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Black Label Society
17.03.2018, Rathaussaal, Telfs 
Grimmest Hits Tour 2018  
Die Grillsaison ist eröffnet! Wenn Zakk Wylde und seine Black Label Society erstmals in Tirol aufschlägt, um das fetteste Steak von New Yersey bis Telfs abzubrutzeln, dann kann das nur ein Fest werden....
DarksceneTom
DarksceneTom
(132 Live-Berichte)
Die Grillsaison ist eröffnet! Wenn Zakk Wylde und seine Black Label Society erstmals in Tirol aufschlägt, um das fetteste Steak von New Yersey bis Telfs abzubrutzeln, dann kann das nur ein Fest werden. "Sold-Out" prangert erwartungsgemäß über den Tourplakaten und alles andere wäre ein Frevel gewesen. Zakk ist nicht nur einer der besten und wichtigsten Gitarristen der letzten 30 Jahre, er ist auch eine der coolsten Typen der Szene und so ist es nur selbstverständlich, dass die Show im Rathaussaal zu einer fetten Starkstromparty und zu einem erwarteten Klassentreffen aller Altersklasse wird.



Pünktlich um 21:15 und nach einem extrem coolen Introsample aus Led Zeppelin- und Black Sabbath Classics, fällt der Vorhang und die Black Label Society startet mit einem monströs drückenden "Genocide Junkies" sagenhaft breitbeinig und mit den ganz dicken Eiern in ihren Set. Die Bühne ist schlicht, aber genau so wuchtig und erdig wie der Sound. Fette PA-Türme flankieren den Meister, der zumeist auf seiner Monitorbox thront, amtlich bangt und eine amtliche Gitarrenpose nach der anderen raushängen lässt. Zottelbär Zakk ist der Star des Abends. Ohne Zweifel ist seine Band verdammt gut, aber die prollige Frontsau mit den mächtigen Oberarmen und dem noch viel mächtigeren Gandalf-Bart ist und bleibt das Zentrum der Macht jeder Black Label Society-Show. Wenn Zakk den Griller anschmeißt, fliegen fette Steaks, Bier und Whiskey im blutigen Tiefflug durch die Szenerie. Es gibt keinen Platz für Kompromisse. Salat und sonstiger Schnickschnack haben hier nix verloren.

Das Fett muss tropfen, das Blut muss rinnen und genau so fühlt es sich an, wenn die Black Label Society ihren hemmungslosen Einstiegsdreier mit dem gnadenlos cool doomenden "Funeral Bell" und der "Suffering Overdue" zum lupenreinen Hattrick macht, um uns die Eier und die Eierstöcke gleichermaßen zu massieren.



Chapeau! Bereits jetzt kocht der Saal und schon jetzt rinnt jedem einzelnen das Wasser im Mund zusammen. Der Schweiß tropft uns auch schon bis in den Schritt und weil Zakk und Co. keineswegs zum Spaß vorbeigekommen sind, haut der Zottelbär mit dem obergeilen "Bleed For Me" gleich im Anschluss einen seiner wohl coolsten und geilsten Hits auf den Rost. Fetter geht's kaum. Die Stimmung kocht schon jetzt am Siedepunkt und der Lärm, den die Tiroler Metalheads und Rocker heute machen, wenn sie Mr. Wylde zum kollektiven Schreien auffordert, ist nahezu unglaublich.
Stadionatmosphäre und schweißtreibendes, energiegeladenes Clubfeeling gehen heute Hand im Hand im Rathaussaal Telfs. Sowas erlebt man auch nicht jeden Tag. Kein Wunder, dass Zakk's Posen immer noch breitbeiniger werden. Wie ein Titan steht er mit seinem coolen Gitarrenrepertoire vor der Menge und klopft sich die Brust wie einst King Kong am Empire State Building. Da passt der erste "Mafia" (zum Classic Review) Oberknaller "Suicide Messiah" natürlich wie die Faust auf's Auge. Testosteron pur und ein weiteres ganz großes Highlight eines ausgewogenen Querschnitts durch das mittlerweile 20- jährige Schaffen der Black Label Society.



Die Setlist ist superb, wenn auch mein kleiner (persönlicher) Wermutstropfen jener ist, dass es kein Song von "Order Of The Black" (zum Review) auf den Tour-Rider geschafft hat. Letztendlich ist das aber natürlich völlig egal. Umso mehr bestätigt der überzeugende "Grimmest Hits"-Part aus "Trampled Down Below ", "All That Once Shined" und "Room of Nightmares " die jüngste Einschätzung, dass die aktuelle Black Label Society ohne Zweifel eine der besten Scheiben in der Discografie der Amis ist (zum Review) .
Auch die fetteste Party braucht ihren besinnlichen Aspekt. Nur blutiges Fleisch, Whiskey und Bier geht dann doch nicht. Dass Zakk Wlyde ruhige Momente genauso gut kann, wie fette Bretter abzuholzen, ist hinlänglich bekannt und so werden "Bridge To Cross", "The Blessed Hellride" und das schlicht großartige "In This River", bei dem sich der Meister mit Stil und Andacht an den Flügel sitzt, genauso zu erwartet großen Highlights, wie der testosteronschwangere Rest des Sets.



Genug der Ruhe. Es war schön, es war fein. Jetzt wird aber wieder die kalte Sau auf den Spies gespannt und das nächste Bier muss auch her. Runterspülen, einstöpseln und wieder auf Starkstrom polen. Zakk steht wieder in der Mitte, nahbar, cool, echt und auch noch wirklich enthusiastisch wirkt er, der Herr Rockstar hinter seinem fetten Mikroständer mit dem markigen Kreuz drauf. "A Love Unreal" putzt uns den letzten Schmalz aus den Ohren, bevor die Black Label Society mit "Fire It Up" ihren wohl erdrückendsten und erbarmungslosest groovenden Hit anstimmt, um diesen zum unwiderstehlichen Höhepunkt des Sets zu krönen. Keine Ahnung, wie lange das Gitarrensolo nun wirklich war.

In jedem Fall war es großartig und keineswegs alltäglich. Man sieht nicht alle Tage, dass eine Größe wie Zakk Wylde mit Gitarre in der Hand durchs Publikum stapft, um minutenlang mitten in der Crowd zu solieren und Haut an Haut, Schwitz an Schwitz sozusagen, mit den Fans für Fotos um die Wette zu posen. Damit nicht genug, stapft Zakk mitsamt seinem sagenhaft old-schooligen (und gefühlt 3 km langen) Kabel an der Gitarre (und dem Kabelträger-Roadie im Windschatten) quer durch den Rathaussaal, übers Stiegenhaus sogar rauf auf die Oberränge, um von oben auf seine Fans zu posen, ohne auch nur eine Sekunde "nicht" weiter zu spielen. Richtig geil! Unnötig zu erwähnen, dass so eine Aktion die Menge in den Wahnsinn treibt.



So geht Rock N Roll meine Herren und da können sich viele junge Möchtegernrockstars einen fetten Brocken abschneiden. Am Ende des Tages und nach einer schweißtreibenden und restlos begeisternden Black Label Society- Show über 105 Minuten, ohne Schnickschnack und sinnlose Schnörkel, ohne Pausen und sinnlose Ansagen, darf ich mir wieder mal einen Satz von Hr. Gene Simmons ausleihen, der mitunter schon öfters für Unbehagen gesorgt hat, aber letztendlich immer wahr ist:

That's how the big boys do it!



Setlist:

1. Genocide Junkies
2. Funeral Bell
3. Suffering Overdue
4. Bleed for Me
5. Heart of Darkness
6. Suicide Messiah
7. Trampled Down Below
8. All That Once Shined
9. Room of Nightmares
10. Bridge to Cross
11. In This River
12. The Blessed Hellride
13. A Love Unreal
14. Fire it Up
15. Concrete Jungle
16. Stillborn

Es war die erwartet geile Party im Rathaussaal Telfs. "Telf lebt!" geht weiter und ist zu einer der beständigsten Größen der heimischen Konzertszene geworden. Einmal mehr wurde der Mut belohnt, einen wohl nicht wirklich billigen Hochkaräter ins Heilige Land zu lotsen. Als Dank bleibt eine denkwürdige Show und die Vorfreude auf das nächste Highlight in Telfs: Skid Row mit The Quireboys im Vorprogramm am 5. Mai.







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