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5634 Reviews
456 Classic Reviews
274 Unsigned Reviews
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Cover  
Warrior Soul - Chinese Democracy (CD)
Label: Eigenproduktion
VÖ: 16.10.2008
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Art: Review
Professor Röar
Professor Röar
(122 Reviews)
10.0
Für alle, die es bisher nicht wussten: Warrior Soul leben wieder! Eine der knackigsten, zugleich aber auch unterbewertetsten Bands der 90er, die zwischen 1990 und 1994 fünf absolute Killeralben auf dem Major Geffen raushämmerte, ist wieder zurück. Mastermind Kory Clarke, selbsternannter Iggy Pop-Nachfolger, Stinkefinger-erhebender SpokenWord-Polit-Agitator mit „I don’t give a fuck“-Attitüde, der man on a mission and on more than one drug, hat vor 2 Jahren vier neue Mitstreiter aus UK und Svenska rekrutiert, sein Baby Warrior Soul reanimiert und seitdem fleißig getourt und Songs geschrieben. Ein erster Vorbote der neu erstandenen Warrior Soul war ein in England aufgenommenes Live-Album. Das neue Studiomaterial fand schließlich vor kurzem als limitierte CD mit dem gelungenen Titel "Chinese Democracy" (Yes! They were the first!!!) den Weg in die Wohnzimmer der Ultra-Die-Hard-Fans, denn naturgemäß ging der Release, der nirgendwo beworben oder gefeatured wurde, beinahe sang- und klanglos vonstatten.

Die wenigen Erleuchteten, die es geschafft haben, die CD über die myspace.com-Seite der Band zu ordern, dürfen sich glücklich schätzen, einen absoluten Kracher erworben zu haben, den leider nicht all zu viele Musikfreunde ihr eigen nennen werden. Schade, denn der Opener "Fuck the Pigs", ein treibender Rock’n Roller, macht unmissverständlich klar, dass Cory Clarke immer noch gerne lyrisch und musikalisch dem Establishment aus der vollen Kanne ans Bein pinkelt. Das folgende "The Fourth Reich" stampft dann wütend und schleppend monoton alles nieder, bevor bei "Motor City" wieder ordentlich Gas gegeben wird. Aber eigentlich ist es müßig, aus den acht Songs einzelne hervorzuheben, denn geil sind sie alle. Sogar das abschließende Iggy Pop-Cover "Knocking Em Down in the City" fügt sich nahtlos in den Warrior Soul-Sound, der für eine Eigenproduktion überraschend kraftvoll und voll Major-tauglich ausgefallen ist.
Wer Warrior Soul noch von ihren 90er-Releases kennt, wird sich bei Chinese Democracy sofort gut aufgehoben fühlen, denn trotz einer vollkommen neuen Mannschaft hat es Clarke geschafft, den charakteristischen Warrior Soul-Sound mit allen Trademarks aus der letzten Dekade des (zumindest musikalisch gar nicht so ) toten Jahrhunderts ins 21. Jahrhundert zu retten, die da wären: schneidend- treibende Gitarrenwände, monoton-groovendes New-Wave-Punk-Riffing, geradlinige Songstrukturen, eingängige, hymnenhafte Melodien und Refrains mit offensichtlichen Hit-Qualitäten und darüber Kory Clarkes einzigartiger Gesang, der inzwischen etwas rauer klingt als noch vor 15 Jahren. Lediglich die psychedelischen Elementen des Debutalbums wird man hier vergeblich suchen, dafür gibt es diesmal die doppelte Dosis Power-Rock’n Roll mit dreifach Kick-in-the-ass-Punk n’Roll-Attitüde und als Endresultat schlichtweg das beste Warrior Soul-Album seit dem bahnbrechenden 1991er "drugs, god and the new republic".

Es bleibt zu hoffen, dass Warrior Soul möglichst schnell wieder einen Deal an Land ziehen können und Kory Clarke vielleicht bei seinem zweiten Frühling endlich der verdiente Durchbruch vergönnt sei. Wenn das nicht klappen sollte, bleibt immer noch die Hoffnung, dass die Uralt-Doom-Helden Trouble endlich die Massen für sich begeistern können. Mit dem Vokalisten, der Eric Wagner ersetzt, sollte das aber kein Problem sein, heißt der neue am Mikro dort doch Kory Clarke.

Der Professor spendiert Mr. Clarke für die bessere der chinesischen Demokratien auf alle Fälle 9 von 10 verfügbaren Chill Pills und legt, weil es so gut tut, noch ein Sackerl Drugs dazu, auf dass wir dann vor Gott und der neuen Republik in ein neues Space Age einreiten werden – Wow, Farben !!!

"Bad News (Rock n Roll Boyfriend)" Live
Trackliste
  1. Fuck the Pigs
  2. The Fourth Reich
  3. Motor City
  4. Don't Believe
  1. Burning Bridges
  2. Bad News
  3. She's Glaswegian
  4. Knocking 'em Down in the City
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Kommentare
M a r v
M a r v
27.11.08 11:52: Gut so
Super dass WS nicht tot sind, ist schon traurig genug dass ihnen bis jetzt so wenig aufmerksamkeit geschenkt wurde! Absolut unterbwertet für eine band dieser klasse, vor allem bei den massen von schrott die zur zeit gepusht werden.
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