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Cover  
Architects Of Chaoz - (R) Evolution (CD)
Label: Metalville
VÖ: 25.05.2018
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Art: Review
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Alex Fähnrich
Alex Fähnrich
(127 Reviews)
9.0
Die Architects Of Chaoz mussten nach ihrer Trennung von Paul DiAnno eine Menge Scheiße fressen. An so etwas kann eine Band zerbrechen oder aber enger zusammenwachsen. Bei Gonzo, Dom, Andy und Joey ist letzteres eingetreten. Man hat sich mit Titta Tani (Ich will an dieser Stelle keine billigen Namenswitze hören, der Mann ist halt Italiener!) einen neuen Sänger gesucht, der sowohl persönlich als auch gesanglich besser zur Band passt als sein Vorgänger und mit "R)Evolution" ein Album eingezimmert, welches den saustarken Erstling "The League Of Shadows" sogar übertrifft.

Wie selbstbewusst die Jungs sind, zeigt sich gleich beim Opener "Rise", in den man mit einer Maiden-Gedächtnis-Gitarrenharmonie einsteigt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…Bei der zweiten Nummer "Dead Again" bekommt Titta Unterstützung von Metti, der mit Gitarrist Andy Ballnus bei Perzonal War zockt und den eine enge Freundschaft mit den Architects verbindet. Das Stück ist genau wie das folgende ‚Hitman‘, welches bereits vorher veröffentlicht wurde, mit einer coolen Hookline ausgestattet. Und wieder diese doppelstimmigen Gitarrenharmonien…Joey und Andy haben hier, wie auch bei etlichen Riffs und Soli (Nevermore, anyone?!), wirklich ganze Arbeit geleistet.

Mit "A Moment Of Clarity" kommt die erste Zäsur, denn man geht erstmals vom Gas und der Hörer wird von einem tonnenschweren Basslauf und Doms gnadenlos Magengruben bearbeitenden Doublebass-Drums in die Mangel genommen. Den Vogel schießt allerdings Tani mit seinem Gesang ab, der total unter die Haut geht. Ein Break und plötzlich geht die Post ab…noch ein Break und Akustikgitarren leiten wieder ins Midtempo über. Sowas ist genau nach meinem Geschmack. Das beste Stück bis hierher und mit knapp sieben Minuten auch das längste.
"All Play Dead" spielt ein weiteres Stilmittel der Architects Of Chaoz aus, welches auch schon bei den vorangegangen Songs geschickt eingesetzt wurde: Gangshouts. Ich freue mich schon jetzt auf`s Mitgrölen bei den anstehenden Shows. Was besonders bei den instrumentalen Passagen auffällt, ist die extrem transparente Produktion, die wirklich jedes Instrument optimal zur Geltung bringt. Chapeau, Martin Buchwalter (Gernhart Studios im…hüstel…schönen Troisdorf)! "Century Of Cancer" ist danach ein fieser Midtempo-Stampfer, der dem ernsten Thema gerecht wird.



Mit "Into The Fire" kommt dann der erste kleine Hänger. Zumindest bei mir will es nicht so recht zünden, vielleicht weil der Titel von Savage Grace schon so legendär besetzt ist. Was soll`s, bei insgesamt 13 Tracks und über einer Stunde Spielzeit ist der ein oder andere Füller fast unumgänglich. Wenigstens Gonzo scheint beim Slappen seines Basses richtig Spaß zu haben. "Hollow Years" haut dafür wieder so richtig ins Met, um dann mit einem zuckersüßen Refrain zu punkten.
Bei "Pressure" will man einfach wieder die Faust gen Himmel strecken und so richtig Abbangen. Ich wage zu prognostizieren, dass dieser Gassenhauer künftig ein fester Bestandteil der Setlist sein wird. Tittas Gesangslinien in "Farewell" sind (nicht zum ersten Mal) fast schon Ray Alder-like und lassen mein Fates Warning-Herz höher schlagen. Wenn da nicht der Gonzo seine Prog-Finger im Spiel hatte…
Bei "No Way Out" liefert sich Bandintimus Schmier (Panzer, Destruction – ach was?!), der die Architects quasi mit ihrem neuen Sänger verkuppelt hat, ein fesselndes Gesangsduell mit Titta. Scheiße, der Typ kann ja richtig singen! Also Schmier, meine ich. Spaß…ich liebe den Kerl…"BESTIAL INVASION"!!! Aber zurück zu den AOC: Mit "Bloodrain Falls" folgt leider der zweite Filler, bevor "The Pulse Of The Sun" dieses großartige Album fast schon besinnlich, aber dafür umso gänsehäutiger beschließt ("Whatever comes around / and come what may / You can`t be who you were" – Das klingt fast schon autobiografisch.).

Andy, der auch noch ein begnadeter Grafiker ist, durfte sich so richtig austoben, so dass "(R)Evolution" in etlichen Varianten auf CD, Vinyl und sogar Tape erscheint, die teilweise nur direkt bei der Band erhältlich sind ( http://www.architectsofchaoz.de/). Im Saarland wurde durch Joey teilweise sogar schon persönlich zugestellt. Jedenfalls dürfte für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas dabei sein. Die Deluxe-CD-Variante, die ich mir ausgesucht habe, kommt in einer Schachtel inklusive Aufkleber und dickerem Booklet. Wer solcherlei Firlefanz nicht braucht, ist auch mit der Basis-Digipak-Variante gut bedient.

Zusammenfassend erlebe ich auf "(R)Evolution" eine Band, die irgendwo zwischen Power, Prog, Groove, Speed und klassischem Metal ihren eigenen Stil gefunden hat und weder in der Vergangenheit, noch heute und auch nicht künftig, irgendwelche großen Namen braucht, um gehört zu werden. Mit Titta Tani hat man einen variablen und vor allem integren Vokalakrobaten gefunden, der auch live schon seine Klasse unter Beweis gestellt hat und das, wo er doch eigentlich gelernter Schlagzeuger ist.
Der Albumtitel kommt schließlich nicht von ungefähr. Passt irgendwie zu diesem sympathischen Haufen Chaoten. In diesem Sinne: ENJOY THE CHAOZ!!!

Trackliste
  1. Rise
  2. Dead Again
  3. Hitman
  4. A Moment Of Clarity
  5. All Play Dead
  6. Century Of Cancer
  7. Into The Fire
  1. Hollow Years
  2. Pressure
  3. Farewell
  4. No Way Out
  5. Bloodrain Falls
  6. The Pulse Of The Sun
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