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Cover  
Savage Messiah - The Fateful Dark (CD)
Label: Earache
VÖ: 14.03.2014
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Art: Review
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Werner
Werner
(1000 Reviews)
8.5
Thrash aus dem Mutterland des Heavy Metal war – da hat der Herr Röar nicht ganz unrecht – nie das große Ding. Man nehme D.A.M., Sabbat, oder Xentrix quasi als Aushängeschilder, die wenigstens Achtungserfolge in der Endachtziger- und Frühneunziger Phase verbuchen konnten, das wiederum beschränkt auf Mitteleuropa und der Heimat England. Nicht mehr, nicht weniger. Was aber geschah etliche Jahre später nach dem letzten Seufzer jener glücklosen Helden (die wieder vereinigten Onslaught mal ausgenommen)? Die moderner ausgerichteten Stampin' Ground zum Beispiel hatten mit Beginn des Milleniums zwar gute Karten in der Hand, verfügten allerdings nicht mehr über die nötige Puste, um die internationalen Schranken voll zu durchbrechen. Wobei man jetzt die seit 2000 aktiven Sylosis aus Reading nicht ganz vergessen darf.

Dass das vor gut einer Dekade eingeläutete Speed & Thrash Revival nicht ausschließlich vom Durchhaltevermögen Deutscher Vertreter oder von reanimierten Beinahe-Rentner-Truppen aus der Bay Area heutzutage lebt, sondern fast mehr von den jungen Wilden aus aller Herren Länder herzerfrischend gestaltet wird, dürfte sich inzwischen sogar bis ins letzte Kuhdorf herum gesprochen haben.

Eine jener im besten Alter befindlichen Zusammenkünfte nennt sich Savage Messiah, kommt eben aus besagtem Königreich, ist seit zwei Jahren beim Londoner Kultlabel Earache ansässig, und zieht dieser Tage immerhin Album No. 4 aus dem Halfter. Nach genauerem Hinhören wäre es unzureichend, lediglich von Thrash zu sprechen, betreten die vier talentierten Jungs schließlich auch das Territorium des klassischen Heavy Metal, ohne hierbei an Biss oder Glaubwürdigkeit einzubüßen. Dieser Spagat gelingt über die komplette Distanz sogar vorzüglich, wobei der von einem "Blackened" Gedächtnisriff gezierte Opener "Iconocaust" einen satten Kontrast zum hochmelodischen "Hellblazer" markiert. Konkreter gesagt handelt es sich bei letzterem um einen gefälligen Ohrwurm, der instrumental immerhin an Judas Priest erinnert, gleichzeitig aber auch eine Schwachstelle im Refrain enttarnt: auf eine softe Ausgabe von Kai Hansen hat die Welt vermutlich nicht gewartet.

Doch den Göttern des Hartwurstuniversums sei es gedankt: das Quartett aus der Grafschaft Suffolk kann nämlich zwei Qualitätsmerkmale, sprich kompositorisches Geschick und Ideenreichtum im Übermaß vorweisen, was in Summe die etwas harmlose Darbietung von Silver am Mikro nahezu kompensiert. Dass der Blondschopf seine Flying V dafür ordentlich zum Glühen bringt, wird einem schnell klar, denn James Hetfield, Eric Peterson und Co. haben ihre Spuren in einigen der wirklich als saftig zu bezeichnenden Stakkatoriffs deutlich hinterlassen, anhand der edlen Produktion kommt diese Stärke noch mehr zur Geltung. Der grandiose Titeltrack, der einen Monstergroove Marke "Sad But True" durch die Boxen hämmert, das epische, dank Iron Maiden- artiger Leads auf Wolke Sieben befördernde "Cross Of Babylon", oder "Scavengers Of Mercy", wo die ohnehin latente Testament Schlagseite forciert ins Rampenlicht rückt, sind letztlich ausreichend Argumente, um sich mit Savage Messiah bzw. mit "The Fateful Dark" und ebenso mit dem Vorgänger "Plague Of Conscience" etwas eingehender zu befassen.

"The Fateful Dark" gibt es übrigens als Gratis-Download, als Jewelcase-CD, und als Doppel-10"-LP in rotem Vinyl!

Trackliste
  1. Iconocaust
  2. Minority of One
  3. Cross of Babylon
  4. Hellblazer
  5. Live as One Already Dead
  1. The Fateful Dark
  2. Zero Hour
  3. Hammered Down
  4. Scavengers of Mercy
  5. The Cursed Earth
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