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Cover  
Steel Prophet - Omniscient (CD)
Label: Cruz Del Sur Music
VÖ: 03.06.2014
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Art: Review
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Werner
Werner
(1000 Reviews)
6.5
Dass sich die Kalifornischen Heavy/Power Metal Veteranen noch einmal für eine Reformation aufraffen würden, um dann noch ein brandneues Studioalbum raus zu spucken, daran hatte ich ehrlich gesagt nicht mehr geglaubt - immerhin liegt das letzte Tondokument (eingesungen von ex-London Sänger Nadir O`Priest) eine ganze Dekade zurück. Warum das im Jahre 1983 ins Leben gerufene Äquivalent zu den alten Fates Warning und zu Iron Maiden trotz der Heavy Metal Renaissance Ende der Neunziger und trotz exquisiter Longplayer im Gepäck (allen voran "The Goddess Principle" (1995) und "Messiah" (2000) sollte man kennen!) stets das große Nachsehen hatte, wissen wahrscheinlich nur die Sterne und Verschwörungstheoretiker. Bandleader/Gitarrist Steve Kachinsky Blackmoor und der einzig wahre Steel Prophet Frontmann - Rick Mythiasin - haben offensichtlich das Kriegsbeil begraben, womit nochmal eine winzige Chance lebt, dass dem Trupp etwas mehr Aufmerksamkeit entgegen gebracht wird, als zu früheren Zeiten.

Wie zu erwarten ist "Omniscient" geprägt von aufwändigen Basic-Arrangements, die von üppigen Melodiebögen umgürtelt sind. Rick’s unverwechselbare Stimme hat indes nichts an Kraft und Eleganz eingebüßt und darf sich zu den rar gesäten zählen, die einem Goldkehlchen namens John Arch (ex- Fates Warning) sehr nahe kommt. Doch alleine diese positiven Attribute reichen auf "Omniscient" noch lange nicht für ein Comeback nach Maß. Denn das Songwriting lässt wie bei den letzten zwei regulären Scheiben - "Unseen" (2002) und "Beware" (2004) - an manchen Stellen zu wünschen übrig, was selbstredend den entscheidenden Memory-Effekt miteinschließt. Obendrein haben es die bemühten Kerle sogar nach 30 Jahren Musikbusiness und auf dem sage und schreibe achten regulären Longplayer geschafft, keinen vernünftigen Mix ins Trockene zu bringen. Heißt konkret? Dünner Gitarrensound, blecherne Drums - oder: einfach zu höhenlastig. Songs wie das thrashige "Trickery Of The Scourge", das (textlich) gar gut gemeinte "666 Is Everywhere (The Heavy Metal Blues)", oder das von einem obligatorischen Galopp-Rhythmus angeheizte "Aliens, Spaceships and Richard M. Nixon" verfügen zwar über eine erkennbare Handschrift, bleiben aber nur unzureichend hängen, während das getragene "Through Time And Space" und das flotte "Tree Of Knowledge" noch eher den verblassten Spirit besserer Zeiten durchscheinen lassen. Dieses Manko kann selbst das Queen Cover "Bohemian Rhapsody" trotz seiner tadelloser Performance nicht mehr kaschieren.

In Anbetracht dessen, dass man etliche Jahre Zeit zum Komponieren gehabt hat und auch die erfreuliche Rückkehr des charismatischen Shouters Mythiasin ausreichend Motivationsschub sein hätte müssen, ist es Steel Prophet auf "Omniscient" bedauerlicherweise nicht gelungen, ein Statement mit Langzeit- und Tiefenwirkung zu hinterlassen - wie schade.

Trackliste
  1. Trickery of The Scourge
  2. When I Remake the World (A Key Flaw)
  3. 911
  4. Chariots of the Gods
  5. The Tree of Knowledge
  6. 666 is Everywhere (The Heavy Metal Blues)
  7. Oleander Deux
  1. Aliens, Spaceship and Richard M. Nixon
  2. Through Time and Space
  3. Funeral for Art
  4. Call of Katahdin
  5. Transformation Staircase
  6. Bohemian Rhapsody
  7. 1984 (George Orwell is Rolling in His Grave)
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