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Cover  
Aska - Fire Eater (CD)
Label: Pure Steel Records
VÖ: 27.09.2013
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Art: Review
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Bruder Cle
Bruder Cle
(178 Reviews)
8.5
Lange musste man sich gedulden, bis die Texaner mit ihrem lange angekündigten Nachfolger zu "Absolute Power" aus den Pötten kamen. Aber jetzt ist es endlich soweit. Und eins vorweg – das Warten hat sich gelohnt. Aber ganz einfach machen es Aska ihren Fans mit "Fire Eater" nicht. Es braucht schon ein paar Durchläufe und die Klasse der Scheibe entblättert sich langsamer und bedächtiger als Dita von Teese in ihrer langatmigen Burlesque-Show.

Den Anfang macht "Everyone Dies", der nach einem kurzen Intro mit mächtig donnernden Riffs losballert. Über die wuchtigen, treibenden Rhythmen thront George Call mit Sirenenvocals, die man eher aus Priests "Painkiller"-Ära oder von Cages Sean Peck gewohnt ist. Und die Strophen erinnern auch stilistisch mächtig an die Adrenalin-Metaller aus San Diego. Etwas Verwirrung macht sich breit, bevor das Leadbreak einsetzt und George in seiner üblichen, leicht angerauten Stimmlage in den Refrain einsetzt und alles auflöst. Als die Zeile „War is coming…“ erklingt ist alles gut und Gänsehaut macht sich breit. Ja, da sind sie wieder: Aska. Unvergleichlich in ihrer perfekten Mischung aus hartem treibenden Metal und kommerziellen Appeal.
Auch beim hoch melodischen "Dead Again" lässt George zuerst die eher ungewohnte Kopfstimme dominieren, bevor er wieder in die Stimmlage zurückwechselt, die ihn bei Omen so unverzichtbar gemacht hat. Der ultimative Nachfolger des "Absolute Power"-Openers "Longships" heißt "Valhalla" (logisch, oder?) und punktet mit dezenten Glockenklängen, die man unter die Riffs gelegt hat und einem fantastischen Mittelteil, der live sicher absolut geil rüberkommt. Hammer! "Son Of A God" hätte hingegen ohne weiteres auf Iron Maidens "Piece Of Mind" stehen können. Doppelgitarrenharmonien und ein Mr. Call in Bestform!



Schon jetzt zeigt sich, dass es Aska meisterhaft verstehen, einerseits ihren stilistischen Trademarks treu zu bleiben, aber andererseits auch das Maximum an Abwechslung herauszuarbeiten. Dazu gehört in der Welt der Texaner auch eine Ballade, die mich aber zwiespältig zurücklässt. Die Ode an seine Herzensdame "Angela" ist zwar gut gemacht und geil gesungen, hat aber leider keine zündende Melodie, die für so einen Song aber unverzichtbar ist. Und schwülstig ist der Song obendrein. Too much! Dafür versöhnt mich das einfache, aber unglaublich effektive Mörderriff von "Harlot Of Eden" nach gefühlten zwei Sekunden wieder mit der Welt. Gekrönt wird das Killerstück durch einen schönen, melodischen Refrain. Cool! Mit "Red Cell" liefern dann Aska definitiv ihre ungewöhnlichste Komposition ever ab – die mit völlig progressiven und irrwitzigen Keyboard-Linien unterlegten Gitarrenriffs haben ein dezentes Crimson Glory-Feeling und werden diejenigen begeistern, die ihren Metal nicht nur powervoll und melodisch sondern auch etwas anspruchsvoller genießen. Sehr geil! Ob die Welt auf die vor allem im Vokalbereich fast schon übertrieben aufgemotzte Coverversion von Judas Priests "The Ripper" gewartet hat, lass ich mal dahingestellt, aber gut gemacht ist es allemal. Das Prädikat „mutig“ kann man hingegen für das verleihen, was dann kommt. Von Orchester-Sounds und Klavier unterlegt breitet George Call das episch-melodische "Year Of Jubiliee" vor seinem Publikum aus. Virgin Steele lassen grüßen. Pathetisch und zu kitschig? Vielleicht, aber im Gegensatz zur Ballade einige Minuten vorher, passen hier die Stimmung und die Melodien! Und einmal mehr beweisen Aska, dass sie sich nicht so einfach in eine Schublade packen lassen und sich gerne innerhalb weit gesteckter musikalischer Grenzen austoben. Großartig! Das eher überflüssige Mini-Hörspiel "The Last Message" ist sozusagen Intro und Auftakt zum absoluten Höhepunkt der Scheibe, dem grandiosen "Eye Of The Serpent". Ja, genau. Dieser Song! Eifrigen Darkscene-Lesern ist er schon als vielleicht bester Song auf dem letzten Emerald-Album "Unleashed" ein Begriff. Die Michael Vaucher-Komposition erlebt hier ihre Wiedergeburt in der Aska-Fassung und bestärkt mich in meiner Meinung, dass es sich hier nicht nur um den besten Omen-Song seit den 80ern, sondern auch noch um eine der besten zeitgenössischen Metalsongs der letzten Jahre handelt. Endlos geil! Muss man gehört haben.

Aska are back. Und wie!
"Fire Eater" ist ein Album, dass eingerahmt von zwei absoluten Übersongs, durchgehend höchstes Niveau bietet und alle Fans der Band mehr als zufrieden stellen wird. Jeweils einen halben Punkt Abzug gibt es nur für die in meinen Augen zweitklassige und viel zu kitschige Ballade, das zwar gut gemachte aber nicht sehr originelle Cover und ein kurzes, überflüssiges Mini-Hörspiel.
Aber das ist natürlich Kritik auf höchstem Niveau, in Summe ist und bleibt "Fire Eater" ein erstklassiges US-Metal-Album, das jeder Fan dieser Stilrichtung in seiner Sammlung haben MUSS.

Trackliste
  1. Everyone Dies
  2. Dead Again
  3. Valhalla
  4. Son Of A God
  5. Angela
  6. Harlot Of Eden
  1. Red Cell
  2. The Ripper
  3. Year Of Jubilee
  4. The Last Message
  5. Eye Of The Serpent
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