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Cover  
Balance Of Power - Fresh From The Abyss (CD)
Label: Massacre Records
VÖ: 19.04.2024
Homepage | MySpace
Art: Review
Werner
Werner
(1333 Reviews)
5.0
Ach du grüne Neune. Ob sich Drummer/Bandboss Lionel Hicks ein Gefallen tat, in dieser Neuausrichtung Balance Of Power zu reaktivieren? Tja, vor Monaten kam durchwegs Freude auf, als man davon las, dass die Briten nach zwei vollen Dekaden Tauchgang wieder an die Peripherie zurückfinden. Warum wohl liegt auf der Hand: das vorerst letzte Opus namens "Heathen Machine" blieb in sehr guter Erinnerung, obschon ich diesen Dreher schon seit Ewigkeiten nicht mehr zu hören bekam. Im Herbst 2003 auf darkscene.at offiziell abgefeiert, waren es in erster Linie die omnipräsenten Queensryche-Affinitäten, welche zwar nie das Level des Originals erreichen, aber in den "Strudeljahren" der Seattle-Truppe sich schnell als alternatives Trostpflaster offenbarten. Zudem hatte man die stete Wandlung von AOR zu Prog Power Metal durchaus begrüßt.

Was gibt es 2024 also zu berichten? Anstatt John K. darf nun eine Dame namens Hazel Jade Rogers das Mikrophon schwingen. Adam Wardle und Chris Young bilden im Weiteren das neue Gitarren-Tandem (erst seit 2023). Doch wie die Einleitung schon andeutet, ist "Fresh From The Abyss" nicht das Gelbe vom Ei geworden. Ich behaupte jetzt mal ganz frech und frisch vom Abgrund: hier wurde zu offensichtlich und billig in der Pomp/Kitsch/Drama Kiste gewühlt, um dem Namen und den Qualitätsmaßstäben der Balance Of Power irgendwie gerecht zu werden. Da mag die Performance genannter Lady, welche daneben auch die Keyboards befummelt, für sich genommen in Ordnung sein, ein gewisses Fremdkörper-Dasein kann und werde ich hier mitnichten unter den Tisch fallen lassen, was per Videostudium nicht wirklich besser wird. Leider können auch in kompositorischer Hinsicht wenig Pluspunkte auf "Fresh From The Abyss" notiert werden, ja nicht mal das treibend-moderne Titelstück, das zwischenzeitlich irgendwie versucht, krampfhaft cool zu sein. Sorry, auf diese Rückkehr hätte man getrost verzichten können. Da fällt das komplett austauschbare Cover auch nicht mehr ins Gewicht.

Trackliste
  1. Last Man Down
  2. Never Be Here Again
  3. Monster
  4. Rage Of Ages
  1. Abyss
  2. Velocity
  3. Deadlands
  4. One More Time Around The Sun
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