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Cover  
Long Distance Calling - Avoid The Light (CD)
Label: Superball Music
VÖ: 24.04.2009
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Art: Review
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Werner
Werner
(999 Reviews)
9.0
Den Alltag hinter sich lassen, die Türe verschliessen, Dämmerlichter anmachen. Zigarette zum Glimmen bringen, Beine hochlagern. Ja, heute ist einfach nur mehr chillen angesagt. Das kennt man, das braucht man. Für solche Lebensmomente gibt es ja zum Glück die adäquaten Begleiter. In Audioform versteht sich. Long Distance Calling. Sie sind es, die nicht nur Ambiente fabrizieren. Sie atmen, sie leben es. Definitiv.

Akzentuiert, geschmeidig, sphärisch, den Kick zurückhaltend, um ihn im dann richtigen Moment an der Spitze umso heftiger explodieren zu lassen, das ist es. Das ist die wahre Kunst. Eruptionen zur richtigen Zeit am richtigen Ort. In ähnlichem Stil wie die Brüder im Geiste, nämlich Leech aus der Schweiz, nur eine Schippe kantiger. "Avoid The Light" bringt es auf den Punkt: Instrumental/Art/Rock kann so aufwühlend, so geheimnisvoll, so fesselnd, so intensiv sein. Koexistente Welten tut sich da auf, fernab der genormten Realität ... freies Schweben wie im schönsten, nie enden wollenden Traum ist das Prinzip. Wandlungen hinnehmen können, Wertfrei, sich einfach treiben lassen, ohne Druck, ohne Stress. Alles fliesst hier frei, besitzt endlose Kraft, ist beseelt, reiner Herkunft, sprudelt aus einer nie versiegenden Quelle hervor. Von ganz tief drinnen. Es lebe die Ausdruckskraft. Und der Augenblick. Das Hier und Jetzt. Ohne Interpretation ...

Epische Kulissen zieren hier ein Werk voller Passion, Tiefgang und Detailverliebtheit. Da und dort könnte man die Glasgow-Supergroup Mogwai als Referenz erwähnen, jedoch mit dem kleinen, feinen Unterschied, dass LDC dem Metal eher entsprungen sind und somit auch diese Klientel bestens bedient wird. Den zeitweiligen, sehr organisch klingenden Gitarrenwänden, die hier zwischen all den ruhenden Phasen auftrumpfen, kann man sich als aufmerksamer Hörer kaum entziehen.

Das, was die Münsteraner "Long Distance Calling" auf ihrem vierten Werk "Above The Light" zelebrieren, ist ein betörender Cocktail aus Bauch und Kopf Kunst. Geradezu sensationell, welch fein gewebte Töne hier aus den Instrumenten heraus gekitzelt wurden, wie intim dies obendrein anmutet. Neben den fünf instrumentalen Tracks gibt's auch einen eingesungenen, nämlich "The Nearing Grave", für den man sich nicht irgend einen Sänger schnappte, sondern ein charismatisches Kerlchen: Jonas Renkse von den Düsterrockern Katatonia wurde die Ehre zuteil - ebenso äußerst delikat. Die Momente die einen fesseln, mögen über die Jahre rar geworden sein, doch nach der Amplifier Debüt Sensation vor fünf Jahren und der letzten Ozeansize war es an der Zeit. "Avoid The Light" ist Verführung pur.

Trackliste
  1. Apparitions
  2. Black Paper Planes
  3. 03. 359°
  1. I Know You, Stanley Milgram!
  2. The Nearing Grave (feat. Jonas Renkse)
  3. Sundown Highway
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