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Cover  
Hallows Eve - Tales Of Terror (CD)
Label: Metal Blade Records
VÖ: 1985
Homepage
Art: Classic
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Bruder Cle
Bruder Cle
(178 Reviews)
Als 1985 "Tales Of Terror" in den Läden stand, waren Hallows Eve schon lange keine Unbekannten mehr. Das 84er 2-Track-Demo mit dem Signature-Song der Band "Hallows Eve" und "Metal Merchants" sowie ein Reharsal wurden in Tapetrading-Kreisen schon lange herumgereicht. Ebenso ein Reharsal-Tape aus dem selben Jahr. Und auf Brian Slagels sechster Auflage seiner Metal Massacre-Reihe stand das Stück "Metal Merchants" in bester Gesellschaft mit so illustren Bands wie Possessed, Dark Angel, Hirax und Nasty Savage. Trotzdem war die Welt noch nicht ausreichend darauf vorbereitet, was diese großartige Band mit ihrem Debütalbum auf die Welt loslassen würde.

Die unglaubliche Rohheit und Brachialität mit der der Opener "Plunging To Megadeath" aus den Boxen röhrt, war anno dazumal sogar für Slayer und Venom-erprobte Ohren gewöhnungsbedürftig. Einzig und allein die kanadischen Rabaukenhorden von VoiVod und Exciter konnten mit ähnlich räudigen Attacken auf die Lauschorgane aufwarten. Dreckige, punkige Einflüsse, eine Prise Motorhead gemischt mit wütendem Speed Metal vermengen sich mit Maiden-lastigen Gitarrenharmonien. Und die Geheimwaffe der Band war und ist bis zum heutigen Tag der geniale, von Wahnsinn getränkte Gesang von Stacy Anderson. Einer der wenigen Frontmänner aus dem Speed/Thrash-Bereich der richtig singen konnte und noch heute aus tausenden herausragt. Zu einzigartig ist seine Stimme, die mal schlicht brutal ("Plunging To Megadeath"), mal einfühlsam ("Hallows Eve", "Horrorshow") klingen kann. Nach dem schnellen Doppelschlag "Plunging To Megadeath" und "Outer Limits" - ein Tribut an die gleichnamige amerikanische TV-Serie – folgen das abwechslungsreiche "Horrorshow", das mit vielen Breaks durchsetzte "The Mansion" sowie das wieder pfeilschnelle "There Are No Rules" mit seinem punkigen Refrain, dem die Band als Gegensatz ausgefeilte, melodische Soli gegenüberstellt.
Welche Band beim Instrumental "Valley Of The Dolls" Pate stand dürfte allen Metallern schon nach zwei Takten klar sein. Doch nach dem uns die eiserne Jungfrau ihre Aufwartung gemacht hat, besinnen sich Hallows Eve wieder auf ihre größte Stärke und treten kompromisslos das Gaspedal durch. "Metal Merchants" ist ein Gigant unter den Speed Metal-Hymnen aus den 80ern. Auch aus heutiger Sicht sind die tonnenschweren, donnernden Drums, der dröhnende Bass und die heftigen Gitarrenriffs absoluter Kult und nehmen die Atmosphäre des Death Metal Sounds späterer Zeiten schon vorweg. Aber der Höhepunkt steht noch aus – der Titelsong des Albums! Akustikgitarren, pfeifende Windböen und Kirchturmglocken lassen vor dem geistigen Auge die Nebelschwaden über den nächtlichen Friedhof ziehen und treiben die Spannung auf den Höhepunkt, bevor wir von einem herrlich verzerrten Gitarrenriff und der beschwörenden Stimme von Stacy in einen vertonten Horrorfilm gezogen werden, aus dem es für die nächsten 9 Minuten kein Entrinnen gibt. Ähnlich wie Mercyful Fates "Satan’s Fall" wird ständig das Tempo gewechselt, eine wahre Lawine aus Gitarrenriffs und Breaks treibt die Banger langsam aber sicher in den Wahnsinn. "Stop! It is not yet his time but we will have him soon enough!" verkündet eine Stimme mitten im Song. Und Recht hat er. Denn spätestens als am Ende des überlangen Stückes das hypnotische Riff vom Anfangspart wieder aufgenommen wird, ist es um den geneigten Hörer geschehen. Infiziert. Gläubig.



Den Status von Hallows Eve kann man vielleicht am besten daran messen, dass sie 85 mit Slayer, Metallica und Anthrax zu den ganz großen Hoffnungen der Szene zählten. Von der noch jungen Thrash-Szene wurden sie schnell vereinnahmt. Aus der Distanz der Jahrzehnte betrachtet gehörten sie aber nie richtig dazu, denn genau wie bei ihren Landsmänner Overkill lassen sich die Jungs aus Atlanta nicht wirklich in einen stilistischen Rahmen pressen. Zu vielschichtig sind die Einflüsse. Und genau das macht die Band so speziell. Stacys eigenwilliger Gesang zum Beispiel und seine herrlichen Horror/Fantasy/Sci-Fi-Lyrics, die vor dem geistigen Auge des Hörers die dunkelsten Bilder entstehen lassen und in ihrer Mehrzahl jederzeit als Drehbücher für neue Folgen von "Twilight Zone" oder "Outer Limits" hätten dienen können. Oder auch die Mischung aus NWOBHM- und Punkeinflüssen, die so widersprüchliche Stücke wie "There Are No Rules" hervorbrachte. Den Fans waren diese Reflektionen damals aber egal. Mit einem Cover, dass gar nicht mehr Metal sein konnte und dem rauen, ungestümen aber genau so anspruchsvollen Speed Metal-Sound, waren Hallow’s Eve eine Riesennummer.
Und "Atlantas finest" hatte noch viel mehr zu bieten – aber das ist eine andere Story…

Trackliste
  1. Plunging To Megadeth
  2. Outer Limits
  3. Horrorshow
  4. The Mansion
  1. There Are No Rules
  2. Valley Of The Dolls
  3. Metal Merchants
  4. Hallows Eve (including Routine)
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