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Redemption - Die Kunst zu überleben!
Redemption - Die Kunst zu überleben!  
Geschlagene fünf Jahre musste die kleine, aber feine Redemption-Fangemeinde auf ein neues Studioalbum der US-Kultprogger warten, das nun in Form von "The Art Of Loss"endlich erscheint.
Alex Fähnrich
Alex Fähnrich
(5 Interviews)
DarkScene: Geschlagene fünf Jahre musste die kleine, aber feine Redemption-Fangemeinde auf ein neues Studioalbum der amerikanischen Kultprogger warten, das nun in Form von "The Art Of Loss" (zum Review) endlich erscheint. Ein Grund dafür ist ein weiterer Schicksalsschlag für die Truppe um den bereits an Krebs erkrankten Gitarristen und Bandleader Nick van Dyk, der sich netterweise für dieses Interview zur Verfügung stellt.

Bei der Eingangsfrage nach seiner eigenen Gesundheit kann der sympathische Amerikaner erfreulicherweise Entwarnung geben:

Nick van Dyk: Danke der Nachfrage. Ich erhielt die Krebsdiagnose 2008 und die Ärzte gaben mir eine Lebenserwartung von drei bis fünf Jahren. Glücklicherweis geriet ich an einen Doktor, der mich mit einer sehr aggressiven Therapie heilte, so dass ich seit 2009 krebsfrei bin. Allerdings muss ich noch weitere vier Jahre warten bis ich sicher sein kann, den Krebs endgültig besiegt zu haben.

DarkScene: Das sind ja gute Nachrichten, doch leider hat es im letzten Jahr den zweiten Gitarristen Bernie Versailles schwer erwischt.

Nick van Dyk: Bernie hatte ein Aneurysma im Gehirn. Er erholt sich gerade davon, aber das ist ein langer Prozess. Es geht ihm besser, es ist jedoch noch viel zu früh, darüber nachzudenken, wann er wieder in die Band zurückkehren wird. In der Zwischenzeit halten wir einen Platz für ihn frei.



DarkScene: Aber genug von Krankheiten, schließlich sind wir hier nicht bei der Apotheken Umschau. Am Ende des Tages ist Redemption anscheinend eh unkaputtbar. Während der Aufnahmen zu "The Art Of Loss" hat man also mal wieder aus der Not eine Tugend gemacht und eine Reihe namhafter Gastgitarristen engagiert. Chris Poland (ex-Damn The Machine/Megadeth), Chris Broderick (ex-Jag Panzer/Megadeth) und Marty Friedman (Ex-Hawaii/Megadeth) gaben sich im Studio quasi die Klinke in die Hand. Wären sie gleichzeitig dort gewesen, hätte dies sicher den Anschein einer Selbsthilfegruppe für Dave-Mustaine-Geschädigte erweckt. Nick erinnert sich:

Nick van Dyk: Als wir mit den Vorbereitungen zum Album begannen, dachte ich mir, dass wir ruhig nach den Sternen greifen sollten, wenn es um unsere Gastmusiker geht und stellte eine Liste mit extrem talentierten und einzigartigen Musikern zusammen. Ganz oben auf dieser Liste stand Marty, den ich über einen gemeinsamen Freund kontaktierte und der durch seinen individuellen Stil unserer Musik eine zusätzliche Tonfarbe hinzugefügt hat."

DarkScene: Trotz dieser positiven Erfahrungen sprechen der Albumtitel und Songtitel wie "Hope Dies Last" oder "Damaged"' nicht gerade dafür, dass man jetzt ein glückliches und sorgenfreies Musikerleben führt...

Nick van Dyk: Ich bin im Grunde genommen ein glücklicher Mensch, mit ein paar Sorgen, wie wir alle. So ist das Leben nun mal. Allerdings sollten die Themen, die eine Metal Band behandelt einen gewissen Tiefgang haben. Songs wie "Happy" oder "Everything Is Awesome" eignen sich allenfalls für animierte Kinderfilme aber nicht für eine Heavy Metal Band. (Lacht!)



DarkScene: Das ist wohl wahr und nicht nur lyrisch sondern auch musikalisch liefert man wieder schwere Kost ab. Seit "Something Wicked This Way Comes" vom Debütalbum hat Nick keinen Zwanzig-Minüter wie "At Day`s End", der "The Art Of Loss" zünftig ausklingen lässt, mehr geschrieben.

Nick van Dyk: Als ich "Somethimg Wicked This Way Comes" damals schrieb, wollte ich unbedingt einen Longtrack schreiben. Ich glaube, viele unerfahrene Songwriter versuchen so etwas, gerade im progressiven Bereich. Seither habe ich mich weiterentwickelt und versuche heute ganz einfach den besten Song zu schreiben, egal ob dieser länger oder kürzer, einfacher oder komplexer, schneller oder langsamer etc. ist. Allerdings weiß ich natürlich, dass ein längeres Format eine größere musikalische Vielfalt ermöglicht, die nicht individuell, aber sehr wohl in dieser Kombination für Redemption funktionieren würde. In "At Day`s End" kann man beispielsweise Marillion, Slayer, Stravinsky, Nevermore, Megadeth und Kansas heraushören. Das wäre schwierig gewesen, wenn wir lediglich fünf Minuten zur Verfügung gehabt hätten (Lacht!).

DarkScene: Könnte der Meister sich denn auch vorstellen eine Suite wie "The Fulness Of Time" vom gleichnamigen Album auf die komplette Albumlänge auszuweiten und ein Werk wie "A Pleasant Shade Of Gray" von Fates Warning zu erschaffen?

Nick van Dyk: Wenn es der Song erfordert, könnte ich mir das schon vorstellen, aber das ist nichts, was ich mir vornehmen würde, nur um es einmal getan zu haben. Ich will die beste Musik schreiben, die ich kann und das Format dient dabei ausschließlich diesem Ziel.



DarkScene: Mit einem Sänger wie Ray Alder, der bei Redemption ein wenig rauer und aggressiver singt als in seiner Stammcombo Fates Warning und bei der The Who-Coverversion "Love Reign O`er Me" von John Bush (Armored Saint) unterstützt wird, ist ein solches Ziel sicher auch künftig zu realisieren. Dazu beitragen wird auch das neue Label Metal Blade, zu dem Redemption nach Jahren bei InsideOut gewechselt sind.

Nick van Dyk: Es gab keinerlei Ärger mit InsideOut und sie machten gute Arbeit für uns, genauso wie Metal Blade es nun tut. Es war nur einfach so, dass unser Kontrakt auslief und Metal Blade sich ziemlich ins Zeug legten, um uns unter Vertrag zu nehmen.

DarkScene: Dann wird Metal Blade hoffentlich dafür Sorge tragen, dass Redemption, nach Ihrer erfolgreichen Europatour 2011, wieder live in unseren Breitengraden zu sehen sein wird.

Nick van Dyk: Wir hoffen, noch in diesem Jahr nach Europa zu kommen und wollen auch in den Staaten touren. Noch ist nichts in Stein gemeißelt, aber wir sind bereits dabei Pläne zu schmieden."
Man kann dieser großartigen, vom Schicksal gebeutelten Band nur wünschen, dass in Zukunft alles reibungslos für sie verläuft.

DarkScene: Mit dem bärenstarken neuen Album, das mit einem geschmackvollen Travis Smith-Cover und einer knackigen Produktion daher kommt, stehen die Zeichen jedenfalls auf Sturm!


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