HomeNewsReviewsBerichteTourdaten
ImpressumKontakt
Anmeldung
Benutzername

Passwort

Registrieren
Suche
SiteNews
Review
Adrenaline Mob
We The People

Review
Kings Will Fall
Thrash Force One

Review
Destruction
Thrash Anthems II

Review
Cripper
Follow Me: Kill!

Review
Galactic Cowboys
Long Way Back to the Moon
Upcoming Live
Wien 
Erfurt 
Geiselwind 
Mannheim 
München 
Obertraubling (Regensburg) 
Pratteln 
Statistics
5613 Reviews
456 Classic Reviews
274 Unsigned Reviews
Anzeige
Cover  
B-S-T - Unter Deck (CD)
Label: Voodoo Chamber Records
VÖ: 2017
Facebook
Art: Review
Alex Fähnrich
Alex Fähnrich
(89 Reviews)
9.0
Wer denkt, im Doom Metal sei alles gesagt, wird von B-S-T eines Besseren belehrt. Das Akronym im Bandnamen steht für BLUT SCHWEIß TRÄNEN und diese Körperflüssigkeiten scheiden die Hamburger mit jeder Note ihrer Musik aus. In den fünf Stücken auf ihrem zweiten Longplayer "Unter Deck" stecken jedenfalls genau diese Attribute. Alleine die ersten beiden Stücke bringen es jeweils auf über zehn Minuten Spielzeit. Eingeleitet durch ein tieftrauriges Gitarrenthema, wie man es von My Dying Bride kennt, entfalten sich diese melancholischen Oden an das Leben, oft verpackt in die Metaphorik des Meeres: "Die Welle nimmt mich mit, taucht mich ein und spült mich fort" ('Aufgabe'). Danach wird zwar die Spielzeit kürzer, die Intensität nimmt jedoch keinesfalls ab. Der Beginn von 'Brenne' ("Sieh dich um, ist kein Mensch hier weit und breit, die Tage sind gezählt") erinnert mich irgendwie an die Bridge von Queensryche's 'Child Of Fire' ("Look around, is this the end you`ve foreseen, the pain, the misery in us all"), auch wenn das sicher nicht beabsichtigt ist.

Jedenfalls berühren einen die Songs der Nordlichter einfach und ist nicht genau das der Sinn von Musik? Durch die deutschen Texte, die in der Regel nun einmal im deutschsprachigen Raum besser verstanden werden als englische oder gar isländische (siehe Solstafir), wird diese Wirkung noch verstärkt, Die Lyrics haben wirklich Tiefgang und regen zum Nachdenken an: "So viele Fragen..." ('Chance'). Eine Ausnahme macht dabei 'Ride On', eine Adaption des im Original von Christy Moore vorgetragenen James MacCarthy-Songs, welcher allerdings B-S-Tsiert wurde und dadurch gut ins Gesamtbild passt. Dabei ist nicht nur interessant wie B-S-T mit englischen Lyrics klingen, sondern wie sie aus einem Irish Folk- einen Doom-Song machen.
Unterm Strich ist "Unter Deck" ein ergreifendes Manifest der Hoffnungslosigkeit, bei dem jedoch immer ein Licht am Ende des Tunnels erkennbar ist: "Es fehlt der Zweck, doch ich mach immer weiter, das Ziel ist klar" ('Stimmen') und vor allem ist es eine Mannschaftsleistung, bei der man keines der Bandmitglieder herausheben könnte und sollte.

Das Album ist für `nen schlappen Zehner bei Bandcamp erhältlich, wo man auch das empfehlenswerte Debüt "Die Illusion" und die "Hamburg Doom City"-EP erwerben kann: https://bstdoom.bandcamp.com/album/unter-deck.

Trackliste
  1. Stimmen
  2. Aufgabe
  3. Brenne
  1. Chance
  2. Ride On
Kommentare
Noch keine Kommentare vorhanden...
Adrenaline Mob - We The PeopleKings Will Fall - Thrash Force OneDestruction - Thrash Anthems IICripper - Follow Me: Kill!Galactic Cowboys - Long Way Back to the MoonWitchery - I Am LegionMarilyn Manson - Heaven Upside DownWitherfall - Nocturnes And RequiemsSteelpreacher - Drinking With The DevilVessel Of Light - Same
© DarkScene Metal Magazin