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Cover  
White Void - Anti (CD)
Label: Nuclear Blast
VÖ: 12.03.2021
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Art: Review
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DarksceneTom
DarksceneTom
(2975 Reviews)
8.0
Wahrscheinlich war es ein ganz großer Pluspunkt meines Erstkontaktes mit White Void, dass dieser vorbehaltslos und ohne irgendeine Idee passiert ist. Es ist einige Wochen her, dass ich das sehr coole Video zu "Do.Not.Sleep" angeklickt habe und postwendend begeistert war. Begeistert deshalb, weil White Void unverkrampft und mit einer amtlichen Spielfreude zu Werke gehen und einen elektronisch verzierten Sound präsentieren, der in seiner lockeren Gangart zwischen vielen sehr bequemen Stühlen sitzt, ohne sich jemandem anbiedern zu wollen. Wenn Borknagar auf Grave Pleasures, Blue Oyster Cult, New Model Army und Audrey Horne treffen, dann kann das Ergebnis nur Spaß machen! So könnte man meine ersten Momente mit "Anti" beschreiben.

Lässig und cool ist er , der selbstbenannte, "elektrische Hard Rock" der Norweger, die sich in der Startaufstellung um das zentrale Organ von Borknagar/Solefald-Stimme Lars Are Nedland für White Void mit renommierten Electro-, Jazz- und Blues-Musikern positionieren. Das Okkulte und der dezent progressive Grundton ziehen sich durch das gesamte Album. So kommen einem neben den genannten Hauptidealen auch Nuancen von Bands wie Threshold, Ghost, The Devil’s Blood oder auch Dool in den Sinn. Positiv ist, dass weder die psychedelische Fußnote, noch der Blues- und Prog-Anteil Überhand nehmen oder gar nerven. White Void arbeiten ihre 80er und 70er-Ideale wohltuend songdienlich auf und genau deshalb haben sie mit eingangs erwähnten "Do.Not.Sleep", dem superben "The Air Was Thick With Smoke", einem ungeniert tanzbaren "The Fucking Violence Of Love" oder den klasse Videotracks "The Shovel And The Cross" und "This Apocalypse Is For You" einige unabnützbare Perlen kreiert, die bei jedem Freund gekonnter Gitarrenhandarbeit Gefallen finden sollten.
Vielleicht ist "Anti" am Stück gehört eine Spur zu unaufregend und eintönig, vielleicht fehlt White Void noch der letzte Funken Genialität, für eine absolute Höchstnote. Vielleicht sollte man der Scheibe aber einfach die ein oder andere Runde mehr gönnen, um ihre ganze Klasse zu fassen. Allein die Dichte an tollen Melodien, einprägsamen Riffs , coolen Rhythmen und lässiger Atmosphäre, ist nämlich schon viel mehr als ein Gros der Konkurenz zu bieten hat, zumal es die Nordlichter immer schaffen, ihre Sound punktgenau zwischen Tradition und Moderne zu positionieren, um dabei zu keinem jene Moment Dynamik, Stilsicherheit und Spielfreude einzubüßen, die "Anti" so sympathisch machen.

"Anti" ist vielleicht kein Meisterwerk und es wird die Welt auch sicher nicht verändern. Wer die oben erwähnten Bands mag und wer wieder mal ein weltoffen lässiges, cooles und ziemlich einzigartig klingendes Stück knackigen +okkulten Hard Rocks zwischen Metal, New Wave, Elektro-Post-Rock und Retro-Prog hören will, der ist bei White Void verdammt gut aufgehoben!§
Denn Könner sind hier in jedem Fall am Werk und das hört man zu jeder Sekunde.





Trackliste
  1. Do. Not. Sleep.
  2. There is No Freedom but the End
  3. Where You Go, You'll Bring Nothing
  4. The Shovel and the Cross
  1. This Apocalypse is for You
  2. All Chains Rust, all Men Die
  3. The Fucking Violence of Love
  4. The Air was Thick with Smoke
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