs Album gekommen sind. Wir hatten gar nicht die riesige Auswahl, sondern genau so viele Songs, wie wir gebraucht haben.
Ich finde aber auch, dass es wichtig ist, dass nicht jeder Song gleich klingt. Ich mag das, wenn mal ein Song ein bisschen rausbricht. Das macht ein Album für mich spannender.

DarkScene: Ich hab mir ein paar Songs rausgepickt. Fangen wir mal mit "Rise" an – für mich hat der so eine Aufbruchsstimmung, fast schon wie ein Statement. Liege ich da richtig?

Steffi Stuber: Ja, das trifft es eigentlich ziemlich gut. Für uns ist das so ein Aufbruch aus dem Dunklen raus – aus dem, was einen runterzieht. Einfach aufstehen, den Blick heben und schauen, was wirklich um einen herum passiert. Das kann man auf ganz viele Dinge beziehen – persönliche Situationen, Gesundheit, politische Themen, völlig egal. Das ist so ein bisschen das Grundthema vom Album: nicht im Negativen hängen bleiben, sondern aktiv werden.

MISSION IN BLACK - "Rise" (2026) // official Clip // El-Puerto-Records



DarkScene: Beim Titeltrack "Divinity of Lies" hatte ich so eine eher düstere Grundstimmung im Gefühl. War das für euch von Anfang an so gedacht?

Steffi Stuber: Geplant war das nicht direkt. Der Song ist relativ früh entstanden und hatte für mich einfach dieses gewisse Etwas – so eine gewisse Boshaftigkeit, sag ich mal. - lacht

Der hat auch so einen leichten Black-Metal-Touch, finde ich. Und wir wollten auch zeigen, dass wir nicht unbedingt „netter“ werden, sondern auch neue Elemente reinbringen. Deswegen passt der Song als Titeltrack einfach gut, weil er auch so ein bisschen die Vielfalt zeigt.

DarkScene: "Something to Die For" – da finde ich die Mischung aus Growls und Clean richtig stark. Was steckt da für dich dahinter?

Steffi Stuber: Im Prinzip geht es darum, dass es immer etwas geben sollte, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Gerade wenn man vielleicht an einem Punkt ist, wo man nicht mehr weiß, wie es weitergehen soll. Der Song soll so ein bisschen Mut machen und zeigen, dass es immer einen Grund gibt, weiterzumachen. Man kann da auch wieder viel reininterpretieren, je nachdem, wo man selbst gerade steht.


Simon

DarkScene: "As Mountains High and Oceans Deep" – das ist für mich so ein Song, der sich erst nach und nach entfaltet, ein “heimlicher Hit”, wie ich im Review schreibe. Wie war das bei euch damit, welches Gefühl hattet ihr bei dem Lied?

Steffi Stuber: Den Song hätte ich tatsächlich auch gern als Single gehabt. Der ist größtenteils von Eddie entstanden, der schon eine ziemlich fertige Vision im Kopf hatte. Wir haben dann eigentlich nur noch Feinheiten angepasst. Für mich ist das auch einer meiner Lieblingssongs auf dem Album. Ich finde den Titel total schön und auch vom Gefühl her ist der einfach besonders.

DarkScene: Und "World of Demise" – da hab ich so ein bisschen eure alten Thrash-Wurzeln rausgehört. Täuscht das?

Steffi Stuber: Nee, das stimmt schon. Der ist komplett von Dani und der bringt einfach noch mehr diesen Thrash-Einfluss mit rein. Ich finde das aber auch gut. Wir haben jetzt eher diesen Melodic-Death-Stempel, was gut so ist, aber ich mag das, wenn solche Elemente trotzdem noch drin sind.

DarkScene: Wie viel Arbeit steckt eigentlich in deiner Stimme – gerade wenn man die Entwicklung von früher bis heute betrachtet?

Steffi Stuber: Sehr viel – und ich glaube, das unterschätzen viele. Ich hatte am Anfang nur ganz kurz Gesangsunterricht, alles andere habe ich mir selbst beigebracht. Ich bin auch mein größter Kritiker. Wenn ich von der Bühne gehe und für mich etwas nicht gepasst hat, dann beschäftigt mich das schon. Ich arbeite auch ständig an neuen Techniken, zum Beispiel Fry Screaming. Fertig ist man da eigentlich nie, weil es so viele Möglichkeiten gibt.

DarkScene: Habt ihr bei der Produktion im Vergleich zum letzten Album etwas anders gemacht oder dazugelernt? Ihr habt ja diesmal auch wieder mit Seeb Levermann gearbeitet.

Steffi Stuber: Ja, wir haben einiges anders gemacht. Wir waren diesmal flexibler, haben manche Sachen selbst gemacht und andere wieder extern. Die Vocals habe ich zum Beispiel mit Tobi Derer aufgenommen, weil das einfach näher war und wir da flexibler arbeiten konnten. Das Mixing und Mastering hat dann wieder Seeb Levermann (Orden Ogan) gemacht, weil wir mit dem Sound vom letzten Album super zufrieden waren und genau wussten, was wir bekommen. Für die Zukunft überlegen wir aber auch, noch mehr selbst zu machen – einfach um flexibler zu sein und Kosten zu sparen.

DarkScene: Wie bist du eigentlich damals zu Mission in Black gekommen?

Steffi Stuber: Also im Endeffekt war das so: Ich hatte damals mehrere Bands gleichzeitig und in keiner lief es so richtig, wie ich mir das vorgestellt hatte. Dadurch hatte ich aber viele Kontakte in der Szene. Ein Label-Chef von El Puerto Records, der Thorsten (“Todde” Ihlenfeld, Anm. d. Autors) – der spielt ja auch bei Brainstorm Gitarre – kannte mich schon von früher. Und als Mission in Black eine Sängerin gesucht hat, hat er wohl gesagt: „Fragt doch mal die Steffi.“ Die Band hatte mich gar nicht wirklich auf dem Schirm, aber er hat den Kontakt hergestellt und mich angeschrieben.


Dany

DarkScene: Coole Sache, wie sich die Dinge fügen - wie ging es dann weiter?

Steffi Stuber: Ich bin da immer so und denke mir: Die sollen sehen, was sie bekommen – am besten roh. Ich hatte kurz danach ein Konzert und hab gesagt: „Kommt vorbei, dann seht ihr mich live.“ Und tatsächlich standen dann Andi und Dani nach dem Gig vor mir. Wir haben ein bisschen gequatscht und das hat direkt gevibed. Dann haben sie mir Songs geschickt und wir haben eine Probe gemacht. Die waren wohl ziemlich überrascht, dass ich die Songs direkt komplett konnte. Und dann ging das alles ziemlich schnell.

DarkScene: War das direkt klar, dass du fest einsteigst?

Steffi Stuber: Nee, am Anfang war ich eigentlich nur als Aushilfe gedacht. Ich wurde auch für die ersten Shows bezahlt, das war erstmal eher wie ein Job. Aber nach den Konzerten hab ich gemerkt: Da hab ich richtig Bock drauf. Und dann haben sie mich nach der zweiten Show gefragt: „Willst du unsere Sängerin werden?“ – das war schon irgendwie süß. Und ich hab gesagt: Ja, möchte ich.

DarkScene: Und wie haben sich Mission in Black von damals bis heute entwickelt?

Steffi Stuber: Es gab ja noch ein paar Wechsel in der Band, aber jetzt ist es so eine Konstellation, wo ich sage: Das ist wie eine Familie. Jeder weiß, wie der andere tickt, man redet ehrlich miteinander und spricht Dinge direkt an. Klar gibt es auch mal emotionale Momente, aber genau das macht es auch aus.

DarkScene: Wenn du jetzt nach vorne blickst: Wo soll die Reise für euch hingehen?

Steffi Stuber: Also, Ziele gibt’s natürlich viele. Zum Beispiel wieder auf dem Summer Breeze spielen oder irgendwann mit der Band auf Wacken stehen. Dieses Jahr liegt der Fokus eher auf Festivals. Und vielleicht ergibt sich nächstes Jahr eine Tour. Wir versuchen einfach, möglichst viele Orte mitzunehmen, auch im Ausland.

DarkScene: Dann würde ich zum Ende unseres schönen Interviews dir das letzte Wort überlassen – vielleicht noch ein paar Worte an die Fans.

Steffi Stuber: Erstmal danke an dich für das Interview und dein Interesse, deine Zeit, denn das ist nicht selbstverständlich. Und an unsere Fans: Danke für den ganzen Support. Egal ob online oder auf Konzerten – wir sind immer wieder überrascht, wie herzlich die Menschen reagieren. Das berührt mich total, wenn Leute unsere Songs mitsingen. Und ich freu mich einfach riesig auf die kommende Zeit – vor allem auf die Festivals, weil das genau das ist, worum es geht: gemeinsam diese Momente zu erleben.

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Danke Steffi für dieses schöne, witzige und sehr informative Gespräch an einem Abend kurz vor dem Release von "Divinity of Lies". Dafür wünschen wir dir und der Band ganz viel Erfolg – auf bald vor den Bühnen dieser Welt!

Und an unsere Leser: Geht raus und supportet Mission in Black!



MISSION IN BLACK - "Divinity Of Lies" (2026) // official Clip // El-Puerto-Records



Photocredit: Andi Dalferth
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