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Cover  
Pyramaze - Bloodlines (CD)
Label: AFM Records
VÖ: 23.06.2023
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Art: Review
Werner
Werner
(1234 Reviews)
8.0
Dänemark, eine der europäischen Stromgitarren-Hochburgen, hat neben Lego, seinen großen und kleineren Kultbands im Rock und Metal-Genre, auch schon einige erfolgreiche Produzenten über die Jahrzehnte ins Rampenlicht gehievt: seinerzeit - the one and only - Flemming Rasmussen (Metallica), Tommy Hansen (Helloween), Tue Madsen (The Haunted), und nicht zu vergessen Volbeat Soundarchitekt Jakob Hansen. Obwohl der Mann ein sehr gefragter Spezialist an den Reglern ist, findet er noch irgendwie die Zeit dafür, seine Truppe Pyramaze, die es mittlerweile auch schon über 20 Jahre gibt, mit am Leben zu halten. Auch wenn das Multitalent nicht von Anfang dabei war (Gründer ist Drummer Morten Gade Sørensen), kann man es als Eckpfeiler für die spätere Entwicklung von Pyramaze bezeichnen.

Der stramme, orchestral designte Power Metal der letzten Jahre ist mittlerweile die gefundene Nische, in der sich das Quintett offensichtlich am wohlsten fühlt und seine kreativen Trümpfe zockt. Daher durfte man für das siebte Opus "Bloodlines" keine signifikanten Veränderungen mehr erwarten. Die drei repräsentativen Video-Vorboten "Broken Arrow"/"Fortress"/Alliance" sind quasi die logische Adaption zum Vorgänger "Epitah", der seinerzeit zwar auch keine Überraschungen oder Neuerungen hervorbrachte, in seiner Machart dennoch voll überzeugen konnte und dies nach wie vor tut. Und selbst wenn Pyramaze manchmal nur knapp am Kitsch vorbeischrammen und mit eigentlichem Power Metal nur mehr am Rande zu assoziieren sind, haben sie den Dreh raus, imposante Songs zu schreiben, die großflächig am Lauschlappen des Headbanger (mit Hang zum Bombast und Loyalität zum Pop) hängen bleiben.

Die markanten Hooklines, die Dynamik zeugenden Kontrastsequenzen zwischen der jähen Riffwucht und den sentimentalen Momenten, Terje's klare und voluminöse Stimme - das Gesamtpaket vom Opener "
Bloodlines" bis zum Finale "Wolves At The Sea" stimmt und wird von einem kongenialen Artwork würdig abgerundet. Selbstdarsteller,- bzw. Egotrips, wie im engeren Umfeld des Öfteren zu orten, findet man auf "Bloodlines" zum Glück keine. Hier hat jeder Musiker und sein Instrument einen angestammten Platz für die jeweilige Entfaltung. Also im respektvollen Miteinander und im Sinne tadellos funktionierender Tracks, die hier nahezu ausnahmslos vor Melodien und Emotionen überschäumen.

Wie schon eingangs erwähnt: Dänemark und Metal - das ist seit Dekaden eine Kombination, die für höchste Qualität bürgt! Von Artillery über Mercyful Fate bis Zoser Mez. Vergesst in diesem Kontext also Marcellus' Sager in Shakespeare's Hamlet, wonach im Staate Dänemark etwas faul sei! Oder wie manche arrogant behaupten, dass der Metal tot ist - nein, gewiss nicht, er hat sich nur verändert seit ich ihn höre bzw. ins tief Herz geschlossen habe - und ja, natürlich: er bietet seit der Jahrtausendwende weniger Neues, aber er wird NIE sterben! NEVER! Ich habe fertig.


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Kerry King, Klampfer/Michelin-Männchen der Kalifornischen Thrash-Gods Slayer, die jetzt, obwohl eine Reunion seit der Trennung 2019 als ausgeschlossen galt, also doch (zumindest live) dieser Tage zurück kehren, ließ schon lange durchblicken, dass er weiter Musik machen werde. Um die Spannung aufrecht zu halten, wurden seine Mitmusiker aus dem Raum San Francisco recht spät in den ungeduldigen Medien angekündigt. Und es war klar, dass keiner von diesen Herrschaften ein unbeschriebenes Blatt sein würde: Trommler Paul Bostaph kennt man ohnehin von Slayer, Gitarrist Phil Demmel war lange bei Machine Head dabei, und wer irgendwann mit Death Angel# in Kontakt kam, wird den charismatischen Mark Osegueda im Bilde haben.

Musikalisch standen - schon alleine wegen den beiden Appetizer-Tracks "
Idle Hands" & "Residue+ - Experimente oder ähnliches nie im Raum. King, der zusammen mit verstorbenen 2013 Jeff Hanneman einst Klassikeralben wie "Show No Mercy" und "Reign In Blood" für die Schlächter rausknallte, machte auch nie einen Hehl daraus, sich darauf zu beschränken, das zu tun, was er am Besten kann: nämlich aggressive, meist sehr schnelle und düstere Songs für sein Solodebüt "From Hell I Came" zu komponieren. Zwangsläufig klingt vieles vertraut, also Slayer-affin, somit verzichtete Mark auf Bitte des Kapitäns darauf, mit seiner wandlungsfähigen Stimme zu viel zu variieren - im Gegenteil: so derb klang sein Organ meines Wissens noch nie. Und dennoch erledigen alle Musiker (obschon das künstlerische Korsett zugegeben eng ist) ihren Job souverän mit Fokus auf das Wesentliche. Man merkt, dass alle bereits Freunde waren und über die Jahre auch künstlerisch zusammen gewachsen sind. Die Lieder selbst peitschen straight nach vorne, sogenannte Ausreißer sucht man vergebens.

"From Hell I Came" ist anders formuliert ein kompaktes Werk geworden, eines, dass auch gut und gerne als Slayer Comeback (also im Stile der letzten Alben) ins Rampenlicht hätte rücken können. Somit bleibt die positive Erkenntnis, wonach Kerry King, der übrigens im 3. Juni seinen 60er feiern wird, immer noch voller Enthusiasmus Musik macht. "From Hell I Came" besitzt zu guter Letzt viele Attribute im Sinne des Bay Area Spirits. Ob sich daraus noch ein Klassiker entwickeln wird, darf allerdings bezweifelt werden.



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Möglicher Kauf im Herbst:

Deicide

Whom Gods Destroy

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Best Of 2024:

Mega Colossus
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Spätentdeckungen 2023:

Wings oF Steel
Dying Fetus
Hellripper
Noveria
Dokken
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Trackliste
  1. Bloodlines
  2. Taking What’s Mine
  3. Fortress
  4. Broken Arrow
  5. Even If You’re Gone
  1. Alliance
  2. The Midnight Sun
  3. Stop the Bleeding
  4. The Mystery
  5. Wolves of the Sea
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