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Cover  
High On Fire - De Vermis Mysteriis (CD)
Label: Century Media
VÖ: 20.04.2012
Homepage | MySpace
Art: Review
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DarksceneTom
DarksceneTom
(3007 Reviews)
8.0
Beinahe fünfzehn Jahre haben diese kalifornischen Sludge-Stoner-Fetischisten bereits am Buckel und es ist absolut beachtenswert, wie wenig sie sich zeitlebens von ihrer musikalischen Grundidee wegbewegt haben. So was nennt man wirklich erdig und auch Album Nummer sechs macht da keine Ausnahme. Das Ami-Trio schreitet nach wie vor vom ersten bis zum letzten Ton zäh, monströs, schwer verdaulich und ungehörig kompromisslos zur Tat. Es staubt massiv im knorrigen Gebälk, wenn sich Gitarrenmonolithen wie das saftige "Romulus And Remus", "Bloody Knuckles" oder das mächtige "Madness Of An Architect" im Wohnzimmer aufbauen, um einen auf ganz dicke Eier zu mimen. Auch die brutalen Vocals sind immer noch mächtig angepisst, und legen genau jene saftige Note aufs Fleischbrett, die das wuchtig harte Soundgerüst von High On Fire braucht um zum richtig fetten Braten zu schmoren.

"De Vermis Mysteriis" ist ein Männeralbum.
Zart wie ein ungehobeltes Holzbrett., roh, naturbelassen und unverfälscht. Dass sich das wummernd produzierte Teil obendrein mit einer fiktiven Konzeptstoy von US Autor Robert Bloch befasst, die uns die bizarre Geschichte eines verstorbenen zeitreisenden Zwillingsbruders von Jesus Christus erzählt, macht das Album nun auch nicht wirklich einfacher. Die Stimmung indes macht es authentischer, das Gesamtwerk packender. So wirkt es nur allzu schlüssig, wenn brachiale Staubwedel wie "Fertile Green" und "Spiritual Rites" dezent die verstärkt eingesetzten Anleihen von Thrash nach vorn kehren, ein brutales "King Of Days" dem Gott des Doom einen slow-mow-Altar baut und über volle Albumlänge etwas mehr eingängige Melodien als bisher herrschen. Dass ein Song wie "Samsara" dennoch so unbarmherzig trocken nach Wüste klingt, als ob es kein Morgen gäbe, passt zu High Of Fire und beteuert nachhaltig, dass man sich hier ob der Brutalität, ob der Rücksichtslosigkeit und all der unberechenbaren Verhältnisse keineswegs in Sicherheit wiegen darf.

High On Fire machen auch auf ihrem sechsten Bastard eines Albums fast alles richtig. Die Instrumente der Amis rattern immer noch so aus den Boxen, als ob Kyuss, Black Sabbath, Crowbar, Cathedral und Down gemeinsam mit rüdem Mastodon Nachwuchs den Wüstentrip angetreten hätten, um die Tonnen mal wieder so richtig abzufackeln. Dabei ist "De Vermis Mysteriis" ebenso wie all seine Vorgänger natürlich und trotz seiner schmierig erdigen Ausstrahlung keineswegs genial, das war aber auch gar nie das Ziel dieser Band.

Fett in die Hüften stessen tut es einem aber dennoch, der ungezügelte Spirit, die völlig staubige Leck-mich-am-Arsch Attitüde und die rücksichtsloe Aura der Amis ist immer noch absolut cool, und so gibt es hier für alle Freunde fieser Klänge mit Wums und wabernden Soundgeröllen eigentlich rein gar nichts falsch zu machen…

Trackliste
  1. Serums Of Liao
  2. Bloody Knuckles
  3. Fertile Green
  4. Madness Of An Architect
  5. Samsara
  1. Spiritual Rites
  2. King Of Days
  3. De Vermis Mysteriis
  4. Romulus And Remus
  5. Warhorn
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