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Cover  
Solstice - Deaths Crown Is Victory (EP)
Label: White Horse
VÖ: 2013
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Art: Review
Thunderstryker
Thunderstryker
(154 Reviews)
10.0
15 Jahre sind eine sehr lange Zeit. Gerade im Musikgeschäft, in dem schon eine Abstinenz von 3-4 Jahren die Löschung aus dem kollektiven Gedächtnis bedeutet; vorausgesetzt, man heißt nicht Judas Priest oder Iron Maiden. Glücklicherweise gibt es aber auch eine Hand voll kleinerer Bands, deren Alben so übermächtig den Underground aufwühlten, dass sie nie vergessen werden. Im Falle von Solstice sprechen wir hier vom ganz grandiosen "New Dark Age", aber auch der Rest des Lebenswerkes scheint hell für den geneigten Fan. Besagte 15 Jahre sind seit jenem Opus Dei vergangen und viele werden die Hoffnung auf eine neue Leistung aufgegeben haben. Und doch, auch nachdem man sich ungläubig die Augen gerieben hat, liegt "Death's Crown Is Victory" vor einem.

Es handelt sich hierbei um eine EP, die 4 Lieder fasst und auf eine dafür ordentliche Länge von rund 26 Minuten kommt. Das schöne Artwork erinnert sogleich an "Lamentations" und die "Halcyon"-EP; ein erhoffter wie auch erwarteter Bonuspunkt für diese Band. Solstice wissen mit der Erwartungshaltung ihrer Fans umzugehen und sie wissen genauso, wie viele junge Helden sich an ihnen orientieren; man denke nur an Atlantean Kodex, Wishdoom, Gatekeeper, Ereb Altor oder auch Battleroar. Vielfach mussten diese sich an ihren Vorbildern messen lassen und da das Niveau in dieser Sparte konstant hoch liegt, müssen Richard Walker(Gitarre) und seine Mannen auch kräftig liefern, um nicht abzufallen.

Eine Vorwegnahme wird keinen Fan der Band besonders überraschen; abermals ist ein kommender Klassiker gelungen, der mit den eigenen Idolen, die mittlerweile auf Abschiedstouren dahinsiechen oder die eigenen Klassiker verschandeln, den Boden wischt. Das Prädikat "erhaben" haftet jedem der 4 Stücke an; "Fortress England+, ein einleitendes Instrumental, zeigt sofort, wo die Stärken von Solstice lagen und liegen: Unzerstörbare Leadmelodien und steigernder Liedaufbau, dass es eine wahre Freude ist.

Nun geht es mit dem neunminütigen "I Am A Hunter" ans Eingemachte. Nach etwa anderthalb Minuten großartigster Gitarreneinleitung, singt Paul Kearns und erinnert dabei durchaus an Deathmaster von Doomsword. Die Gitarren können sich alsbald nicht mehr in der Begleitfunktion halten und "singen" mit, der Refrain lässt die Gänsehaut Gänsehaut bekommen und wer beim 3./4. hören nicht "My name is reeeveeeenge" mitgröhlt, hört entweder leidenschaftlich keine Musik oder nur solche ohne Wiederhaken. Ein erstklassiges Gitarrensolo leitet einen ruhigeren Part ein, usw.. Genug gespoilert, wer die Band kennt, weiß, wie viel trotz der Marke "Doom" hier passieren kann und passiert.

Der neuneinhalbminütige Titeltrack schlägt in die selbe Kerbe und atmet unkitschige Pathetik durch alle Löcher. Geschwindigkeitsattacken gibt es hier nicht, nur bedachtes und präzises Liedgut, das von einem hymnischen Part zum nächsten wechselt und nie langweilig wird. Richtig Saft kommt durch die transparente Produktion in die Sache; jedes Instrument ist gut zu hören, jedoch wird keines für Alleingänge nach vorne gemischt. Die sehr lesenswerten Lyrics tun ihr Übriges, um "Death's Crown Is Victory" zu einem Highlight zu machen.

"Aequinoctium II" begleitet einen an's Ende der Platte und lässt alle Facetten aufblitzen, die man an einem Instrumental schätzen kann. Abermals: Diese Gitarrenarbeit ist absolut in der Lage, jeglichen Gesang zu ersetzen!

Es bleibt eine unbedingte Kaufempfehlung, ja sogar Kaufaufforderung für diese Speerspitze des Jahres 2013 auszusprechen. Alles, wofür guter Metal heutzutage stehen könnte, wird hier in unter einer halben Stunde gesagt und das ist wirklich eine hohe Kunst. Es ist Solstice auch sehr hoch anzurechnen, das Material als EP an den Markt zu bringen, statt unbedingt noch Lieder draufzusetzen, die den Eindruck möglicherweise getrübt hätten. Für ein vollwertiges Album kann man sich gerne nochmal 15 Jahre Zeit lassen, wenn die Qualität dieser Veröffentlichung auch nur tangiert wird! Große Klasse.

Trackliste
  1. Fortress England
  2. I Am the Hunter
  1. Death's Crown Is Victory
  2. Aequinoctium II
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