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Cover  
Wardance - Heaven Is For Sale (CD)
Label: No Remorse Records
VÖ: 1990
Homepage
Art: Classic
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DarksceneTom
DarksceneTom
(2849 Reviews)
Nach mittlerweile über 350 Classic Reviews wagen wir wieder mal den Schritt zu einer Undergroundperle, die ehrlich gesagt zwar bei Gott kein musikalisches Meisterwerk, jedoch ein liebliches Sammlerstück für alle Freunde traditioneller Euro-Speed/Thrash Klänge darstellt.

Wardance aus Deutschland standen im Februar des Jahres 1990, in einer Zeit in der man es als reinrassige Speed Metal Kapelle durchaus schwer hatte, mit ihrem Debütalbum "Heaven Is For Sale" auf der Matte. Ursprünglich seit dem Jahre 1984 unter dem Banner Destroyer durch die Lande ziehend, benannten sich die Süddeutschen (durch den Anthrax Smasher "Indians" inspiriert) in Wardance um, und veröffentlichten 1989 in Eigenregie eine mittlerweile superrare Vinyl EP namens "Cruzifixion". Angeführt von ihrer Frontfrau Sandra Schumacher und deren durchaus gewöhnungsbedürftigen Organ, bretterten sich Wardance auf ihrem Debüt durch neun recht abwechslungsreiche Eigenkompositionen, die vor allem durch den kauzigen Charakter völlig eigenständig wirken. Die Songs von "Heaven Is For Sale" gehen fast durchwegs voll auf die Zwölf, klingen trotz wohlbekannter Fragmente flott und unverbraucht, und lassen durch ihren jugendlichen Charme auch über den Totalausfall eines "House Of Rising Sun" Covers hinwegsehen.
Wardance waren keineswegs innovativ, oder gar musikalisch relevant. Dennoch, oder vielleicht genau deshalb klingt der schnörkellose Speed Metal der Deutschen noch heute verdammt kultig und trotz durchaus mangelnder Genialität irgendwie charmant. Wie gesagt, wer musikalische Perlen sucht muss sich in andere Gassen orientieren. Wer jenen Sound, den Wardance hier exerzieren richtig essentiell hören will, muss sich die alten Risk (Classic Review) oder gleich Helloween’s "Walls Of Jericho" (Classic Review) zu Gemüte führen. Für all jene, die aber bereits tiefer als nur an der Oberfläche des 80er Jahre German Metal geforscht haben, sind Songs wie "Don’t Play With Fire", "Neverendig Nightmare", oder "Paris In Fear" dennoch durchaus eine Reise wert. Auch wenn sie keineswegs über besseres Mittelmaß hinaus kommen.

Die zweiten Holy Moses oder Zed Yago konnten Wardance zwar leider ebenso wenig werden, wie dass sie die Nachfolge ihrer großen musikalischen Vorbilder antreten konnten. Dafür waren die Pfälzer ganz einfach zu durchschnittlich, und genau deshalb löste sich die Band bereits im Jahre 1991 wieder auf.

Für 80er Jahre Speed Metal Fetischisten und natürlich für alle Plattensammler ist "Heaven Is For Sale" aber dennoch ein kultiges Stück Musik, und vor Allem durch das großartige Marshall Artwork ein absoluter Augenschmaus.

Trackliste
  1. Heaven Is for Sale
  2. Destroyer
  3. Believe
  4. Neverending Nightmare
  5. I Don't Love You Anymore
  1. Overture (instrumental)
  2. Don't Play With Fire
  3. Death Caress
  4. Paris in Fear
  5. House of the Rising Sun
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