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456 Classic Reviews
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Cover  
Revolution 9 - These Are The Days (CD)
Label: Eigenproduktion
VÖ: 2017
Homepage | Facebook
Art: Unsigned
UwePilger
UwePilger
(12 Reviews)
Dass es im Saarland bis auf paar wenige Einzelgrößen wie Frank Beck (Gamma Ray, Red Raven ) und Alex Beyrodt ( Primal Fear, Voodoo Circle, Silent Force ) und den polarisierenden Powerwolf keine bekannteren Bands im Hardrock und Metal Bereich gibt, liegt weniger an den Bands und deren Qualität, als vielmehr an der fehlenden Promotion und Aufmerksamkeit der Labels und auch der Szene allgemein dort. Der berühmte Prophet im eigenen Lande sozusagen…..
Revolution 9 ist solch eine Band, die sicher weitaus mehr Erfolg und Bekanntheit verdient hätte und noch vor wenigen Jahren vom Fleck weg unter Vertrag genommen worden wären.

Bereits Ende 2017 ist diese 5 Track EP erschienen. Die Band selbst bezeichnet ihren Stil als Modern, Melodic, Vintage Rock, was im Groben stimmt. Die vier Herren in der Besetzung Bass, Gitarre, Schlagzeug und Gesang haben eine Mischung aus klassischem Classic-/Hardrock, etwas US Metal, Stoner und auch Sleaze kreiert und durch den Gesang werden auch vereinzelt Hardcoreeinflüsse erkennbar. Ja, so in etwa würde ich die Mischung durchaus beschreiben, auch wenn die Band dies selbst nicht ganz so sieht.
Gleich zu Beginn fällt der druckvolle, klare Sound auf und vor allem der Bass kommt in dieser Besetzung mit nur einer Gitarre wirklich gut zum tragen. Die Riffs und Songaufbauten von Maurizio Kratzsch an der Gitarre wirken im ersten Moment recht simpel, sind aber sowas von filigran, intelligent und passend, werden von der tighten Rhythmusabteilung, Dominik Schmitt am Schlagzeug und Karsten Braun am Bass, richtig nach vorne geworfen und haben fast allesamt tolle eingängige Hooks. Erinnert mich das Riff von "Tear Down The Wall" anfangs etwas an Tesla und Def Leppard, wird z.b bei dem Ober-Mitgröhl-Spitzen-Hammer-Song "Big Bone" ein Bluesriff ausgepackt und leichte Vergleiche zu australischen Bands raufbeschworen.

Der eigentliche Star aber (die anderen 3 mögen es mir verzeihen) ist Sänger Sebastian Hamm. Ich war beim ersten Durchgang einfach nur sprachlos. Woher zum Teufel kommt dieser Typ und wieso kennt den keiner….bzw. kannte ich den nicht?. Ein Organ, welches in allen Phasen eines Songs dermaßen klar, ausdrucksstark und variabel daherkommt und wirklich jeden der 5 Songs seinen Stempel aufdrückt. Vor allem beim Titelsong und dem alles in den Boden walzenden "Gute Laune Song" (der Soundtrack für jede Poolparty) "Big Bone", ist der Kerl sowas von vorherrschend, dass es einem die Tränen in die Augen treibt.
Der Opener und Titeltrack indessen hat fast schon etwas doomigere und düstere Elemente und fährt durchaus auch etwas im Stoner- und Sabbath Wasser, wird aber durch die Stimme Hamms zu einem wahren Einstiegsorkan. Im Gegensatz dazu, werden bei "This Machine" vor allem beim tollen Refrain die Freunde von Bands wie Offspring, Donuts etc. ihre wahre Freude haben.



Natürlich stecken Revolution 9 trotz aller Einflüsse knietief im Classic/Hardrock und verfeinern diese Mischung wirklich zu etwas ganz Besonderem. Beim Hören habe ich immer wieder auch den Namen Life of Agony im Kopf, dies liegt aber wohl eher an der Stimme von Hamm, die durchaus auch sogar zu einer Hardcore Band passen würde. Wer bei dem erwähnten "Big Bone" die Augen schließt, sieht Sebastian Hamm auf einer Bühne springen und tanzen und diese Wucht und Energie perfekt übertragen. Lediglich mit dem zweiten Song, "Wild Side" werde ich nicht so warm, im Vergleich zu den anderen (wirklich starken) Songs plätschert er etwas dahin.

Ich kenn die Ambitionen der Saarländer nicht, würde mir aber für ein ganzes Album vielleicht doch noch den ein oder anderen Midtempo-Song wünschen, sonst könnte es auf längerer Distanz vielleicht doch etwas eintönig werden. Jeder der auf frischen Hardrock mit leichten Vintage und Alternative Klängen steht, sollte unbedingt ein Ohr riskieren. Ich verbinde jetzt meinen Finger, der vom Drücken der Repeat Taste schon wund und geschwollen ist und leg dieses Teil noch einmal ein. Was für ein Sänger…

Fazit:
Eine Band, die mich quasi aus dem Nichts überrollt hat und total begeistert. Frische ehrliche Mucke mit richtig viel Potential. Sänger Sebastian kann ohne zu übertreiben mit den richtig Großen im Business mithalten und die Instrumentalisten stehen dem in ihrer Reife fast in nichts nach.


Die Debut EP bekommt ihr bei der Band für 5 !!! Euro zzgl. Versand.
Kontakt: info@revolution9.de oder auf ihrer Facebook Seite


Trackliste
  1. These Are The Days
  2. Wild Side
  3. This Machine
  1. Tear Down The Wall
  2. Big Bone
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© DarkScene Metal Magazin