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Lost Dreams, Outcry, Kataplexie
25.11.2011, Weekender Club, Innsbruck 
DARKSCENE PRESENTS:  
Lost Dreams präsentierten sich am 25.11.2011 im Weekender Club in Innsbruck anlässlich ihrer CD-Release Show des neuen Studioalbums "Blinded By Rage" in blendender Verfassung. Näheres dazu im folgenden Live-Bericht...
Maggo
Maggo
(23 Live-Berichte)


Nach den regelmäßig veranstalteten „Darkscene Metal-Parties“ und vergangenen Live-Gigs mit Bands wie Vicious Rumors, Helstar oder den Billion Dollar Babies ging die Kooperation des Weekender Clubs mit Darkscene am Samstag, den 25.11.2011, in die nächste Runde. Niemand geringerer als die heimische Top-Truppe Lost Dreams konnte verpflichtet werden, um ihre CD-Release Show fürs neue, bärenstarke, über Twilight Records veröffentlichte Album "Blinded By Rage" (zum Review…) in den chilligen Weekender-Räumlichkeiten abzuhalten.

Als Support fungierten die Italiener Outcry. Zusätzlich durften die heimischen Youngsters von Kataplexie versuchen, das doch recht zahlreich erschienene Publikum von ihren Qualitäten zu überzeugen.

Der eine oder andere Darkscene-kundige Leser wird sich vielleicht grübelnd an der Unterlippe zupfen und die berechtigte Frage aufwerfen, warum vom guten Dutzend der DS-Schreiberlinge gerade der eher krawallempfindliche Hollywood-Korrespondent zur Berichterstattung dieses deftigen Paketes abkommandiert wurde? Nun ja, entschuldigt durch X-Mas-Feiern/Schönheitsoperationen/allgemeinem „Couch Potato-ismus“/zu tiefen Außentemperaturen oder sonstig bedingten Verhinderungen bleibt eben nur mehr meinereiner übrig, um diesem absoluten Muss-Event beizuwohnen und eines kann ich gleich vorweg nehmen – die Veranstaltung war großartig und machte einen Riesenspaß.

Punkt 20.45 enterten Kataplexie die Bühne, um den Anwesenden Kostproben ihres brandneuen Albums "One More Drink For My Collapse" zu kredenzen. Die 35-minütige Vorstellung des blutjungen Innsbrucker Quintetts, die zudem das Live-Debüt des neuen Fronters David Burtscher darstellt, darf als durchaus gelungen bezeichnet werden. Natürlich merkt man recht schnell, dass es der Truppe noch an nennenswerter Live-Erfahrung fehlt, was sich speziell in der nicht existenten Bühnenshow der vier Instrumentalisten der Combo deutlich manifestiert. Mit Ausnahme des erfreulich agilen Neo-Sängers, der ganz offensichtlich alle Anlagen für eine zukünftige „Rampensau“ besitzt, beschränkt sich das „Stage-Acting“ der restlichen Akteure lediglich aufs „Schwitzen“. Das sei der Band auf der momentanen Sprosse der Karriere-Leiter aber definitiv verziehen, kann man das Publikum mit relativ abwechslungsreichen, dynamischen Kompositionen doch recht gut unterhalten und zeigt ohne Zweifel, dass die Band Potenzial für mehr besitzt. Daumen hoch.

Outcry aus Trient gehen im Anschluss ob des gut 10 bis 15 Jahre höheren Durchschnittsalters ganz klar schon eine Portion routinierter und homogener ans Werk. Und obwohl die Herrschaften handwerklich durchaus Qualitäten besitzen und diese auch zu beweisen vermögen, langweilt die Chose aber trotzdem recht schnell auf Grund der totalen und gnadenlosen Austauschbarkeit des Songmaterials, dessen Stilistik die Herren selbst als „Death Metalcore“ bezeichnen. Das absolute Negativ-Highlight dieser Truppe sind die cleanen „Gesangspassagen“ (ganz bewusst in Anführungszeichen gesetzt) des Herren Steve Haze am Mikro. Heilige Dissonanz!!! Da würden sich meine Zehennägel sogar noch durch Stahlkappen-Boots aufbiegen. Dermaßen viele penetrant falsche Töne hört man ansonsten eigentlich nur in den „Leider nein“-Einblendungen diverser Casting-Shows… na ja, Schwamm drüber!

Aber egal, der Punkt der Tagesordnung, wegen dem 99% der Anwesenden gekommen waren, steht nun bevor und eines wird schon nach kurzer Zeit augenscheinlich. Die Herren Traunig, Maierhofer, Sopracolle, Hormann und Peychär strotzen nur so vor Selbstvertrauen und man sieht ihrer mit breiter Brust vorgetragenen Performance zu jeder Sekunde die ungemeine Professionalität an, die sich Lost Dreams in den letzten Jahren durch ausgiebiges Touren (u.a. mit Six Feet Under und Illdisposed) erspielt haben.

Gute 70 Minuten dauert der perfekte Melodic Death Metal-Vortrag der Tiroler, der von Songs des brandneuen "Blinded By Rage" Albums und Liedmaterial vom Vorgänger "Wage Of Disgrace" (zum Review…) dominiert wird. Hier an dieser Stelle einzelne Songs herauszupicken, macht gar keinen Sinn, denn als objektiver Beobachter kann – nein – MUSS man, ohne dabei jeglichen Lokalpatriotismus in die Waagschale werfen zu müssen, ganz einfach konstatieren, dass bei dieser Band das gesamte Paket zu 100% stimmt. Das ausgeklügelte Songmaterial, die souveräne Live-Präsentation, die handwerklichen Fähigkeiten – die Herrschaften agieren absolut in jeder Hinsicht auf internationalem Level. Erstaunlich wie arschtight und auf die Zehntelsekunde präzise sich die Rhythmusfraktion durch die Prärie pflügt und damit die Basis für die mehr als solide Gitarrenarbeit des Klampfen-Duos legt. Und wenn man dann obendrein wie im Falle von Lost Dreams noch einen charismatischen jungen Frontman besitzt, der dieser Bezeichnung mit seinem Stage-Acting auch gerecht wird und darüber hinaus mit seiner Stimmband-Power jeden letzten minimalen Funken an Provinzialität abzutöten vermag, dann besitzt man als Band alle Voraussetzungen zum Erfolg.

Das Publikum bedankt sich für die großartige Vorstellung an diesem Abend mit großem Applaus und schickt den heimischen Fünfer mit dem an diesem Abend vorgestellten neuen Album "Blinded By Rage" im Gepäck hinaus in die große weite Welt, um die Erfolge einzufahren, die sich diese Band verdient hat. Denn ganz ehrlich, die Anzahl an Festivalbühnen, auf denen Lost Dreams in dieser Verfassung keinen Platz hätten, die ist nur mehr ganz spärlich.

Setlist – Lost Dreams - 25.11.2011 – Weekender/Innsbruck

Living In The Mass
Painted Man
Fear Me
Fall Of The World
Medley (Evil Unleashed/Silent Mayhem/XTC In Blood/Infernal Voices)
Demons Call My Name
I Curse You
Wage Of Disgrace
Death Machines
Secrets

Dust To Dust
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