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Sepultura - Biografie: Max Cavalera.
Sepultura - Biografie: Max Cavalera.  
Max Cavalera ist der Hauptdarsteller, Sepultura sind ohne Frage der Star der Story, ohne dass wir Soulfly, Nailbomb oder Cavalera Conspiracy hier allzu Unrecht tun müssen.
DarksceneTom
DarksceneTom
(137 Specials)
Ein wirklich nettes Buch, eines meiner Jugendhelden ist es geworden, das neueste "Iron Pages" Taschenbuch. Max Cavalera ist der Hauptdarsteller, Sepultura sind ohne Frage der Star der Story, ohne dass wir Soulfly, Nailbomb oder Cavalera Conspiracy hier allzu Unrecht tun müssen. Die spannendste, die legendärste und die musikalisch für Massen anderer Bands und den Heavy Metal der 90er Jahre wegweisende Essenz von Cavalera's Leben ist und bleibt ohne Zweifel Sepultura. Deren Aufstieg von der schäbigen, brasilianischen Undergroundband bis hin zur Thrash-Sensation und Neo-Thrash Ikone mit Modern Metal- und Weltmusikeinflüssen, ist natürlich auch der packendste Part von "Roots, Karma, Chaos - Mein Leben mit Sepultura und Soulfly", im Originaltitel "My Bloody Roots" getauft.



Wie es eine Biografie zu tun pflegt, beginnt "Roots, Karma, Chaos - Mein Leben mit Sepultura und Soulfly" aber natürlich ganz am Anfang und nach einem sehr feinen Vorwort von Dave Grohl. In kurzweiliger Manier, einfach und ohne allzu ausschweifend zu werden, erzählen und Max und sein Ghostwriter von der Kindheit der beiden Cavalera-Brüder Max und Igor in Brasilien. In gut situierten Verhältnisse, wohl behütet und geradezu im luxuriösen Schatten des Botschaftsangestellten Vaters mit italienischen Wurzeln, und der schönen Mutter, waren sie Sprösslinge einer finanziell gut betuchten und liebevollen Familie. Das änderte sich nach dem plötzlichen Tod des Vaters und vielleicht war es dann genau jene kurze Konfrontation mit der "dark side" der Sozialwelt Südamerikas, die den Ausschlag für die Wut und Energie von Sepultura gab.

Neben heimische Szenevorreitern, waren Slayer, Metallica oder Sodom die frühen Paten von Sepultura. nach dem Einstieg von Andreas Kisser und mit gewachsener musikalischer Reife, war die Band dann auch soweit, thrashige Einflüsse in ihren rauen Sound einzupflegen. Der Aufstieg war vorprogrammiert. Nach dem weitgehend belächelten "Bestial Decastation" Demo und dem rohen Brocken "Morbid Visions", das bereits mit einigen echten Ausrufezeichen ala "Troops Of Doom weltweit für Aufsehen sorgte, war "Schizophrenia" der erste Beweis der wahren Klasse, die in dieser Band aus Brasilien schlummerte (das fehlende Talent von Basser Pablo, das hier fast schon wie ein running-gag rüberkommt, mal außen vorgelassen).
Was folgte waren zwei der größten Sternstunden der Thrash-Historie und Alben, die beinahe die gesamte, renommierte Konkurrenz in den Schatten stellten. "Beneath The Remains" und "Arise" sind noch heute absolute Referenzwerke jedes Thrash und stehen auf einer Stufe mit den Meisterwerken des Genres. Die rohe Energie von Sepultura, gepaart mit technischer Finesse und großartigem Songwriting hat uns alle mitgerissen und spätestens ab 1989 wohl jeden von uns zu Sepultura Fans gemacht. Die Liveshows der Brasilianer waren umwerfend und schweißtreibend.





Waren diese beiden Alben wohl die musikalischen Meisterstücke, sollte das "
wichtige" der Sepultura-History aber noch folgen. "Chaos A.D." erwischte alle wie eine Bombe. Neo-Thrash und Tribal-Sounds hielten Einzug in den Sound der Brasilianer. Wucht, Groove und geradlinige Brutalität drängten die verspielten Thrash-Abfahrten in die Ecke. Das Ergebnis war dennoch erdrückend hart und umwerfend gut. Jetzt klangen Sepultura einfach nur noch nach Sepultura. Die Band war allein in ihrem Universum und sowohl die 80er Thrasher, wie auch die 90er Jahre Generation um Pantera und Ministry konnte ihnen folgen. Der Erfolg wurde mehr und mehr, die Band immer größter und wichtiger. "Roots" war der logische, nächste Schritt. Noch weltoffener, noch grooviger und noch weiter weg vom Thrash Metal. Hardcore, Noise, Industrial-Stilistiken und Neo Thrash vertreiben diejenigen, die auch Mitte der 90er Jahre noch in ihren Stretch-Jeans feststeckten und auch im Sommer auf kurze Hosen verzichten wollten, endgültig. Massenhaft andere folgten Sepultura weiter und die Band war am kommerziellen Höhepunkt angelangt, ohne je auch nur eine Sekunde kommerziell gehandelt zu haben. Talent, Mut und Weltoffenheit wurden belohnt.
Während der Erzählung dieses kompletten Werdeganges, schildert Max sowohl persönliche Anekdoten, wie Aufnahmeprozesse und relevante Livestationen von Sepultura. All das ist kurzweilig und für jene Metalheads, die den Werdegang der Band mit gelebt haben, höchst fesselnd und mitunter auch nostalgisch und richtig cool.





Mit "Roots" endet der für mich zwar interessanteste Teil von "Roots, Karma, Chaos - Mein Leben mit Sepultura und Soulfly", aber auch in Folge lässt sich Cavalera's Story richtig gut lesen. Das liegt nicht nur an der Überzeugung, Glaubwürdigkeit und Relevanz des Typen, sondern auch daran, dass meine Wenigkeit mit dem was "
nachher" kam durchaus gut leben konnte. So herausragend und zwingend wie die Sternstunden von Sepultura, waren Nailbomb oder Soulfly zwar nie, coole Sounds haben wir aber auch von deren Platten erben können. Allesamt wird die Story einfach cool und zügig und vor allem in Sachen Selbstjustiz hinsichtlich Alkohol- und Drogenproblemen oder auch psychisch schwierigen Phasen aus Max's Leben auch durchaus ehrlich, erzählt.

Die knapp 300 Seiten lassen sich schlussendlich von Vorn bis Hinten locker und lässig lesen, die Übersetzung ist einfach, wenn auch nicht immer zu 100% tauglich für das "
Literarische Quartett+. Inhaltlich kriegt man jedenfalls Einiges und vor allem viel Abwechslung geboten, ohne dass man sich irgendwann in einer Ecke von allzu vielen und langweiligen Detailerörterungen wiederfindet. Natürlich wird auf die Trennung und das heutige Verhältnis zu Sepultura vielleicht eine Spur zu lapidar eingegangen. Das kann man dann auch sehen wie man will. Grobe Schmutzwäsche wird jedenfalls nicht gewaschen, Fragen, die den Fans seit Jahren auf der Zunge brennen, werden schlussendlich aber auch nicht beantwortet .
Einerseits schade, andererseits aber auch irgendwie fair, da jegliche Darstellung ohnehin komplett einseitig wäre.





In Summe ist "Roots, Karma, Chaos - Mein Leben mit Sepultura und Soulfly" eine richtig coole und feine Lektüre für jedermann, der sich für Musik, für die Geschichte des Metal und insbesondere für die Kunst von Max Cavalera interessiert. Ich hab meinen Spaß an dem Buch gehabt, würde es als perfekte Urlaublektüre propagieren und hab mir während des Lesen natürlich zwangsläufig meine alten Sepultura Scheiben rauf- und runtergenudelt, um einmal mehr darin bestätigt zu werden, wie großartig, einzigartig und wichtig diese Band einmal war!



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