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Cover  
Tremonti - A Dying Machine (CD)
Label: Napalm Records
VÖ: 08.06.2018
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Art: Review
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Werner
Werner
(1111 Reviews)
10.0
Aus. Schluss. Erledigt. Oder doch nicht? Nun ja, zumindest, was meinen zu 99% sicheren bzw. vorzeitigen Jahrespoll-Sieger betrifft, schon. Selbst wenn mit Revocation, Them und Flotsam And Jetsam noch heiße Eisen im Feuer schmoren, die im Herbst erscheinen werden: Ende 2018 wird das vierte Solo-Album des Alter Bridge Chefdenkers Mark Tremonti nicht mehr von der Pole Position zu verdrängen sein. Ob das so auf meiner Rechnung stand? Nicht im Geringsten. Bedenkt man, dass es sich bei "A Dying Machine" keineswegs um ein krisensicheres (Radio-) Rockalbum, sondern um einen wahrhaftigen Audio-Koloss handelt, kann man dem international mehrfach ausgezeichneten Gitarristen und Sänger nicht genug Respekt zollen. Dank der ausgetüftelten Konzeptstory in einer fernen Zukunft bekommt die Sache zusätzlich Anreiz. Interessierten sei gesagt, dass es auf der offiziellen Homepage die ganze Sache in Buchform zu bestellen gibt. Die Umsetzung bewerkstelligte Mark zusammen mit dem in San Francisco lebenden Autor John Shirley (u. a. Drehbuch für „The Crow“).

Eigentlich muss man sich gar nicht intensiv mit der Thematik sogenannter, im Labor gezüchteter „Vessels“ im Jahre X auseinander setzen, die, so zu vernehmen, sich der Autorität namens „Primaries“ mehr und mehr widersetzen, wodurch ein Krieg unausweichlich scheint. Der Protagonist wurde von seinem Besitzer indes auf Liebe programmiert, im Glauben, den Schmerz und Verlust seiner verstorbenen Ehefrau übertünchen zu können. So oder so – "A Dying Machine" ist ein Ohrenschmaus der Extraklasse. Gelegentliche Parallelen zur Hauptband Alter Bridge sind nicht von der Hand zu weisen, gewiss, doch die forciert metallische Härte, sowie die Abwesenheit eines Myles Kennedy, machen zusammen den Unterschied zu besagtem Erfolgs-Quartett und die damit verbundene Existenzberechtigung solch einer vermeintlichen „Nebenspielwiese“ aus.

Von einem fein justierten und modernen Sound durchzogen, für den sich Hausproduzent Michael „Elvis“ Baskette ordentlich ins Zeug gelegt hat, vereint "A Dying Machine" alle erdenklichen Facetten und Trademarks des zeitgemäßen Rock- & Metal-Spektrums. Wobei das große Plus sicher jenes ist, dass das komplette Werk mit einer Spielzeit 60 Minuten wie aus einem Guss klingt. Dabei sind die Charakteristika zunächst nicht außergewöhnlich: Knallende Riffs und Mörder-Hooks zum Einen, geschmeidige Harmonien und relativ unaufdringliche Gesangslinien zum Anderen. Allerdings sind das nur wage Versuche einer Beschreibung, es steckt deutlich mehr dahinter. Stichwort Synergie-Effekt. Wer beim straight-flotten Opener "Bringer Of War", beim herzerwärmenden "From The Sky", bzw. beim Titeltrack – ein Mix aus Dramatik, harten Grooves und sentimentalen Momenten – seiner Lethargie nicht entkommt, ist eine arme Sau. Das mit Queensryche ("Empire") Reminiszenzen versehene "Trust" an vierter Stelle zeigt sich um nichts weniger geschmeidig; der anschließende Uptempo Kracher "Throw Them To The Lions" bläst einem dann noch den letzten Rest an Ohrenschmalz raus. Ich wiederhole mich nur ungern, doch es muss sein … diese endgeilen (Stakkato-) RIFFS Marke Tremonti machen süchtig! Da verwundert es kaum, dass Metallica‘s James Hetfield Mark’s größtes Idol ist. Am meisten kommt diese Inspiration wohl zu Beginn des recht thrashigen "The Day When Legions Burned" zur Geltung.

Wer glaubt, das Spannungslevel würde bei den folgenden Songs ("The First, The Last", "A Lot Like Sin", "As The Silence Becomes Me") allmählich abflauen, der irrt. Im Gegenteil. Via "Take You With Me" wirft das Trio gegen Ende des Rundlings sogar noch einen ultimativen Hit in den Ring, der die Gehörgänge gnadenlos in die Knie zwingt! Einfach nur Weltklasse. Lediglich dem finalen Industrial-Instrumental "Found" könnte man eine Art Lückenfüller-Mentalität ankreiden, allerdings ist anzunehmen, dass Mark ganz bewusst diesen Track so simpel komponiert und positioniert hat.

Übrigens hat sich der Saitenhexer im Vergleich zu "Dust" (2016) merklich weiter entwickelt, was seine Gesangsdarbietung betrifft. Mit seiner natürlich oszillierenden Stimme bräuchte Mark ohnehin nicht versuchen, zwanghaft jemanden nachzuahmen. Im Zuge dessen ebenso ein ehrliches Lob für seine beiden Sidekicks Eric Friedman (g) und Garrett Whitlock (d), ohne deren Input die Scheibe vermutlich nicht so frisch und in allen Belangen souverän klingen würde. Heißt in letzter Konsequenz? Ein Opus Magnum. Verdammt Magnum sogar. Da können die notorischen Besserwisser, die True-Only-Fraktionsvertreter (und weiß Gott welche Selbstdarsteller…) ihren Kopf ungläubig schütteln wie sie wollen. Die funkelnd-glitzernde Krone aus dem Hause Habsburg/Eisenerz geht somit heuer ganz klar nach Orlando/Florida.

EARGASM OF THE YEAR !!!



Trackliste
  1. Bringer of War
  2. From the Sky
  3. A Dying Machine
  4. Trust
  5. Throw Them to the Lions
  6. Make It Hurt
  7. Traipse
  1. The First the Last
  2. A Lot Like Sin
  3. The Day When Legions Burned
  4. As the Silence Becomes Me
  5. Take You With Me
  6. Desolation
  7. Found
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