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Cover  
Leverage - Determinus (CD)
Label: Frontiers Records
VÖ: 26.04.2019
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Art: Review
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UwePilger
UwePilger
(58 Reviews)
9.0
Ganze 10 Jahre hat es gedauert, bis die Finnen Leverage (abgesehen von der 2018er EP) uns ihr neues Meisterwerk vorlegen. Und wie es sich in einer so langen Zwischenzeit wohl nicht vermeiden lässt, haben sie auch einiges an Neuerungen an Bord. Allem voran der Sängerwechsel von Pekka Heino, hin zu Kimmo Blom. Erst einmal war ich sehr skeptisch, als ich davon erfahren habe, denn schließlich hat Pekka solche Traumalben wie z.B. das Debut "Tights" mit seiner Stimme geradezu in träumerische Höhen katapultiert. Aber ok, es geht weiter...und wie! Kimmo Blom ist ein so vielfältiger und stimmgewaltiger Sänger, dass man bereits beim ersten Song erleichtert aufatmet. Aber auch die Songs an sich haben sich verändert bei den Finnen. Lag man vorher zwar recht eigenständig, aber doch sehr sicher im Melodic Metal mit einigen progressiven Ausflügen, so ist es bei "Determinus" gar nicht so einfach, eine Einordnung zu treffen. Melodic Metal, Progressiv Metal a' la Dream Theater, Folkanleihen und Classic Hard Rock Richtung Deep Purple zu "Perfect Stranger" Zeiten und natürlich auch Rainbow. Öfters meint man auch, sich in der Black Sabbath Phase zu Tony Martin, wiederzufinden. Dazu natürlich auch die bekannten Ähnlichkeiten zu Talisman, Glory und Co. und einige moderne Elemente. Was ebenfalls im Gegensatz zum "Circus Colossus" Album auffällt, dass weitaus weniger Keyboardeinsatz betrieben wird.

Bevor hier der Verdacht aufkommt, es würde sich nur um eine Aneinanderreihung von bekannten Stilen und Bands handeln, dies ist nicht so. Die Finnen vereinen und gestalten diese Einflüsse auf "Determinus" so verdammt eigenständig, dass es eine wahre Freude und Höchstgefühl ist.
Die beiden vorab veröffentlicheten Videos "Burn Love Burn" und "Wind Of Morrigan" eröffnen den Reigen und vor allem zweiterer klingt sehr nach alten Leverage, wenn auch mehr folkloristische Elemente den Song tragen.

Was dieses Album aber so besonders und auch anders macht, sind die Arrangements, die zu keiner Zeit aufgesetzt oder überfrachtet wirken. Ein Song nach dem anderen überrascht durch eine andere kleine Spielerei und Grundaufbau. K. Blom singt mal klassisch hoch im finnischen Power-/Melodic Metal Stil wie Sonata Arctica zu deren Anfangszeiten, dann wieder rauh und aggressiv oder auch ganz gefühlvoll wie bei der wirklich starken Ballade "When We Were Young", die ein absoluter Burner ist, und zwar wirklich nur wegen seiner Stimme und der sich steigernden Atmosphäre.

Leider gibt es mit "Tiger" auch einen Song der mich nicht so ganz mitreissen kann, weil er im Verhältnis zu den restlichen zu "gewöhnlich" klingt, dies ist aber jammern auf dem bekannten, hohen Niveau.
Beginnen oftmals Alben mit den besten Songs und nach zwei, drei Tracks pendelt es sich dann auf einem Level ein oder fällt sogar nach hinten meist etwas ab, so ist Leverage das Kunststück gelungen, es genau anders rum zu gestalten. Sind alle Songs bereits auf höchstem Niveau, so bringt das Abschluss Quartett "Heaven's No Place for Us", "Hand of God", "Rollerball" und "Troy" mich völlig zum hinschmelzen. Eine gigantische, nicht erwartete Platte und ein sicherer Anwärter für meine Jahres Top 10.

Jeder Progmetal Fan, Anhänger von kitschfreiem Melodic Metal, Deep Purple Fans, Black Sabbath zu Tony Martin Zeiten und und und .......ach einfach alle, die auf richtig geile Musik und einen unglaublichen Sänger stehen: Antesten!!!
Wenn mich selbst die Ballade mitnimmt.....
Trackliste
  1. Burn Love Burn
  2. Wind Of Morrigan
  3. Tiger
  4. Red Moon Over Sonora (album version)
  5. Mephistocrate
  6. Afterworld’s Disciple
  1. When We Were Young
  2. Heaven’s No Place For Us
  3. Hand Of God
  4. Rollerball
  5. Troy
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