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Cover  
Lizzy Borden - My Midnight Things LP (LP)
Label: Metal Blade Records
VÖ: 15.06.2018
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Art: Review
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UwePilger
UwePilger
(12 Reviews)
6.5
Wenn einer meiner absoluten Faves des US-Metals nach längerer Zeit wieder mit einem neuen Output aufwartet, befinde ich mich meistens in einer Mischung aus Vorfreude und Skepsis. Zu oft wurde ich enttäuscht. Daher werde ich in diesem Falle die neue Scheibe von Lizzy Borden nicht mit den 80er Glanztaten und Klassikern vergleichen, sondern vielmehr als Referenz die "Master of Disguise"-Phase und die letzten Outputs heranziehen, weil

1. hat Lizzy doch, laut Infoblatt, auch hier alle Instrumente bis auf die Drums, die (angeblich) von Ur-Drummer Joey Scott Harges beigesteuert wurden, selbst eingespielt und

2. wäre das Fazit dann auch, verständlicherweise, zu niederschmetternd.

Die Scheibe beginnt gleich richtig gut mit dem Titelsong, melodisch und abwechslungsreich. Lizzys Stimme wirkt in keinster Weise gealtert, der Song hat eine theatralische Grundstimmung und eine gute Melodie, die einen den Song nicht mehr aus dem Ohr bekommen lässt. Ebenso hätte dieser Titel auch auf dem bereits erwähnten "Master of Disguise" Album oder dem 2007er Werk "Appointment with Death" stehen können.



Ist der zweite Song "Obsessed with You" noch sehr progressiv und interessant im Aufbau, wird es leider danach sehr seicht und auch etwas untypisch. "Long May they Haunt us" bezeichne ich schon fast als Totalausfall obwohl einen der Refrain nicht mehr aus dem Gehör geht. Refrains, die nicht wirklich zu Bordens Stimme passen und nur noch wenig mit dem alten Stil zu tun haben, irritieren mich aber dann doch schon. Auffallend ist, dass die Gitarren bis auf wenige Ausnahmen nur noch Rhythmus spielen und die so geliebten, einleitenden und songtragenden Riffs, die eigentlich so typisch für die Band sind und die Songs immer dominierten, fast schon völlig außen vorgelassen wurden und durch oftmals dominierende aber nicht störende, Keyboardklänge ersetzt wurden. Vielmehr erinnert der Gitarrensound schon fast an Alternative Bands oder Richtung Melodic Rock. "Perfect Posison" z. B. könnte mit Ronnie Atkins am Micro absolut als ein neuerer PrettyMaids-Song durchgehen.
Was mich aber wirklich stört, ist halt die Produktion des Albums. Die Gitarren klingen mir zu komprimiert und der Schlagzeugsound stellenweise sehr statisch und programmiert. Keine Ahnung, was und wie hier nachgeholfen und „eingespielt“ wurde.

Mein Fazit:
Ich höre die Scheibe zum gefühlten zwölften Male und kann immer noch nicht sagen, ob gut oder eher enttäuschend. Ich glaube, mit der fairen Sichtweise, sie nicht, wie oben erwähnt, mit den legendären Lizzy Borden-Scheiben aus der Frühphase zu vergleichen und der nach wie vor genialen Gesangsleistung, tendiere ich zu ersterem.

Ein wirklich toller Opener und 2-3 Songs, die ok sind, dazu der mir zu moderne und auch ungewohnte Gitarrensound könnte aber vielen Hörern und Fans zu wenig sein. Vor allem die beiden Ausfälle, das erwähnte "Long May They Haunt Us" und auch "The Scare Across my Heart" sind als alter Fan nur schwer zu konsumieren.

Entscheidet selbst.
Anspieltipps: Der Titelsong "My Midnight Things" und "Perfect Posion".
Trackliste
  1. My Midnight Things
  2. Obsessed with You
  3. Long May They Haunt Us
  4. The Scar Across My Heart
  5. A Stranger to Love
  1. The Perfect Poison
  2. Run Away with Me
  3. Our Love Is God
  4. My Midnight Things (Reprise)
  5. We Belong to the Shadows
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