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Cover  
Slashs Snakepit - Aint Life Grand (CD)
Label: Koch
VÖ: 2000
Homepage | MySpace
Art: Classic
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DarksceneTom
DarksceneTom
(3041 Reviews)
Cooler Typ, cooler Bandname, noch viel coolere Songs und großartiges, unverkennbares Gitarrenspiel. Slash alias Soul Hudson ist ohne Frage einer der besten, charismatischsten und bodenständigsten Rock Gitarristen aller Zeiten. Eine Legende. Nahbar, bodenständig und – im Guten wie im Schlechten - mit allen Attributen eines Rockstars ausgezeichnet. Das überdimensionale Schaffen und die Magie von Guns N Roses (zum "Appetite For Destruction" Classic) waren und sind unweigerlich mit ihm und seiner Kunst verbunden, von seinem Gitarrenspiel und Songwriting geprägt. Nachdem das unvermeidlichen Aus der letzten wahren Reinkarnation von Sex, Drugs And Rock N Roll, das sagenumwobene Ende der letzten echten Stadionband und Rockstars am Ende des Horizonts absehbar war, nahm sich Slash als erster aller Verbliebenen an den Eiern, packte Les Paul, Lederhose, Stiefel, Zylinder und seine Schlangen in den Koffer und startete mit Slashs Snakepit seinen zweiten Bildungsweg.

Slashs Snakepit, benannt nach Shlash’s Homestudios, waren bereits vor dem offiziellen Aus der Gunners ins Leben gerufen worden. Während der Vorhang für die begnadeten Skandalplatinrocker im Jahre 1996 endgültig fiel, war Slash mit seiner neuen Straßenkötertruppe längst im Proberaum und mit einer Scheibe am Start. Wie alles was Slash je tat, tat er auch das genau so wie er will und wie es seine Gene einfach nicht anders zulassen. Das konnte nur Rock N Roll from hell, Sleaze ohne Ende und unverkennbares US Feeling und ultimative Clubattitüde mit Stadionrockpotential bedeuten. Bereits das 95er Album "It's 5 O'Clock Somewhere" (pikanterweise am selben Label wie die GN’R Meisterstücke erschienen) konnte überzeugen. Dieses Debüt enthielt u.a. einige von damaligen Guns N Roses Musikern Gilby Clarke, Duff McKagan und Matt Sorum gemeinsam mit Slash geschriebene Songs, die Mr. Axl Rose für die Guns zwar strikt ablehnte, deren außerfamiliäre Verwendung aber letztendlich zum endgültigen Bruch zwischen Slash und Axl führte. War dieser sehr gute Slashs Snaekpit Erstling noch überaus trocken und bluesig angehaucht, konnte mich jedoch erst das zweite Album der Schlangengrube so richtig an den Eiern packen.



"Ain’t Life Grand" erschien im Jahre 2000 und platze mit seiner altbackenen, jedoch fett produzierten Straßenattitüde, seinem 80er Jahre L.A. Charme und seinen zeitlosen, direkt aus dem Bauch kommenden, Sleaze Nummern mitten in eine Zeit, in der klassischer Hard Rock, Sleaze und Rock N Roll kommerziell gesehen mausetot waren. Umso herrlicher war es, Songs hören zu dürfen, die sich zielsicherer und abwechslungsreicher zeigten, als jene von "It's 5 O'Clock Somewhere".

Energie, Dreck und Spielfreude waren Trumpf. Auf Trends wurde wie immer im Hause Hudson völlig geschissen, hemmungsloses Abrocken in fettester Sleaze Cowboystiefelmanier war absolutes Pflichtprogramm, und der Grund dafür, dass "Ain’t Life Grand" noch heute ein unterbewerteter Meilenstein des Sleaze Genres ist. Slash griff tiefer in die Seiten und lies seine Gitarre härter rocken als je zuvor. In Rod Jackson fand er einen kongenialen Partner, der es mit seiner rauchig kräftigen Stimme schaffte, die Songs perfekt zu veredeln und ihnen zusätzliche Power zu verleihen.
"Ain’t Life Grand" ist Slash N Roll durch und durch. Zu jeder Sekunde von seinem unverkennbar markantem Gitarrenspiel geprägt, voll von Suff- und Street Credibility. Bereits der unfassbar rücksichtslose Opener "Been There Lately" kracht in die Vollen, als ob es kein Morgen gäbe. Dreckig, eingängig mitreissend, wie am Rest des cool verpackten Albums schepperts und klingelts hier im Karton, als ob man eine hungrige Meute angepisster Straßenkids auf die Instrumente losgelassen hätte. Slash vermochte Songs zu kreieren, denen man das satte Rockstarleben und die Superlative in der deren Schaffer sich bewegte keineswegs anhörte, und alleine Gaben wie das sensationelle "Mean Bone", ein unfassbar treibendes "Speed Parade" oder der Titeltrack sind dafür Beweis genug.

"Ain’t Life Grand" ist nicht mehr oder weniger als eine unfassbar coole Scheibe, die derart hemmungslos nach Vorne rockt, dass es einfach nur eine Freude ist. 100% Adrenalin, ein superber Mix aus fetten Clubschwitzern und unkommerziellen Balladen zwischen Hard Rock, Sleaze Metal und Blues. Meiner Meinung nach ein Quantensprung zum guten Slashs Snakepit Debüt, und genau eines jener Alben, die eine göttliche Band wie Hardcore Superstar vermutlich Tag und Nacht gehört hat, bevor sie endgültig ihren Siegeszug angetreten hat.

"Ain’t Life Grand" ist ein absolutes Hitalbum dem unkommerzielle und total ungezwungene Selbstsicherheit ebenso förmlich aus dem Arsch scheinen, wie massive US Rockstarnote. Für mich ohne Frage das allerbeste Werk, das von und um Slash nach dem Abgesang von Guns N Roses je erschienen ist!

It’s only Rock N Roll, but I like it … ain't life grand?

Trackliste
  1. Been There Lately
  2. Just Like Anything
  3. Shine
  4. Mean Bone
  5. Back To The Moment
  6. Life's Sweet Drug
  1. Serial Killer
  2. The Truth
  3. Landslide
  4. Ain't Life Grand
  5. Speed Parade
  6. The Alien
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