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Cover  
RAM - Rod (CD)
Label: Metal Blade Records
VÖ: 03.11.2017
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Art: Review
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DarksceneTom
DarksceneTom
(2823 Reviews)
7.0
RAM haben mit "Svbversvm" wohl das beste, klassische Metal Album der letzten Jahre verbrochen (hier gehts zum 9,5 Punkte Review) und dementsprechend überdimensional hoch, sind nun auch die Erwartungen auf das neue Album der Schweden. "Rod" bremst die Euphorie nun leider jäh ein! Knackig, aber ein wenig zu unschlüssig beginnen RAM mit "Declaration Of Independence". "On Wings Of No Return" ist da gleich deutlich besser, ja es ist ein richtig starker Banger mit super Bridge und fetzigen Rhythmen und ebenso wie das leichtfüßig galoppierende "Gulag" richtig starker RAM Metal. So wünscht man sich's, auch wenn die unbändige Kraft des Vorgängers und dessen mitreißende Energie und Treffsicherheit nicht so recht aufkeimen mag.

RAM haben mit "Svbversvum" und mit dessen Jahrhundertsongs wie "The Ursurper", "Holy Death", "Return of the Iron Tyrant", "Eyes Of The Night" oder "The Omega Device" ungeahnte Superlative der Heavy Metal Neuzeit erschaffen und mit dieser müssen sie sich auf "Rod" nun auch messen. Deshalb ist ein Song wie das Rifffeuerwerk "A Throne At Midnight" in der neuen Zeitrechnung "nur" superb und deshalb fehlt der traditionellen end-70er Jahre-NwoBhm-Priest-Halbballade "The Cease To Be" auch der letzte Funken Genialität, den "Svbversvum" wohl noch aus ihr herausgeholt hätte. Ambition kann man den Schweden natürlich ebenso wenig abstreiten, wie ihre Klasse. Das 6-teilige Epos "Ramrod the Destroyer" spielt alle Stücke und klingt so packend und so klasse, wie es "Rod" eben zulässt und in Form von "Incinerating Storms" hauen RAM dann ja doch noch einen Knaller vor dem Herrn raus, der Priest selbst in ihrer Höchstphase alle Ehre gemacht hätte.

"Rod" ist ein starkes RAM-Heavy Metal Album ohne großen Schwachpunkt, das den Geist der 80er Jahre einmal mehr treffend und wuchtig ins Hier und Jetzt transportiert. Mehr ist es aber leider nicht geworden und so richtig mitreißen oder gar umwerfen kann es einfach nicht, weil ihm dafür schlicht die Spannung und Energie fehlen.

RAM sind zwar weiterhin die würdigsten Judas Priest-Erben und eine der allerbesten Metal Bands der "next generation of spandexhos'n", ebenso wie ihre kongenialen Artgenossen von Portrait, können sie ihrem herausragenden und endgeilen Jahrhundertvorgänger mit ihrem aktuellen Album aber leider nicht das Wasser reichen und genau deshalb bleibt wohl nicht nur bei mir ein gehöriges Maß an Enttäuschung am Rande des Plattencovers hängen...



Trackliste
  1. Declaration of Independence
  2. On Wings of No Return
  3. Gulag
  4. A Throne at Midnight
  5. Ramrod the Destroyer, Pt. 1: Anno Infinitus
  1. Ramrod the Destroyer, Pt. 2: Ignitor
  2. Ramrod the Destroyer, Pt. 3: The Cease to Be
  3. Ramrod the Destroyer, Pt. 4: Voices of Death
  4. Ramrod the Destroyer, Pt. 5: Incinerating Storms
  5. Ramrod the Destroyer, Pt. 6: Ashes
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