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Cover  
Ghost - Meliora (CD)
Label: Spinefarm Records
VÖ: 21.08.2015
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Art: Review
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Thunderstryker
Thunderstryker
(133 Reviews)
9.0
Liebe Gemeinde,

wir haben uns heute versammelt, um die neuesten Botschaften unseres Erretters in Form von Eingebungen des Kirchenobersten, Papa Emeritus III., der dunkle Herr habe ihn selig, und seiner Lakaien, zusammen Ghost gerufen, vorgetragen zu bekommen. Die dritte Vers-Sammlung hört auf den Namen "Meliora" und soll den Eröffnungsversen "Opus Eponymous" und "Infestissumam" alle Ehre machen. Nachdem die letzte EP-Offenbarung eher poppiger Natur war und der Messgemeinde ein Fragezeichen auf den Kopf setzte (Satans Wege sind unergründlich!), gibt es diesmal wieder eine rituelle Ohrwaschung, wie nur diese Jünger sie hinbekommen.

Es beginnt bei der ekklesiarchischen Gestaltung des Langspielers; weg vom herätischen Orange, über zu Farbtönen, die dem Debütliedbuch deutlich näher kommen. Alleine das Booklet ist eine Pracht die manche Renaissance-Gemälde wie Metal Church-Cover wirken lässt. Auch die Produktion ist von einer wahrhaftigen Einzigartigkeit, denn wer weiß schon, was da für Effekte auf des Predigers Stimme gelegt wurden? Mit dem recht lauten Schlagzeug soll auch der letzte Leugner geweckt werden, während abermals der Basstor das ein und andere Mal eine besondere Abmischung erfährt.

Kurz geraten ist die Predigt; wenig über 40 Minuten darf die Gemeinde lauschen, doch wie es "sein" Wille ist, ist diese Zeit eine sehr intensive. Wer könnte dem rhythmischen Charme vom Orgel-unterlegten "Spirit" schon widerstehen? Die tiefe Intonierung ist ebenfalls neu und steht Papa Emeritus III. sehr gut zu Gesicht. Und auch die beiden folgenden "Meliora" -Singleauskopplungen machen es möglich, "ihm" zu gefallen, denn wer zu "ihm" kommen will, der muss glauben, dass er es ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt (Emeritus 11:6). Sprich "From The Pinnacle To The Pit" ist metallisches Midtempo, dass auch Kirchenmitglieder der ersten Stunde hoffnungsvoll jauchzen dürfen, während "Cirice" ein spät gekommener Beatles-Song von Ghost ist.

"Spoksönat" ist eine Minute der Andacht, bis "He Is", ein Melodien-Bittgebet der höchsten Ordnung, sich für alle Zeit im Ohre und Herzen festsetzt. So ist des Herren Hit-Verständnis und so soll sein Reich kommen. Als Kontrast, oh wie vielfältig der Allmusikalische ist, fährt "Mummy Dust" treibende Riffs direkt aus der Nachwelt aus, um mit ungekannten Zungen die Verse zu entfesseln und den Spannungsbogen eines guten Horrorfilmes zu erzeugen. "Majesty" rocket klassisch wie eine Whitesnake-Komposition, dass ihr wisst, dass euer Glaube, wenn er bewährt ist, Geduld wirkt (Emeritus 1:3). Abermals folgt eine ein-minütige Andacht, "Devil Church", um das großartige "Absolution" im Mercyful Fate-Stil auf die Welt loszulassen.

Das Ende der Reise wird gestaltet durch "Deus In Absentia", das die gleiche Wirkung wie "Monstrance Clock" für die Vorgängerlitaneien hat. Eingängiges aus der Ekklesiarchie! Nach diesem Hochgenuss sitzt man da und weiß, dass man den Arsch getreten bekommen hat (Austin 3:16). Ja, Ghost sind auch 2015 die erste Hausnummer für Ohrwürmer und "Meliora" einer der sieben Schlüssel zu maßlosem Erfolg. Bedingungslose Kaufempfehlung für alle Ghost-Gläubigen und die, die es werden wollen. Come together, together as one!

Trackliste
  1. Spirit
  2. From The Pinnacle To The Pit
  3. Cirice
  4. Spöksonat
  5. He Is
  1. Mummy Dust
  2. Majesty
  3. Devil Church
  4. Absolution
  5. Deus In Absentia
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