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Cover  
Necros Christos - Doom Of The Occult (CD)
Label: Soulfood
VÖ: 11.03.2011
Homepage
Art: Review
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Richman
Richman
(43 Reviews)
8.5
Ägyptologen und Hobby-Mystiker des Okkulten aufgehorcht! Bei der gegenwärtigen Flut an Veröffentlichungen wäre es wahrlich eine Schande, wenn eines der bisherigen Genrehighlights des Jahres 2011 nicht seine Erwähnung auf Darkscene finden würde. Wir sprechen vom bisherigen Todesmetall-Statement des heurigen Jahres par-excellence: "Doom Of The Occult" heisst der Doom-Hammer von Necros Christos aus deutschen Landen, der mit langsamen aber wuchtigen Schlägen das Trommelfell des zitternden Hörers malträtiert.

23 Songs über eine Spielzeit von 73 Minuten - ein episches Unterfangen, das den Hörer auf eine mystische Reise sondergleichen mitnimmt.

Wie Mastermind Mors Dalos Ra erst unlängst Kollegen eines Online-Metalportals unserer geschätzten Nachbarn im Norden anvertraute, basiert das Album in seinen Grundzügen auf dem neunarmigen Chanukka Leuchter. Die 9 eigentlichen Songs des Albums stehen dabei für die 9 Flammen des Necros Christos. Durch das Hören der Nummern, so Mors Dalos Ra, der ja im bürgerlichen Leben Musiklehrer ist, soll eine nach der anderen entfacht und die Entität genannt Christos Necros zum Leben erwacht werden ... - Schauder!

"Baal of Ekron" und "Hathor of Dendera" stellen die ersten beiden Flammen dar, und handeln von Götzen und Gottheiten. "Necromantique Nun" und "Invoked from Carrion Slumber" handeln von den Künsten der Totenbeschwörerin von En-Dor und stehen für die Flammen 3 und 4. Die mittlere und fünfte Flamme handelt augenscheinlich von, willkommen in der indischen Mythologie, von Kali, Shakti und Shiva. "Succumbed to Sarkum Phagum" (was für ein Songtitel!) und "Visceras of the Embalmed Deceased" repräsentieren aus alt-ägyptischer Sicht die Vergänglichkeit des Körpers und des Fleisches. Unschwer zu erraten handeln die letzten beiden Songs der Flammenserie "The Pharaonic Dead" und "Descending into the Kingly Tomba" (noch so ein gewaltiger Titel) von den Ruhestätten der Pharaonen. Soviel zum philosophischen Unterbau.



Musikalisch fischen Necros Christos eher in Doom, denn brachialien Death-Metal Gefilden. Unbarmherzig sägende Gitarren bahnen sich zäh ihren Weg durch die Gehörgänge des gepeinigten Metal-Jüngers. Auffallend vor allem der stark verhallte Gesang, der sich aber perfekt in den Gesamt-Sound einzufügen vermag. Als fast schon sensationell muss man die musikalischen Zwischenspiele bezeichnen, die sogannten "Temples" und "Gates". Erstere sind Orgelinterlude, letztere orientalische Intermezzi, die für sich genommen schon fast eine eigene EP hergeben könnten. Alle Instrumente, wie Orgel, Sitar, Flöte, sowie diverse Saiteninstrumente, wurden von der Band ohne zuhilfenahme von Samples eingespielt. Zwar sind die Songs jetzt für sich genommen nicht zwingend die absoluten Brecher. Vielmehr besticht das Gesamtkonzept und die musikalische Darbietung als Ganzes.

Besonders angetan hat es mir auch das tolle Cover, welches bei mir entfernt Assoziationen an Celtic Frosts "Into the Pandemonium" aus dem Jahre 1987 weckt. Klar, an Hieronymus Bosch kommt keiner so schnell ran, aber trotzdem weiss das "Doom Of The Occult" Album-Coverartwork die musikalische Atmosphäre perfekt einzufangen ...

Fazit: Unvermittelt wird der Rezipient, sich anfangs noch mit den Fingernägeln festkrallend, in die Unterwelt von Mastermind Mors Dalos Ra gezerrt. Konzept-Alben aus dem BM oder Death-Bereich können ja oftmals ein mühsames Unterfangen sein. Nicht so "Doom Of The Occult". Hier ist die Stimmung, nicht zuletzt aufgrund der ausgesprochen gelungenen akustischen Zwischenpassagen und des philosophischen Unterbaus dermaßen gelungen, dass das Album als Ganzes ein absolut stimmiges Endprodukt ergibt. "Doom Of The Occult" ist das erst zweite Album während des mittlerweile bereits zehnjährigen Bestehens der Formation. Die Fans werden jedenfalls Qualität vor Quantität zu schätzen wissen. Nach "Triune Impurity Rites" ist unseren deutschen Nachbarn auch im Jahr 2011 ein starkes Statement todesmetallischer Kunst gelungen. Hochklassig!
Trackliste
  1. Temple I
  2. Baal Of Ekron
  3. Temple II
  4. Hathor Of Dendera
  5. Gate 1
  6. Temple III
  7. Necromatique Nun
  8. Temple IV
  9. Invoked From Carrion Slumber
  10. Gate 2
  11. Temple IX.99
  12. Doom Of Kali Maa - Pyramid Of Shakti Love - Flame Of Master Shiva
  1. Gate 3
  2. Temple V
  3. Succumbed To Sarkum Phagum
  4. Temple VI
  5. Visceras Of The Embalmed Deceased
  6. Gate 4
  7. Temple VII
  8. The Pharaonic Dead
  9. Temple VIII
  10. Descending Into The Kinly Tomba
  11. Gate 5
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