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Cover  
Mustasch - Mustasch (CD)
Label: Nuclear Blast
VÖ: 08.01.2010
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Art: Review
RedStar
RedStar
(243 Reviews)
8.5
Spätestens seit dem Clip zu "Double Nature" vom 2007er Album "Latest Version Of The Truth" zum Review sind Mustasch einem breiteren Publikum ein Begriff. Auch im Jahre 2010 gilt folglich die Devise: Schnauz- und Backenbart still rules! Mustasch kommen aus Schweden, gemeinhin bekannt als eine der Hochburgen des fetten und dreckigen (Sleaze-)Rocks, der Melodie und Hits und schlagen auch auf ihrem fünften, selbstbetitelten Album unverblümt in eben diese Kerbe.

Die neue Scheibe, die in Skandinavien bereits seit Ende September 2009 erhältlich ist, aber in Resteuropa erst im Jänner 2010 erscheint, bietet gewohnt rhythmischen Stoner/Hard/Doom Rock mit bratend aufgeigenden Gitarren, einem treibenden Schlagzeugspiel, einer fetten Produktion sowie einem trockenen, pumpenden Bass, der voll in die Magengrube haut. Main- und Frontmann Ralf Gyllenhammar, dessen Stimme immer wieder an Ian Astbury von The Cult erinnert, hat mit Unterstützung von Basser Mats Johansson in den letzten beiden Jahren (in denen die Best Of-Scheibe "Lowlife Highlights" zum Review erschien) die neuen Mitglieder David Johannesson (g.) und Danne McKenzie (d.) auf den Kurs von Mustasch einschwören können.

Geile “Jetzt-Schon-Hits“ wie "Heresy Blasphemy", "The Man The Myth The Wreck" oder die überragenden "The Audience Is Listening" und "Deep In The Woods" machen eher schwächere Nummern wie "Desolate" bald wett. Das treibend-rollende "Mine" wurde stilsicher als erste Singleauskoppelung auserkoren, als obligatorische Ballade fungiert das sehnsüchtig vorgetragene "I´m Frustrated".

Mustasch fühlen sich noch der Schwanzrock mit Eiern - Fraktion im besten Sinne von Monster Magnet, The Cult, Kyuss, Grand Magus, QOTSA, Motörhead, Hardcore Superstar, Hellacopters, Backyard Babies, Spiritual Beggars, Skew Siskin, Gluecifer, Turbonegro etc. zugehörig, rocken dreckig und verkörpern breitbeinig sämtliche Klischees aus denen feucht-fröhlich Fantasy-Traumwelten bestehen:
Fette Muscle-Cars, heißer Wüstensand, Tattoos, dreckige Bikerboots, röhrende Harleys, Cowboyhüte, coole Parties, vollgekotze Kloschüsseln, Flammensäulen, Swimmingpools mit Bikinigirls, schmutziger Sex, Dosenbier, der Geruch von Benzin, durchzechte Nächte, Feuerwerk, übertretene Speedlimits, fette Gürtelschnallen, ölige Frauenleiber, Bremsspuren in der Feinrippunterhose, Schlangenlederstiefel, glühender Asphalt, Basecaps, billiger Fusel, psychotropische Substanzen, Rotz, Blut, Schweiß & Tränen, Meskalin, Klapperschlangen, Silikontitten, fettes Haupthaar und knackige Ärsche in Lederhosen seien nur beispielhaft für alle Ingredienzen genannt, die das langweilige Leben einfach rockenswerter machen!

Wo Devildriver einen gut geölten Dieselmotor bewegen, gehen Mustasch staubtrocken und effektiv zur Sache und präsentieren uns mit ihrem neuen Album wiederum ein fett rockendes, furztrockenes und melodisches Hard-/Stoner-/Schwanzrockalbum!

Es bleibt nur noch zu hoffen, dass der Band an der Livefront zukünftig so unsägliche Tourpakete wie jenes mit den Apokalyptischen Reitern erspart bleiben…

Trackliste
  1. Tritonus (Prelude)
  2. Heresy Blasphemy
  3. Mine
  4. Damn It´s Dark
  5. The Man The Myth The Wreck
  6. The Audience Is Listening
  1. Desolate
  2. Deep In The Woods
  3. I´m Frustrated
  4. Lonely
  5. Blackout Blues
  6. Tritonus
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