HomeNewsReviewsBerichteTourdaten
ImpressumKontakt
Anmeldung
Benutzername

Passwort


Suche
SiteNews
Review
Ereb Altor
Vargtimman

Review
Trivium
In The Court Of The Dragon

Review
Saeko
Holy Are We Alone

Review
Memory Garden
1349

Special
Darkscene
Upcoming Live
Wien 
München 
Statistics
6270 Reviews
458 Classic Reviews
280 Unsigned Reviews
Anzeige
Cover  
Procession - Destroyers Of The Faith (CD)
Label: Doomentia Rec.
VÖ: 15.11.2010
MySpace
Art: Review
Jetzt bei Amazon.de bestellen!
RedStar
RedStar
(243 Reviews)
8.5
Potzblitz…was brutzelt denn da aus den Boxen? Völlig unerwartet hält das in seinen letzten Zügen liegende Metaljahr noch einen Kracher für die gepflegte Frostdepression bereit! Die Chilenen Procession gelten ja schon seit geraumer Zeit als Underground-Geheimtipp. Nach der Veröffentlichung einer EP sowie Singlegigs in Europa (u.a. Keep It True XII) schlossen die Chile-Slowsters nunmehr den Pakt, die Welt mit ihren sorgenvollen Hymnen zukünftig mit Unterstützung des tschechischen Doomentia – Label (CD) bzw. High Roller Records (LP) zur Verzweiflung zu bringen.

Schon der vergleichsweise kurz geratene Opener "Hyperion" taucht den Hörer in ein Wechselbad aus ganz großen Gefühlen. Die sechs Hymnen für die Ewigkeit kriechen langsam aus den Boxen durch die Ohren in die Herzen der Doomjünger und rauben ihnen den Verstand. Einzig der sägende Rhythmus-Doomer "Destroyers Of The Faith" ist etwas flotter gehalten. Unverkennbar standen Candlemass, Count Raven oder Solitude Aeturnus beim epischen, kraftvollen Doom – Metal der Südamerikaner Pate. Hingebungsvoll und inbrünstig, erfüllt von Welt- und Seelenschmerz, teils tieftraurig, mal melancholisch, mal düster sprechen Procession mit ihren Doom-Hämmern die Gefühlswelt der geneigten Hörer an. Einmal in diesen Tälern der Tränen angekommen, holen Procession den Doomjünger mit einem Riff, einer Gesangsmelodie jäh zurück und katapultieren sie eine Sekunde später in himmlische Gefilde der grenzenlosen Euphorie und Glückgefühle.

Das folgende, behäbig-stampfende, schaurig-wehmütige "The Road To The Gravegarden" ist gleich die nächste Hymne von epochaler Größe. Epic-Doom im XXL-Format ist aber vor allem das übermächtige, traurig-beschwörende "Chants Of The Nameless", das den Hörer mit seiner Magie verzaubert, diese Songperle sprüht förmlich vor Emotion, das erzeugte Gänsehautfeeling lässt einem die Körperhaare gefühlte 2 Meter in die Höhe stehen!

"Destroyers Of The Faith" ist das Album, auf das Doom-Jünger das ganze Jahr gewartet haben. Der Pathos quetscht sich aus jedem Ton dieser genialen Scheibe voller Düsternis und Epik, die elegisch angelegt und mit großer songwriterischer Dramatik erschaffen wurde. Kraftvoll und fett produziert wird das Album von einer unglaublichen Dichte, sowohl im Sound, als auch in der Emotion, zusammengehalten.

Wenn man einen Schwachpunkt suchen wollte, so wäre dieser sicher an Sänger und Bandkopf Felipe Kutzbach festzumachen. der andererseits allerdings sein leicht kaputtes Charisma entfaltet. Mit einem Sänger wie Messiah oder auch Rob Lowe in ihren Reihen würden die Chilenen wahrscheinlich vollends abheben und Leif Edling müsste sich mit Candlemass wahrlich warm anziehen.

"Destroyers Of The Faith" ist Epic/Doom-Breitwandformat, die ganz große Offenbarung des heurigen Jahres, eine Pflichtscheibe für die Zielgruppe, besser war Doom im heurigen Jahr nicht! Gleich wie die Riffs im Eingangssong sägen Procession am Thron der immer noch mächtigen Candlemass. Das Trio erschafft wunderschöne Melodien zum Sterben - was für ein Soundtrack zum Winter, um sich in Selbstmitleid und Weltschmerz zu suhlen ...!

(leider mäßige Audio-Qualität)
Trackliste
  1. Hyperion
  2. Destroyers Of The Faith
  3. The Road To The Gravegarden
  1. Chants Of The Nameless
  2. Tomb Of Doom
  3. White Coffin
Ereb Altor - VargtimmanTrivium - In The Court Of The DragonSaeko - Holy Are We AloneMemory Garden - 1349Tremonti - Marching In TimeMe And That Man - New Man, New Songs, Same Shit, Vol.2Saitenhiebe: - Das Sein Akt 2: FeuerCradle Of Filth - Existence Is FutileWeckörhead - 2021Carcass - Torn Arteries
© DarkScene Metal Magazin