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Cover  
Vanderhoof - Vanderhoof (CD)
Label: SPV
VÖ: 13.10.1997
Art: Classic
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Werner
Werner
(1073 Reviews)
Keine Ahnung, ob die Band von Majestro Kurdt Vanderhoof noch mal reaktiviert wird, denn zum einen liegt ihm viel an seiner vor Jahren reformierten Hauptband Metalchurch, die aus dem übermächtigen Schatten alter Tage eh kaum hervortritt, zum Anderen gibt’s da noch Presto Ballet, die stilistisch als logische Fortsetzung Vanderhoof’s (zum Glück!) dem '70 Progrock frönt. Damals noch als Anheizer von Savatage auf deren "Wake Of Magellan" Tour 1997 nicht wirklich für voll genommen, sollte dies nach genauerer Beschallung im heimischen Rockpalast wenig später doch anders ausarten …

Die große Vorliebe des Kurdt Vanderhoof, nämlich die fantastischen Sounds der experimentellen Siebziger in Form von Kansas, Yes, Genesis oder etwa Rush zwei Dekaden später selbst auszuleben, wurde hier geradezu zelebriert. Wobei jene Neigung schon beim Hall A Flame Debüt 1991 dezent angedeutet wurde. Nun, Metalchurch waren dazumal auf Eis gelegt, und so konnte der Glatzköpfige Songwriter und Gitarrist in aller Seelen Ruhe seine kongenialen Mitstreiter zusammen trommeln, die sich ausschließlich und allesamt analoger Ingredienzien bedienten, wie es im jenen farbenreichen Jahrzehnt ohnehin Usus war, um schließlich ein abergeiles Endprodukt auf digitale Tonträger zu bannen.

Dass der Chef für die Drums gleich ex- Metalchurch Supertrommler Kirk Arrington engagierte, ist unüberhörbar. Und der Griff zu Frontmann Albright, der ein weites Stimmspekrum beherrscht, war sowieso gold wert. Überhaupt ist "Vanderhoof" ein Fall von „Retro maximal“, weil wenn zweimal eine Side 1 (so am Backcover abgedruckt) von nostalgischem Vinylknistern eingeleitet wird, dürfte der Fall mehr als klar sein. Und so klingt der zwölf Track besiedelte Longplayer in jeder Sekunde quicklebendig und füllt den Raum jäh organisch, was vor allem den warmen Mellotron- und Hammondorgelsounds zu verdanken ist. Diese Natürlichkeit und stilistische Vielfalt erstreckt sich vom groovigen Opener "Bleed" über die von Uriah Heep bzw. Black Sabbath inspirierten Songs "Take To The Sky" und "Out Alive" bis zu den ruhigeren, ja fast schon als butterweich-verträumt zu bezeichnenden "Falling To Earth", "Angel Now" und "50 Cent Symphony". Aber auch die düstere, von Mundharmonika begleitete Westernkapriole "Tons Of Time" und der flotte Rausschmeißer "Game Is Played" können heute noch wie der Rest entzücken. Schade nur, dass der zweite Vanderhoof Versuch "A Blur In Time" (2002) diesem Kleinod nicht mal ansatzweise das Wasser reichen kann.

Trackliste
  1. Bleed
  2. Machine
  3. Take To The Sky
  4. Falling To Earth
  5. Earth
  6. Angel Now
  1. Out Alive
  2. Beg
  3. 50 Cent Symphony
  4. Tons Of Time
  5. 40 Days Down
  6. Game Is Played
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