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Cover  
Channel Zero - Kill All Kings (CD)
Label: Metal Blade Records
VÖ: 20.06.2014
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Art: Review
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Werner
Werner
(1000 Reviews)
8.5
"Feed 'em With A Brick" (zum Review) war ein überraschend starkes Lebenszeichen von den Belgiern, eines, was nahezu alle Erwartungen erfüllte und somit unumgänglich Lust auf mehr bereitete. Dass mit "Kill All Kings" bereits das sechste (und inzwischen von Metal Blade lizensierte) Werk dieser Tage am Start ist, mag zunächst positiv erscheinen, hat aber auch einen bitteren Beigeschmack. Denn am 10.08.2013 verstarb Drummer Phil Baheux an den Folgen einer Hirnblutung. Für die Fertigstellung der schicksalsträchtigen Scheibe konnten die Jungs um Weltklasse Sänger Franky d.S.v.D. immerhin Trommler Roy Mayorga (u. a. Shelter, Soulfly, Stone Sour) verpflichten, während Logan Mader (ex- Machine Head) abermals einen fetten Sound ausgebrütet hat.

Mit Thrash haben Channel Zero spätestens seit dem dritten Longplayer "Unsafe" (1994) nicht mehr all zu viel am Hut, dafür jedoch mit Moll gefärbter und unter die Haut gehende Mucke, die obendrein Groove-Fetischisten mit der Zunge schnalzen lässt. Genau diese Stärken spielen die Herrschaften auf "Kill All Kings" voll aus, wobei sie kompositorisch sogar einen Zacken zulegen konnten und gelegentlich zum vorläufigen Abschiedswerk von 1996, nämlich "Black Fuel" schielen. "Dark Passenger", "Burn The Nation", "Crimson Collider", um jetzt nur ein paar Tracks zu nennen, vereinen die brillante Formel der mittleren Neunziger und zeitgemäßere Zutaten, wodurch das Endergebnis erfreulich dynamisch tönt. Channel Zero lassen ihren schön aufgemotzten Groove-Panzer also über jedes Hindernis hinweg rollen, wobei das Attribut Feintuning nie zu kurz kommt. Die Ausnahme bildet das immens straighte, in der flämischen Heimatsprache vorgetragene "Duisternes".

Wer bisher von Channel Zero begeistert war, kann sowieso blind zugreifen, wer die Burschen noch nicht kennt und einen satten Draufschlag zur letzten Prong (zum Review) gut gebrauchen kann, möge sich anschließen und das sympathische Kollektiv supporten. Die Orignalpressung auf Mostiko gibt es übrigens als Digipack.

Trackliste
  1. Dark Passenger
  2. Electronic Cocaine
  3. Burn The Nation
  4. Digital Warfare
  5. Ego
  6. Crimson Collider
  1. Kill All Kings
  2. Brother's Keeper
  3. Army Of Bugs
  4. Mind Over Mechanics
  5. Duisternis
  6. Heart Stop
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