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458 Classic Reviews 284 Unsigned Reviews |
7.0
Es lässt sich köstlich darüber diskutieren, wann genau das "Okkult-Rock-Revival" im neuen Jahrtausend seinen Anfang nahm. Auch wenn unser Chefredakteur retrospektive findet, dass das The Devil's Blood Debütalbum zwischen Hype und eigentlicher Essenz stark schwankt, so war, ist und bleibt diese Scheibe für mich ein kleines Referenzwerk und somit ein Top-10 Album des Veröffentlichungsjahres 2009. Zufällig im selben Jahr gründeten sich Castle in der ehemaligen Hippiekommune San Francisco. Irgendwo zwischen Female-70er-Rock und Doom Metal angesiedelt, gab es letzten Herbst ein Comeback nach sechs Jahren Schaffenspause.
Das fünfte Album offenbart eine würdige und unaufgeregte Fortsetzung dessen, was Bassistin/Sängerin Elizabeth Blackwell und Gitarrist Mat Davies schon bisher aus ihrem brodelnden Hexenkessel hervor zauberten. Trockene Riffs, eingängige Songstrukturen und eine weihrauchartige Stimme bilden das Fundament des taffen Duos, dessen Liebe zum Retro/Classic/Okkult Rock durch jede Pore fließt. Den rhythmischen Teppich besorgte indes Sessiondrummer Mike Cotton, der keinen Beat zu viel, und keinen zu wenig für "Evil Remains" eigetrommelt hat. Einen vollwertigen HIT oder ähnliches (am ehesten "Deja Voodoo", siehe Clip) vermag man unter den acht Tracks nur schwer zu finden, dafür punktet die kurz gehaltene Platte (37:31 Minuten) um so mehr dank ihrer schaurigen und gleichsam flockigen Atmosphäre, die ein Potpourri aus Black Sabbath, Lucifer und The Oath zum Besten gibt. Obschon nicht unbedingt als Blindkauf einzustufen: Es passt so ziemlich alles zusammen bei Castle. Der angeraute Sound, das verdorbene Flair, die von Charles Baudelaire und William Blake inspirierten Texte, and last but not least das schrullige Horror-Artwork, nahezu perfekt zum Titel passend. Trackliste
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