HomeNewsReviewsBerichteTourdaten
ImpressumKontakt
Anmeldung
Benutzername

Passwort


Suche
SiteNews
Review
Idle Hands
Mana

Review
Saint Vitus
Saint Vitus

Review
Possessed
Revelations Of Oblivion

Review
Reinforcer
The Wanderer

Special
Accept
Upcoming Live
Graz 
Innsbruck 
Aschaffenburg 
Frankfurt am Main 
Saarbrücken 
Pratteln 
Statistics
5901 Reviews
457 Classic Reviews
277 Unsigned Reviews
Anzeige
Cover  
Mastodon - Crack The Skye (CD)
Label: Universal Records
VÖ: 27.03.2009
Homepage | Twitter | Facebook
Art: Review
Jetzt bei Amazon.de bestellen!
Werner
Werner
(1000 Reviews)
9.0
Mastodon sind seit jeher für eines bekannt, nämlich als sich stets wandelnder, unkonventioneller Klangkosmos immer gerade das zu vollbringen, was keiner erwartet. Zugegeben, ich tat mich mit den früheren Kreationen des Atlanta Vierers anfangs schwer, schwer, in jene Welten einzutauchen, in denen es vor tonalen Mikroorganismen und schallenden, von Meteoren gezeugten Eruptionen nur so wimmelt. Doch muss man ihnen vor allem eines attestieren: sie schreiben ihre Songs wirklich frei Schnauz, pfeifen auf das, was just trendy sein mag oder was bewusst suggeriert werden soll. Auf die Gefahr hin, dem Hörer den roten Faden eventuell gar nicht greif-, sicht-, oder hörbar zu machen, wird selbiger andersrum regelrecht konfrontiert, ja teils beträchtlich gefordert. Was durfte man schon anderes erwarten?

Und siehe da: Auf "Crack The Skye" nehmen die von außergewöhnlichem Talent gesegneten Herrschaften zum bekannten, ohnehin Schubladesprengenden Stilmix noch sämtliche Seventies-Einsprengsel der damaligen Progrock Bewegung gleich mit, als gäbe es nichts einfacheres. Sorge durften ein paar Fanscharen sicherlich vor der schleichenden Kommerzialisierung des Sounds gehabt haben, mit ein wenig Bauchgefühl konnte man sich jedoch sicher sein, dass der Atlanta Vierer niemals den bequemen Weg nehmen würde. "Crack The Skye" ist der beste Beweis dafür. Die Platte ist zwar mit Abstand das melodischste Werk der Band, im selben Atemzug aber auch das komplexeste.

Dabei hat sich das Quartett den offenkundigen Wahnsinn für das Abschlussmanifest "The Last Baron" (eine dreizehminütige Achterbahnfahrt in einer anderen Galaxie) aufgehoben, davor regiert die, sagen wir mal hinterfotzige Sperrigkeit. Das komplette Werk entspricht einer Verbeugung vor dem psychedelischen Prog der Siebziger, der Teufel steckt im Detail. Sowohl Troy Sanders als auch Brent Hinds haben sich als Sänger massiv weiter entwickelt und das altbekannte Gebrülle fast schon auf Eis gelegt. Zarte Reminiszenzen an Kansas und Neurosis (der Titeltrack – mit Gastauftritt von Sänger/Gitarrist Scott Kelly der letztgenannten Industrial-Legende) schleichen sich wiederum an, und dieses Mal kommen sogar Alternative-Influences a la Jane’s Addiction (bei "Quintessence") hinzu. Beeindruckend ist die Musikalität und songschreiberische Selbstsicherheit die Mastodon seit dem letzten Album "Blood Mountain" hinzu gewonnen haben. Und dazu gehört eben auch, mal einfach straight zu agieren, wie die erste Single "Divinations" eindrucksvoll beweist, was ebenso für den hochmelodischen, via Sahne Chorus geschmückten Opener "Oblivion" gilt. Dennoch: ambitionierter als bei den beiden grandiosen Epen "The Czar" und "The Last Baron" klangen Mastodon zuvor wahrscheinlich noch nie. Drummer Brann Dailor hält sich dieses Mal etwas im Hintergrund und strickt seine wahnwitzigen Breaks und Fills höchst raffiniert in den Gesamtsound ein, für den man übrigens Brendan O'Brien statt Matt Bayles engagierte.

Alles könnte man Mastodon vorwerfen, nur nicht, dass sie aus Kalkül gehandelt hätten. Neider und Hasser werden dies natürlich anders sehen und verurteilen. Aber ganz egal, denn wer sich mit "Crack The Skye" ausgiebig beschäftigt, wird innerhalb von 50 Minuten Details wie sagenhaft schön blühende Knospen entdecken und so schnell das Ding nicht mehr weg legen können. Eine ganz große Lehstunde einer der innovativsten Bands der Gegenwart, die sich hiermit selbst ein Denkmal setzt.

Trackliste
  1. Oblivion
  2. Divinations
  3. Quintessence
  4. The Czar - I. Usurper, II. Escape, III. Martyr, IV. Spiral
  1. Ghost Of Karelia
  2. Crack The Skye
  3. The Last Baron
Mehr von Mastodon
Reviews
17.04.2017: Emperor Of Sand (Review)
22.09.2014: Once More Round The Sun (Review)
11.03.2012: The Hunter (Review)
12.10.2006: Blood Mountain (Review)
News
15.04.2019: Video zu "Stairway To Heaven" Cover
11.02.2019: Video von intimer Kneipenshow online
01.09.2017: Neue EP "Cold Dark Place"
17.03.2017: "Sultans Curse" Video und Albumdetails.
08.02.2017: Streamen den Song "Show Yourself"
27.01.2017: Artwork & Trackliste online
23.01.2017: Stellen zwei Albumteaser vor.
28.06.2016: Wollen Doppel-Album rausbringen
21.06.2015: "Asleep In The Deep" Videopremiere.
27.07.2014: Bärenstarker "High Road" Clip.
07.02.2014: Kurzmeldung aus dem Studio
11.07.2012: Versteigern Bass für guten Zweck
06.02.2012: Bassist Troy Sanders im Videointerview
25.01.2012: Veröffentlichen das "Boing Boing" Video.
18.12.2011: Planen Split-EP mit kanadischer Sängerin!
17.11.2011: Heavy Vinylversion von "The Hunter"
10.10.2011: Zu Gast bei D. Lettermans Late Night Show
18.08.2011: "Curl Of The Burl" Videoclip online.
26.07.2011: Video zur ersten Hörprobe: "Black Tongue".
24.05.2011: Erste Infos zum "Crack the Skye" Nachfolger
06.02.2011: Neue DVD "Live At Aragon" ab März erhältlich
01.07.2010: Veröffentlichen "Jonah Hex: Revenge Gets Ugly".
17.06.2010: Soundtrack-Veröffentlichung am 29. Juni
25.05.2010: Europa Tournee auf Eis gelegt
07.09.2009: Für O.S.T. angeheuert
17.03.2009: Komplettstream von "Crack The Skye".
27.01.2009: "Crack The Sky" Artwork und Tracklist.
24.11.2008: gratis drumsticks...
14.11.2008: Ausfall
10.01.2007: springen und rennen!!!
30.08.2006: und der Wolf
Idle Hands - ManaSaint Vitus - Saint VitusPossessed - Revelations Of OblivionReinforcer - The WandererWhitesnake - Flesh & BloodThor - Hammer Of JusticeAxenstar - The End Of All HopeBad Religion - Age Of UnreasonIron Griffin - Curse of the Sky Basement Prophecy - Basement Prophecy
© DarkScene Metal Magazin