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Cover  
Poverty - Spiral Of Fear (CD)
Label: Metalville
VÖ: 29.04.2016
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Art: Review
Alex Fähnrich
Alex Fähnrich
(290 Reviews)
9.0
Da die Veröffentlichung des letzten Albums "Save My Soul" fast eine Dekade zurückliegt, hätte man auf die Idee kommen können, dass Poverty's No Crime das Zeitliche gesegnet haben. Weit gefehlt! Die Band besteht seit nunmehr 25 Jahren ohne Unterbrechung und hat sich wohl eher eine Kreativpause gegönnt. Nachdem Gitarrist Marco Ahrens und Drummer Andreas Tegeler zuletzt durch das Projekt Level Fields, gemeinsam mit Tausendsassa Alan Tecchio (u.a. Hades, Watchtower & Autumn Hour) auf sich aufmerksam machten, liegt mit "Spiral Of Fear" nun auch endlich ein neuer Output ihrer Stammcombo vor. Und was für einer! Um es vorweg zu nehmen, halte ich die neue Scheibe sogar für eine der besten in der sieben Alben umfassenden Diskografie der Niedersachsen. Natürlich haben die beiden Demos und die ersten Platten, insbesondere "The Autumn Years", nach wie vor einen ganz eigenen Charme, aber die Jungs haben im Laufe der Jahre natürlich dazu gelernt und lassen all die Erfahrung in "Spiral Of Fear" einfließen. Dementsprechend reif und professionell kommt dieses Werk daher. Damit meine ich nicht nur die saubere Produktion und das coole Cover (Okay, der Fehlerteufel hat sich ein wenig ins Booklet eingeschlichen.). Man hat insbesondere beim Songwriting eine ideale Balance zwischen Eingängigkeit und Progressivität gefunden. So geht "A Serious Dream" phasenweise fast schon als AOR durch, während der fast zehnminütige Rausschmeißer "Wounded" richtig schön heavy und verschachtelt ist. Saitengewichse und Egotrips waren bei PNC noch nie angesagt, so dass die Bandmitglieder ihre Spielkunst wieder Mal in den Dienst der Songs stellen. Ganz besonders gelungen ist dabei "The Ballad Of `91", welches uns zurück ins Jahr der Bandgründung und damit in die eigene Jugend befördert. Das waren noch Zeiten...und dieser Herzschmerz ("I won`t leave you again") ...herrlich! Das flotte Instrumental "The Fifth Element" sorgt für zusätzliche Abwechslung. Bei den restlichen Stücken brilliert Volker am Mikro.

Wer auf Keyboard-orientierten Prog steht und Bands wie Subsignal und Vanden Plas mag, ist bei Poverty's No Crime genau richtig. Zusammen mit der neuen Dante ist dies die bislang beste deutsche Veröffentlichung in diesem Jahr.

Trackliste
  1. The Longest Day 6:50
  2. Spiral Of Fear 6:44
  3. Fatamorgana 5:07
  4. A Serious Dream 7:21
  1. The Fifth Element 5:46
  2. The Ballad of 91 7:11
  3. Dying Hopes 7:05
  4. Wounded
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