HomeNewsReviewsBerichteTourdaten
ImpressumKontakt
Anmeldung
Benutzername

Passwort


Suche
SiteNews
Review
We Sell The Dead
Black Sleep

Review
Dexter Ward
III

Review
Secrets Of The Moon
Black House

Review
Sylosis
Cycle Of Sufffering

Review
Electric Poison
Live Wire
Upcoming Live
Wien 
München 
Statistics
6061 Reviews
457 Classic Reviews
279 Unsigned Reviews
Anzeige
Cover  
Sylosis - Dormant Heart (CD)
Label: Nuclear Blast
VÖ: 16.01.2015
Homepage | Facebook
Art: Review
Jetzt bei Amazon.de bestellen!
Werner
Werner
(1045 Reviews)
7.5
Ich muss eingestehen, für den Vorgänger "Monolith" habe ich einen Punkt zu viel abgedrückt. Weshalb? Es gab in der Rezension keinen vehementen Hinweis, dass einige mühsame Längen in der Mitte der Scheibe zu bewältigen sind. Manchmal ignoriert man so etwas. Anstatt wie erhofft das Gaspedal wieder mehr ans Bodenblech zu drücken, haben die aus Reading/England stammenden Thrasher schon vor ein paar Monaten durchklingeln lassen, 2015 ein Werk auszukoppeln, welches noch mehr Fokus bezüglich dunkle Atmosphäre haben wird. Anders gesagt, die Tracks würden auf "Dormant Heart" forciert in diese schnaubend-behäbige Ecke tendieren, die bereits 2012 für meine Auffassung gerade noch akzeptabel war. Denn Stimmung kommt erst dann richtig auf, sobald Sylosis ihre herrlich-scharfkantigen Stakkato-Riffs mit peitschend-eingängigem Raketentempo kombinieren.

Das erwartet zähe "Where The Wolves Come To Die" könnte man mit seiner Spielzeit von 2:55 halb als Intro und halb als Song bezeichnen, doch mit dem ersten richtigen Track, "Victims And Pawns", legen die Kerle einen wohltuend-aggressiven Speed-Hammer aufs Parkett, der die schlimmsten Befürchtungen gleich entkräftet. Da schliesst sich das nicht minder gelungene Titelstück nach einem feinen Initialreigen ähnlich der frühen Metallica nahtlos an - gleichfalls gelungen. "To Build A Tomb" kommt, wie der Titel es verrät, lavaartig aus den Boxen, überzeugt letzten Endes aber dank seiner mächtig-perfiden Kulisse. Und siehe da, selbst bei "Overthrown" erleben wir keinen Geschwindigkeitsrausch, jedoch ist die Tiefenwirkung auch hier beachtlich. "Leech" rettet sich nach mäßigem Beginn gerade noch in ein „okay“, doch spätestens das monoton-stampfende "Servitude" zeigt jene angesprochene Langatmigkeit auf, die Sylosis eigentlich nicht nötig haben. Nachdem das fetzige "Indoctrinated", das stimmungsvolle "Harm", und das teilweise an The Haunted (genauer der 2004er Track "99") erinnernde "Mercy" das Stimmungsbarometer wieder nach oben pushen, können wir damit ganz gut leben. "Callous Souls" liebäugelt kurz mit "Whiplash" Zitaten, bevor die eigene Handschrift in den Fokus rückt – das Ganze ist beileibe nicht schlecht gemacht, aber zwingend klingt anders.

Mit dem akustisch beginnenden Epik-Langstreckenbomber "Quiescent" schließen Sänger/Gitarrist Josh Middleton und seine technisch fitten Sidekicks das vierte, wie angekündigt drückend-dunkel eingehüllte Geschoss. Eines, welches weniger vom musikalischen als von seinem Charakter her irgendwie an "… and Justice For All" erinnert. Es zündet als Gesamtwerk nur zögerlich, lässt aber allmählich etwas, sagen wir, hintergründiges erahnen, das mit der Zeit erobert werden will. "Dormant Heart" braucht samt seinen kleinen Abstrichen also Geduld, ehe sich sein wahres Gesicht erschließt – das Magnum Opus dürfte es samt der großen Ambition im Hause Sylosis trotzdem nicht werden und somit bleibt das von mir reichlich spät entdeckte Debüt "Conclusion Of An Age" von 2008 bis auf weiteres an der internen Pole Position.

Trackliste
  1. Where The Wolves Come To die
  2. Victims And Pawns
  3. Dormant Heart
  4. To Build A Tomb
  5. Overthrown
  6. Leech
  1. Servitude
  2. Inrotrinated
  3. Harm
  4. Mercy
  5. Callous Souls
  6. Quiescent
Mehr von Sylosis
We Sell The Dead - Black SleepDexter Ward - IIISecrets Of The Moon - Black HouseSylosis - Cycle Of SuffferingElectric Poison - Live WireMustasch - Killing It For LifeSepultura - QuadraMortician - TitansKobra and the Lotus - EvolutionKatatonia - City Burials
© DarkScene Metal Magazin