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Rage
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Cover  
Rage - 21 (CD)
Label: Nuclear Blast
VÖ: 24.02.2012
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Art: Review
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DarksceneTom
DarksceneTom
(2758 Reviews)
8.5
"Bist du deppert!?!?" Was ist mit Rage passiert?
Hab ich das was verschlafen, oder haben Peavy Wagner, Victor Smolski und Andre Hilgers im Jahre 2012, und fast dreißig Jahre nach ihrer Gründung, einfach zufällig eines der vielleicht besten deutschen Metal Alben seit vielen Jahren am Start?

Auch wenn mir trotz eine Vielzahl starker Songs der letzte Funke Anziehungskraft bei Rage einfach zumeist gefehlt hat, und obwohl ich einige gute Alben der ehrlich arbeitenden und absolut authentischen Deutschen im Regal stehen habe: Den richtigen Volltreffer habe ich von Rage (abgesehen vom gelungenen Lingua Mortis Ausflug) bisher nicht erlebt. "21" wird meine persönliche Geschichte nun aber definitiv umschreiben!
Rage haben ein dermaßen treffsicheres und gelungenes Album am Start, dass ich es jetzt noch kaum glauben kann. Das geht los bei "Twenty One", einem amtlichen Metal Hit der sich mit höchst aggressivem Riffing wie selbstverständlich um einen superben Refrain schmeichelt und von Beginn an klar macht, dass es das Trio diesmal aber schon ganz genau wissen will. Perfekter Einstieg würde ich sagen und es soll keineswegs der letzte Höhepunkt bleiben. Bei "Forever Dead" knarzen nicht nur die Gitarren in bester Pantera Manier, auch die Vocals sind ungemein aggressiv und die Grooves fast schon unverschämt gut. Aber keine Angst: Trotz derber Sprengsel, deftig trashiger Note und trotz einer Schlagseite, die mich an Testament's "The Gathering" erinnert, ist auch dieser Song unverkennbar Rage. Verdammt gelungen und abermals mit einem sehr starken Refrain veredelt.
Der nächste Killer und es geht weiter im Takt!
"Feel My Pain" geht mit wunderbaren Melodic Metal Gitarrenläufen runter wie Öl, fesselt von Beginn an mit super Melodien und einem tollen Solo. Ein absoluter Hammer und nach dem progressiv gearteten Feuerwerk "Serial Killer", mit all seinen vertrackten Death Metal Passagen, rockt "Psycho Terror" wieder so ungemein fett und unverschämt mitreisend, dass es langsam fast schon kitschig wird.
Ich wieder hole mich: "Bist du deppert!?" Der nächste, ja der fünfte absolute Killersong in Folge!
Sollte mich "21" nach vielen Jahren der Überdrüssigkeit gar wieder zurück ins Rage Camp führen? Ich sage ganz deutlich "JA", während ich mir zum Brecher "Destiny" amtlich die Rübe abmontiere und in einen Stadionrefrain vom Allerfeinsten einstimme, während mein Herz beim epischen "Eternally" eine Stufe höher schlägt, und das brachiale "Concrete Wall" seinem Namen alle Ehre macht und die Bude zum Abschluss noch mal so richtig ausräumt.

Was haben Peavy und Mannen eingenommen, dass sie so einen Killer vorlegen? Klar, auch die letzten Rage Alben waren allesamt relativ gut, eine gewisse Langeweile konnte aber keines von ihnen glaubwürdig verstecken. Was die deutsche Metal Institution aber hier auf ihrem mittlerweile 18. Studioalbum abfackelt, ist bei Gott nicht von schlechten Eltern und eigentlich weit mehr als ich mir in diesem Leben jemals noch von ihr erwartet hätte.

Ich gehe hier gar soweit, dass "21" das vielleicht abwechslungsreichste, treffsicherste und wohl allerbeste Rage Album aller Zeiten geworden ist. Vom Sound bis zu den Gitarren ist hier nahezu alles perfekt. Die Vocals von Peavy sind zwar auch weiterhin nicht jedermanns Sache, aber ohne Wenn und Aber klasse, das Artwork macht auch was her und die Mischung aus Härte und Melodie, die Kombination aus Unmengen fetzcooler und beinharter Gitarrenriffs und Soli mit all den wirklich guten Ideen die diese Scheibe zieren, sollte sich wirklich kein Metal Fan entgehen lassen.
Ich hätte mir echt nicht mehr erwartet, dass ausgerechnet meine Wenigkeit mal einer Rage Scheibe eine Beinahe-Höchstnote einschenkt, aber "21" hat mich eindeutig eines Besseren belehrt!
Rage ballern uns nämlich ein derart ungeheuer kraftvolles, selbstsicheres und enorm vielfältiges Album vor die staunenden Mäuler, dass mir nur noch Eines zu sagen bleibt:

Nordrhein-Westfalen: Achteinhalb Punkte direkt aus dem Herz der Alpen!

Trackliste
  1. House Wins
  2. Twenty One
  3. Forever Dead
  4. Feel My Pain
  5. Serial Killer
  6. Psycho Terror
  1. Destiny
  2. Death Romantic
  3. Black And White
  4. Concrete Wall
  5. Eternally
  6. Rage-Race 2011
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