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Cover  
Stigmata - Solum Mente Infirmis (CD)
Label: Limb Music
VÖ: 1997
Art: Classic
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DarksceneTom
DarksceneTom
(2899 Reviews)
Dieser Classic Review liegt schon lange in der to-do Röhre. Es war nur eine Frage der Zeit bis Kollege Werner oder eben meine Wenigkeit damit anfangen würde, die Zeilen zu diesem damals gemeinsam für uns entdeckten und so herrlichen Kleinod, diesem perfekten Album in die Tastatur zu hämmern. In diesen Tagen, wo das Erbe von Stigmata im Geiste von Günter Maier und in Form des großartigen neuen Crimson Cult Albums "Tales Of Doom" nicht nur weiterlebt, sondern neuerlich zur Perfektion getrieben wird, scheint die Zeit dafür genau richtig…

Wenn ich hier nun vom besten österreichischen Power Metal Album aller Zeiten erzähle, werde ich nicht nur wehmütig und traurig ob der Ungerechtigkeit des Musikbusiness, sondern erzähle auch von einer Pressung, die im Jahre 1997 nicht nur meine Metal Seele weggeblasen hat, sondern auch bei der damaligen "Unerhört!" Undergroundaktion des Rock Hard Magazins für Aufsehen sorgte und im 1998 mit anderem Artwork und via Noise re-released wurde.

Stigmata, die Salzburger Band um Gitarrenkönner, U8 Gründer und Songwriting-Genie Günter Maier hatte zeitlebens Pech, unerwartete Probleme und konnte sich nicht zuletzt deshalb, trotz großartiger Releases erstrangig immer "nur" darüber freuen, dass sie in Insiderkreisen und im internationalen Underground wahre Helden waren.
Hört man sich "Solum Mente Infirmis" und seine großartigen Nachfolgealben einst wie heute an, dann versteht man das ebenso wenig, wie die leidigen Querelen zur Namensgebung der Band.

Allein der packende Aufbau und das alles niederwälzende Riffgewitter des unantastbaren "Greed Machine" war im Jahre 1997 für jeden Fan waschechter Power Metal Klänge eine Offenbarung. Ich kann mich noch sehr genau erinnern, wie mich dieser Song monatelang begleitete, wie sehr mich die Dynamik immer wieder an meine US-Power Helden Metal Church und Savatage erinnerte, und wie sehr ich Stigmata dafür liebte!
Die Nachfolgetat zur starken zweiten Big Heat Scheibe "Grand Omnious Dream" war und ist ein Meilenstein. Stigmata waren die perfekte Band und boten die perfekte Nahrungsergänzung für Power Metal Fans mit Hang zu technischer Finesse, treibenden Rhythmen und großartigen Gesangslinien und Refrains voll Emotion und Dichte. Nicht nur das Gitarrenspiel Günter Maiers war jeher ein Genuss. Vor allem die superben Vocals von Ritchie Krenmaier, der aggressive Power Vocals ebenso locker inszenierte, wie gefühlvoll tief unter die Haut gehende Momente, katapultierten diese Band endgültig in die allererste Liga der Szene.
"Solum Mente Infirmis" ist voller Dynamik, Energie und Spielfreude. Das Salzburger Quintett exerzierte brillantes Songwriting, verfeinerte seine spannend und eingängigen Power Metal Hymnen mit brettharten und schneidenden Gitarrenriffs, durchdachten Details und feinsten Arrangements. Der dramatische Titeltrack mit seiner tiefen Savatage Verbeugung, seinem packen Queensryche’schen Mittelteil, in dem Ritchie wie ein junger Dio oder Geoff Tate vor sich hin flüstert, und der vor kitschfreier Theatralik nur so strotzt, ist nur eines von vielen Beispielen für absolute Weltklasse.



"Solum Mente Infrimis" war und ist spannend, dramatisch, prickelnd, fesselnd, und einfach nur großartig. Allein wenn man sich die gefühlvolle Einleitung von "Bleedin’ Within" anhört, wenn man erlebt wie dieser packend aufgebaute Song mit all seinen unaufdringlichen Details unter die Haut geht, wächst und wie unfassbar Power Röhre Krenmaier hier neuerlich seine Stimme einsetzt, kann man daran nicht zweifeln. Stigmata hatten nicht nur 72 perfekte Minuten, neun durchwegs großartige Songs und einen der besten Sänger des Genres im Anschlag, sie klangen auch noch so herrlich amerikanisch und zeigten sich zudem immer weit weg von jeglichem Kitsch und unnützem Bombast.

"Ground Zero", das ausufernde "Sacred Man", das großartige "Just a Nautic Tale" oder ein zerbrechlich schönes "In Your Eyes" strotzen einfach nur vor Kreativität, Kraft und Klasse. Epische Iron Maiden/Dio Momente lassen sich in der durchwegs hart inszenierten Größe von Stigmata ebenso entdecken, wie manche Note großer Könner wie Fates Warning, Conception oder Wicked Maraya.

All das ist einfach nur herausragend und obwohl sich die Österreicher nie einer anderen Band anbiedern wollten und mussten, sind solche Komplimente ebenso wenig weit herbeigeholt, wie die Tatsache dass Stigmata zu Beginn ihrer Tage nicht zu unrecht mit weiteren absoluten Göttern des Genres, mit Savatage, Metal Church oder Dream Theater verglichen wurden.

Mehr Auszeichnung konnte man Ende der 90er Jahre kaum erhalten und auch die weiteren Alben, die Stigmata oder eben Stygma IV veröffentlichten waren ganz große Klasse.
Egal ob das unfassbar schöne und dem Debüt gleichwertige "The Court Of Eternity", das endgeile "Phobia", "The Human Twilightzone" oder "Hell Within":
Allesamt erste Sahne und unbeirrt in der unverkennbaren Tradition dieser Ausnahmeband gehalten, die die Fahne echten Power Metal auch in schlechten Zeiten und in Phasen, wo sich fast jede True- oder Melodic Band mit diesem Attribut schmücken durfte, hoch gehalten hat.

Stigmata waren die beste heimische Band aller Zeiten und konnten all ihre Kraft nicht nur auf Platte, sondern auch bei unzähligen großartigen Auftritten beweisen. Genau deshalb, und trotz der Tatsache dass sie zeitlebens weit unter Wert geschlagen wurden, haben sie sich wohl nicht nur in meinem Herz einen ganz besonderen Platz erkämpft.

"Solum Mente Infirmis" ist für mich das allerbeste Stück echten Power Metals, das unser schönes Österreich je hervorbrachte und ein absolut unumgänglicher Pflichttermin für jeden einzelnen, der komplexen und dennoch mitreisend eingängigen Metal mit Atmosphäre und Hang zu songdienlich progressiven Strukturen liebt.



Das Gute an einer schönen, aber irgendwie auch traurigen Geschichte? Günter Maier und Crimson Cult haben genau mit der VÖ ihres großartigen "Tales Of Doom" Albums exakt an jener Klasse angeknüpft, mit der Stygma IV aufgehört haben.
Mehr Heavy-, denn Power Metal, nicht mehr so progressiv aber dennoch unfassbar genial.
Also gleich weiter zum "Tales Of Doom" Review...
Trackliste
  1. Greed Machine
  2. Solum Mente Infirmis
  3. Bleeding Within
  4. Groundm Zero
  5. Sacred Man
  1. Just A Nautic Tale
  2. In Your Eyes
  3. Last Victory
  4. The Fool
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