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Asphagor - High Qualitiy Black Metal aus Tyrol
Asphagor - High Qualitiy Black Metal aus Tyrol  
Eine Band im Höhenflug, jedoch kein Kollektiv aus Skandinavien. Nein, aus dem beschaulichen Angerberg nahe Kufstein stammen die Jungs von Asphagor, die seit weit über eine Dekade mit Willen und Schöpfergeist die Szene bereichern. Gitarrist Hybreos nahm sich die Zeit, unsere Fragen sehr akribisch zu beantworten. Vorhang auf!
Werner
Werner
(52 Interviews)
DarkScene: Hallo Hybreos! Asphagor gibt es seit 2007. Ihr konntet euch Stück für Stück etablieren und habt euch vor allem im Livesektor einen guten Ruf erspielt. Nun schreiben wir 2023. Obwohl es einem Künstler nicht immer leicht gemacht wird – rückblickend kann man als Member von Asphagor auf das bisher Erreichte stolz sein, oder?

Hybreos: Vielen Dank zuerst mal für’s Interview! Mit März bin ich nun seit zehn Jahren Mitglied der Band und habe bei den letzten beiden Alben mit geschrieben sowie live auch die eine oder andere Tour erlebt. Für mich ist und bleibt das Live-Spielen stets Dreh- und Angelpunkt unserer gesamten Existenz und mit entsprechendem Pathos gehen wir auch auf die Bühne, um immer 110% zu geben. Mich freut, dass unsere Auftritte gute Resonanz verursachen und genauso hoffen wir, wird es auch auf unserer Europatour mit Dark Fortress und The Spirit diesen Mai sein. Die Richtung vorwärts gibt einem ein gutes Gefühl und es erfüllt einem mit Stolz, dass die eigene Arbeit, welche man in die unterschiedlichsten Bereiche des Banddaseins steckt, zu Ergebnissen führt. Wie man dieses und letztes Jahr bereits mitbekommen hat, ist es zunehmend schwieriger geworden, als Künstler zu bestehen. Vor allem im Musiksektor hat man (inflationsbedingt) mit einigen Preissprüngen bei Merchandise, Tourbusen und am Sprit zu kämpfen. Das lässt natürlich die Gagen steigen und Venues mit Merch-Cuts aufwarten lassen. Wenn ich mir anschaue, dass somit Bands wie Mayhem ihr Merch in nem Lieferwagen vor der Location verkaufen, finde ich hat der individuelle Beitrag der Fans einen noch höheren Stellenwert, die Existenz von Bands zu unterstützen.

DarkScene: Die elf Tracks von "Pyrogenesis" wirken sehr ausgereift, Komplexität und Eingängigkeit, sowie Brutalität und Filigranität halten sich für meine Auffassung schön die Waage. War das ein vordergründiges Thema beim Songwriting oder entstand alles mehr aus dem Bauch heraus?

Hybreos: Vielen Dank! Wir sind ins Songwriting mit einem gewissen Anspruch an uns selbst gegangen. Grundsätzlich starten wir unser Songwriting immer im Privaten, jeder für sich, und die Ideen werden im Proberaum ausgetauscht, besprochen und ergänzt. Beispielsweise kommt M.E. mit einem Riff, wir versuchen uns kollektiv an einem Folgeriff oder ich schreibe ein Lead dazu und das Netz wird weitergesponnen. Ich könnte dabei nicht sagen, dass wir währenddessen mit dem Gedanken herangetreten sind, etwas „komplexer“ oder „brutaler“ zu machen. Die Songs fallen einfach großteils so, wie wir sie im kollektiven Naturell zusammenbasteln. Natürlich hat M.E. mit seiner Doppelbeschäftigung als Drummer und Gitarrist (im Songwriting und Recording) zu 90% immer bereits das passende Drum-Lick im Kopf. Ich bin um dieses Setup sehr froh, und freue mich auch bereits wieder auf die Arbeiten am Folgealbum.



DarkScene: "Pyrogenesis" ist ein Begriff, der natürlich mit dem Element Feuer im Kontext steht. Ist es das Grundthema der ganzen Scheibe? Ich werf mal en paar Worte in den Ring. Höllenfeuer, Transformation, Reinigung, Vernichtung, Verbrennung alter Werte, sei es in materieller, spiritueller und ideologischer Hinsicht. Was ist die Message?

Hybreos: Der Titel des Albums ist angelehnt and das Gedicht „Prometheus“ von Johann Goethe, das ich um die Zeit des Releases von "The Cleansing" las. Die Gabe der Flamme, die gedankliche Geburt aus dem Feuer war danach ein Thema, das mich einige Zeit beschäftigte und zu dem Titel "Pyrogenesis" führte. "Pyrogenesis" ist zwar kein Konzeptalbum wie sein Vorgänger, doch machte der logische Fortschritt von der Reinigung zur Flammengeburt irgendwie Sinn und blieb uns in Erinnerung, womit die Wahl dann darauf fiel. Im gleichnamigen Song und den Lyrics, geschrieben von Gitarrist M.Zanesco, geht es um die Idee, dass großer Einfluss und Erleuchtung aus dem Funke der Inspiration entstehen kann. Der Text beschreibt den Aufstieg zur Macht und potenzielle Konsequenzen die dieser mit sich bringt, mit besonderer Hervorhebung des destruktiven Potenzials dieser Gewalt, die dennoch transformative und kreative Fähigkeit inne hat.

DarkScene: "Pyrogenesis" klingt trotz vieler Arrangements, hoher Skills und diverser Stimmungen äußerst homogen. Wie hat sich das Songwriting gestaltet? Speziell wegen der Lockdown Phasen. Wer ist das Zugpferd beim Komponieren?

Hybreos: Wie oben bereits beschrieben gestaltete sich der Kompositionsprozess als gemeinsamer. Wo bei "The Cleansing" noch M.E und ich sowie Morgoth an den Lyrics allein die Feder schwangen, sind wir bei "Pyrogenesis" mit einem Quintett nicht, wie anmutend, in mehr Komplexität, aber in mehr Fülle an Ideen getaucht. Instrumentell war uns irgendwann die Richtung des Albums klar und so erbten wir diese unsere Wellenlänge auch für Songs, die dann einzelne Personen großteils alleine schrieben (bspw. "Ghost of Aphelion" durch M.E., "The Great Erosion" durch M.Zanesco und "Pavor Nocturnus" durch mich). Die treibende Kraft des Songwritings würde ich M.E. zuschreiben, welcher oftmals der Initiator eines Songs ist und in etwa die Hälfte aller geschriebenen Musik von Pyrogenesis schrieb. Bei den Texten haben wir allen Beteiligten freien Lauf gelassen. Manch einer kam aus dem Ärmel geschüttelt, manche benötigten mehr Bearbeitungszeit. Hier kann ich sagen, dass das Gros der Arbeitdurch M.Zanesco und Morgoth passierte. Mit den Lockdowns wurde natürlich von vorangegangenen Punkten, jedoch auch weiterführenden, nichts leichter. Wir mussten uns entlang der Richtlinien organisieren und daher blieb vorher beschriebener Kollektivprozess leider manchmal auf der Strecke. Wir hörten allerdings niemals auf, Ideen zu sammeln. De Facto war unser Songwriting im Winter 2020 bereits beendet und wir erlebten aber auch, bereits vereinbarte Recording-Termine auf Unbestimmt zu verschieben, womit sich das Album schlussendlich um etwa eineinhalb Jahre verzögerte. Das gab uns wiederum aber Zeit, die Pre-Production sehr detailliert auszuarbeiten inkl. einer Richtungsvorgabe für die klangliche Qualität der Scheibe. Einen großen Faktor der Homogenität würde ich nebst Songwriting und der Pre-Production auch Vic Santura zuschreiben, welcher es verstand, unsere Vision für das Album richtig umzusetzen. Wir sind froh darüber, mit Victor einen versierten Partner gewonnen und mit ihm zusammengearbeitet zu haben.



DarkScene: Auf welchen Track bist besonders stolz?

Hybreos: Hier würde ich den Titeltrack "Pyrogenesis" heranziehen. Dieser hat viele verschiedene Genreeinflüsse, von Old School Death Metal, über Black bis hin zu Thrash Metal und im Refrain bis zu 8 parallele, individuelle Gitarrenspuren (live eine valide, aber gut umsetzbare, Herausforderung). Außerdem ist das der Track, für welchen wir zusammen mit Christian Höll (Vinsta) und Walter Fanninger ein Video produzierten. Einer der anspruchsvollsten Tracks des Albums, welcher immer wieder Spaß macht, live zu spielen.

DarkScene: V. Santura ist ein viel beschäftigter Produzent, euer Demo zu "Pyrogenesis" muss ihn wohl sofort überzeugt haben oder war ihm schon "The Cleansing" zu Genüge bekannt, dass er nicht lange überlegen musste, "Pyrogenesis" zu mischen und zu mastern?

Hybreos: Wir traten mit Vic das erste mal aus komplett anderer Motivation im Jahr 2018 in Kontakt und gaben ihm "The Cleansing" damals mit auf den Weg. Einige Zeit später war für uns die Wahl des Produktionsstils klar, fragten bei Vic an, welcher wiederum Interesse zeigte, das Album für uns zu mischen und zu mastern. Die Zusammenarbeit war mit Vic stets auf einem hochprofessionellen, sehr amikablen und pragmatischem Niveau. Den letzten Feinschliff (und die letzte Gitarrennote) gaben wir gemeinsam in seinem Woodshed Studio bei Landshut. Ich kann angesichts des Endergebnisses nur meinen Hut ziehen.

DarkScene: Der Sound ist für meine Begriffe schier tight. Man hört alle möglichen Feinheiten raus, gleichzeitig ist aber viel Druck und Power am Kessel. Die komplette Atmosphäre ist grandios. Seid ihr in den Tagen der VÖ immer noch zufrieden? Oder würdest Du was verändern wollen?

Hybreos: Bereits einige Zeit auf dem Album sitzend, tangierten uns die verschiedensten Gefühle. Wir haben von großer Euphorie bis Zweifel am Langspieler alles dabei gehabt. Das ist aber denke ich bei der durch Big C verursachten Latenzen normal. In diesen Tagen, um den Release, sind wir jedoch alle überzeugt, ein starkes Stück veröffentlicht zu haben, an welchem wir nichts mehr ändern würden.



DarkScene: Wo siehst Du die wesentlichen Unterschiede zwischen dem Vorgänger "The Cleansing" und "Pyrogenesis"?

Hybreos: Wie eingangs erwähnt, ist die Songwriting-Besetzung von einem Trio auf ein Quintett angestiegen. Abseits des personellen, finde ich, haben wir uns auf "Pyrogenesis" ein mehr getraut als bei "The Cleansing". Generell ist die Atmosphäre, auch bedingt durch die Produktion, eine andere, für mich persönlich geradezu als „Aufbruchsstimmung“ wahrgenommen. Ernsthafterweise hat man als Co-Writer des Albums aber ohnehin eine komplett andere Wahrnehmung als der Hörer. Somit stelle ich jedem frei, seine eigenen Parallelen sowie Unterschiede dingfest zu machen.Wir wollten mit "Pyrogenesis" ursprünglicherweise weniger Songs mit jeweils kürzerer Laufzeit (um so eine Vinyl-LP zu passen) kreireen, was sich dann aber aufgrund des Ideenreichtums als No Go herausstellte. Wir machten schlussendlich keine Abstriche und entschieden uns, erstmalig ein Album als Vinyl, in diesem Falle sogar teurere Doppel-Vinyl, herauszubringen.

DarkScene: Perchta hat sich mittlerweile auch einen Namen in der Szene gemacht, "Ufång" war bekanntlich ihr erster Schritt, sich auf Tonträger zu präsentieren. Für den Track "Matricide" konntet ihr sie engagieren, was dem Ganzen zusätzlich Würze verleiht. War das schon länger am Plan, weil man sich quasi eh um die Hausecke herum kennt?

Hybreos: Ich habe auf dem Album "Ufång" alle Rhythmus- und Lead-Gitarren aufgenommen bin ebenso Teil der Band. Die Inspiration, Perchta am Track "Matricide" ebenso zu inkludieren, kam uns bereits beim Songwriting und so besuchte sie uns bei den Aufnahmen der Vocals und gab uns dankenswerterweise ihre Parts mit.

DarkScene: Eine anstehende Tour mit Dark Fortress hat man auf die Beine gestellt. Ein kleiner Traum und Befreiungsschlag, vor allem nach dem verfluchten Corona Wahnsinn? Entstand die Idee des Supports aufgrund Album Engagements von V. Santura, dessen Band danach still gelegt wird?

Hybreos: Als großer Fan von Dark Fortress muss ich veritabel sagen, dass hiermit natürlich ein kleiner Traum für mich wahr wird. Ich folge der Band seit ihrem Release "Séance" und wir durften bereits einige Male die Bühne teilen, jedoch ist diese Tour ein Sahnehäubchen mit bitterem Wermutstropfen, dass die Band sich nach der Reise auflöst. Ursprünglich war geplant, dass wir mit DF bereits in 2021 ihren Album-Release zu "Spectres of the old World" live bei ein paar Konzerten zelebrieren, welche dann allerdings wegen Corona abgesagt werden mussten. Dadurch wurde auch die Idee des Europatour-Supports konkretisiert.



DarkScene: Charakterisiere mit kurzen Schlagworten die bisherigen Releases von Asphagor:

Hybreos: "Havoc" (2010) – unser Debütalbum, aufgenommen von meinen früheren Bandkollegen inkl. Mitgründer M.E., ein klassisches Stück Black Metal mit alpenländischem Kontext und die Begründung von Asphagor als „Tyrolean Hell“

"Anti" (2013) – das erste Album, das ich live als Mitglied bespielen durfte. Ein Hassbrocken, der sich gegen alle Religionen gleichermaßen richtet und mit seiner Eingängigkeit punktet.

"The Cleansing" (2018) – das erste Album, das ich zu großen Teilen mitschrieb. Ein Konzeptalbum, das die Reise eines Protagonisten entlang der Metapher des alchemischen Prinzips des Opus Magnum vom Königskomplex, über Erkenntnis des Solipsismus bis hin zur Selbstaufgabe der Seele im
unendlichen, sich wiederholenden Kosmos darstellt.

"Pyrogenesis" (2023) – Die Geburt aus der Flamme. Unser bisher stärkstes Werk und der Grund für dieses Interview.

DarkScene: Welche Highlights gab es in eurer Karriere? Und welche Hoppalas?

Hybreos: In der Bandhistorie gab es einige Perlen, die hier herausstechen: einerseits die Tour mit Agrypnie, Totalselfhatred und Arroganz, oder jene mit Negator und Eis, einige Festivalauftritte am Dark Easter Metal Meeting und diversen anderen. Eine schöne Erinnerung ist auch ein Konzert, wo der Promoter vergaß, das Event zu bewerben und wir vor drei zahlenden Gästen und einer Ziege (!) spielten.

DarkScene: Bei allem Respekt für ein Label wie MDD, wollt ihr in Punkto Vermarktung etc. diese Rahmenbedingungen beibehalten oder würde man bei passender Gelegenheit einen dicken Fisch annehmen (Napalm, Season of Mist etc.)?

Hybreos: Wir haben mit MDD einen starken Partner, welcher uns für "The Cleansing" und "Pyrogenesis" in allen Bereichen sehr gut unterstützt und wo die Zusammenarbeit einen klaren Mehrwert für die Band darstellt. Grundsätzlich sind wir soweit sehr zufrieden mit der Arbeit von Markus und Kai. Was
die Zukunft bringt, bringt die Zukunft.

DarkScene: Welche Musiker haben Dich am meisten geprägt?

Hybreos: Hier könnte ich eine ellenlange Antwort geben, ich versuche mich also zu beschränken und das Namedropping nicht allzu auszureizen - hoffentlich gelingt das. Meine anfänglichen Inspirationen, Gitarre spielen anzufangen, erhielt ich von Morbid Angel und ihrem "Gateways to Annihilation" und "Heretic" Album, wo letzteres im Fan-Tenor vielleicht als sehr untypischer Favorit gilt. Trey Azagthoths Riff- und Soloarbeit ist mir aber, vielleicht am meisten von allen Einflüssen, ans Herz gewachsen, das sich vielleicht auch in dem einen oder anderen Riff auf "The Cleansing" oder "Pyrogenesis" widerspiegelt. In dieser Zeit habe ich auch Michael Amott und Bill Steer auf Carcass "Heartwork" vergöttert und das ganze Album zu spielen gelernt. Chuck Schuldiners Alben mit Death ab "Human" waren ebenso wichtige Zugänge, genauso wie Jeff Hannemans Riffs bei Slayer prägten mich. Dirk Verbeuren’s auf "Goremageddon" von Aborted faszinierte mich lange Zeit, genauso wie Derek Roddy auf der "I, Monarch" von Hate Eternal. Thordendal und Mårten Hagström von Meshuggah gaben auf "Destroy Erase Improve" eine gute Latte an Komposition vor und öffneten meinen Geist für die progressivere Seite der Musik und auch für die Gitarrenarbeit von Allan Holdsworth oder Paul Masvidal, Jason Gobel und Tymon Kruidenier von Cynic, oder Kelly Shaefer von Atheist. Um bei Solo-Gitarristen allgemein zu bleiben, wären Steve Vai, Yngwie Malmsteen, Al di Meola, Paul Gilbert und John Petrucci große Namen, die mir Verständnis von Harmonie näherbrachten. Honorable mention ist Jonas Bryssling von Spawn of Possession, an dessen Kompositionen ich mir bis heute mir die Zähne ausbeiße. Im Black Metal sind es vor allem Quorthon, Vic Santura, Tom G. Warrior, Ivar Bjørnson, Rune Eriksen, Watain, Hoest, Proscriptor McGovern, welche mich beeinflussten. Modernere Namen und wesentliche zeitgenössische Einflüsse inkludieren Michael Keene (The Faceless), Kyle Rasmussen (Vitriol), Paul Waggoner (Between the Buried and Me), Navene Koperweis (Entheos, Fleshwrought), Simon Hawemann (Nightmarer), die Band Ulcerate und der Improv-Pianist Tigran Hamasyan.



DarkScene: Welche Genre gehen gar nicht, welche außer Metal inspirieren Dich sonst?

Hybreos: Es gehen grundsätzlich alle Genres (ja damit meine ich alle auf diesem Meme des Genre-Eisbergs), solange das Songwriting überzeugt. Ich tauche gerne auch in Jazz, Rock, Klassik, Funk und manchmal Pop bzw. Hip Hop ab - stay open-minded, but selective!

DarkScene: Was präferierst Du: Vinyl, Polykarbonat, Tape oder mp3?

Hybreos: Vinyl, CD und Mp3

DarkScene: Die Szene hat sich in letzten Jahren bzw. Jahrzehnten sehr verändert, hat sich überspitzt gesagt vom Rebellendasein in Richtung Bürgermitte verschoben. Die Vermarktung des Metal stinkt mancherorts nach totalem Ausverkauf. Tangiert Dich das im Sinne des Fremdschämens oder kannst
Du das für Dich gut separieren?

Hybreos: Hier muss ich unterscheiden, ob ich die Situation als Musiker oder als Hörer beurteile: Trends kommen und gehen. Mich tangiert das Ganze als Hörer erst, sobald eine Band, die ich gerne höre, sich selbst bewusst beschneidet und Verkaufszahlen gegenüber eigenem Potenzial Vorrang gibt. Metal in seiner etwas über 50 Jahren Bestandszeit als „unpopuläre Populärmusik“. Ich vertrete die vielleicht kontroverse Meinung, dass Subkulturen und Nischen sich nach den Trends bilden, welche von Labels befeuert werden. Was den Black Metal angeht, ist die Bevölkerungsdurchdringung vermutlich so groß wie noch nie, aber der Markt in Europa wird hierbei geradezu überschwemmt von einer Welle der Mittelmäßigkeit, welche offenbar bei Leuten gut ankommt. Als Musiker blutet mir hier das Herz, wo Originalität der Massentauglichkeit weicht. Make Black Metal dangerous again!

DarkScene: Wohin geht die Reise noch von Asphagor? Welche Länder wollt ihr noch erreichen mit dem Touren? Für mich habt ihr das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.

Hybreos: Die Vorstellungen enden hier bekanntlich nie und mit der Europatour im Mai ist für uns bereits ein großer Schritt getan. Nun, die beiden amerikanischen Kontinente, sowie Osteuropa wären kein schlechtes Ziel. Wir sehen, welche Opportunitäten sich noch auftun, und danken dir auf jeden Fall für deine Worte!

DarkScene: Danke für das Interview, Hybreos. Willst Du noch ein paar Worte hinterlassen für das Metal Volk?

Hybreos: Hört euch "Pyrogenesis" an und besucht unsere Konzerte entlang der Cosmic End Tour mit Dark Fortress und The Spirit im Mai diesen Jahres!

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