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Cover  
Striker - Play To Win (CD)
Label: SAOL
VÖ: 26.10.2018
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Art: Review
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UwePilger
UwePilger
(41 Reviews)
7.5
Fast schon im Einjahrestakt bescheren uns die Kanadier Striker ein neues Album und gehen ihren eingeschlagenen Weg konsequent weiter. Bereits mit "Stand in the Fire" 2016 war eine deutliche melodischere Ausrichtung zu bemerken, welche sich dann, mit dem doch eher biederen und langweiligeren selbstbetitelten Album von 2017 fortsetzte. Zu einfach und belanglos klangen die Songs und keiner blieb irgendwie in meinem Ohr hängen.

Dies hat sich (zum Glück) mit "Play To Win" wieder geändert. Obwohl der Härtegrad nochmals um einiges reduziert wurde, lässt einen das Album nicht so schnell zurück und allen Songs ist ein riesiger "Haftungswert" zu bescheinigen.
Der noch vor einigen Jahren vorherrschende, typisch kanadische, Speedmetal mit großem US Metal Einschlag ist so gut wie verschwunden und man findet sich im Hardrock-Melodic-AOR Bereich wieder. Aber dies ist alles andere als ein Beinbruch. Striker machen dies spürbar aus musikalischer Weiterentwicklung (eigentlich hasse ich dieses Wort wenn es um Musik geht) und vor allem, sie machen es richtig gut.
Tolle Melodien und so gut wie alle Songs sind mit Hitpotential ausgestattet.
Der Opener "Heart of Lies" lässt noch am ehesten an die "alten" Striker zu "Stand In The Fire" und "City Of Gold" Zeiten erinnern. Was verwunderlich ist, kein Song fällt irgendwie aus dem Rahmen, alle klingen am Ende des Tages, trotz der wiederholten Stilkorrektur, allesamt nach Striker.
Die beiden für mich besten Songs auf "Play to Win", "On The Run" und "The Front", sind Oberknaller melodischer Art wie man sie selbst von den "Großen" dieser Genres nicht mehr oft zu hören bekommt.
Einzig und allein mit Balladen werde ich in diesem Leben nicht mehr klarkommen. Dies allerdings lässt sich verschmerzen, sind es dieser doch nur..naja anderthalb. Schwerer wiegt der wieder mal programmierte Drumsound. Man hat sich ja irhgendwie schon damit abgefunden, trotzdem hätte man etwas weniger dran klicken dürfen.

Fazit:
Im Gegensatz zu vielen hochgezüchteten (ich denke da an Frontier Records und ihren inflationären Output) und am Reißbrett geplanten Melodic/AOR/ Hardrock-Combos, klingen Striker immer noch wie eine echte Band und sollten sowohl den alten Fans wie auch denjenigen, denen die Kanadier bisher zu wild waren, gefallen.


Trackliste
  1. Heart Of Lies
  2. Position Of Power
  3. Head Of Power
  4. On The Run
  5. The Front
  1. Play To Win
  2. Standing Alone
  3. Summoner
  4. Heavy Is The Heart
  5. Hands Of Time
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