HomeNewsReviewsBerichteTourdaten
ImpressumKontakt
Anmeldung
Benutzername

Passwort


Suche
SiteNews
Review
Powerwolf
The Sacrament Of Sin

Review
Deicide
Overtures Of Blasphemy

Review
U.D.O.
Steelfactory

Review
Striker
Play To Win LP

Review
Striker
Play To Win
Upcoming Live
Innsbruck 
Wien 
Berlin 
Bochum 
Frankfurt am Main 
Kassel 
Köln 
Leipzig 
Lindau 
Ludwigsburg 
Mannheim 
Nürnberg 
Saarbrücken 
Dübendorf (Zürich) 
Pratteln 
Zürich 
Assago (Mailand) 
Prag 
Budapest 
Statistics
5812 Reviews
457 Classic Reviews
276 Unsigned Reviews
Anzeige
Cover  
Phantom Blue - Built To Perform (CD)
Label: Roadrunner Records
VÖ: 1993
Homepage
Art: Classic
Jetzt bei Amazon.de bestellen!
Werner
Werner
(1000 Reviews)
Man(n) mag ja Frauen im Rock bzw. im Metal Metier durch die ebenso weibliche Blume belächeln. Fakt ist aber, dass es – ganz banal gesagt – so genannte Weiberbands gab und nach wie vor gibt, die es ziemlich weit gebracht haben, sprich: sich musikalisch von ihren Herren Kollegen Respekt verschaffen konnten. Man(n) muss hier nicht gleich von Drachen Marke The Great Kat (sich selbst als – Achtung! – künstlerische Beethoven Reinkarnation bezeichnend) sprechen, die ohnehin eine Sonderstellung Ende der Achtziger bezog. Gemeint sind mehr die bodenständigen Mädel Kapellen in Form von Girlschool, Vixen oder die hier gepriesenen Phantom Blue, welche beim Debüt 1989 noch die „domestizierte“ Art des Hardrocks frönten, ehe sie Jahre später einige Briketts drauflegten …

… und schließlich eine saugute und nicht minder knackige Scheibe namens "Built To Perform" raus pfefferten. Genau diese Ecken und Kanten – beim Debüt noch eher Mangelware – machen diese Scheibe so reizvoll und Amtlicherweise nach rund fünfzehn Lenzen frei von Abnutzungserscheinungen. Da hatte auch wieder einmal Produzent Max Norman löbliche Arbeit geleistet, wie man es von Megadeth, Loudness oder Ozzy Osbourne her kannte. Es sind – salopp gesagt – jene dreckig-fetten Riffs, jene arschtighten Beats und Didi Hanach’s kraftvolles Timbre, denen man in ihrer gebündelten Schlagkraft kaum widerstehen kann. Vorausgesetzt, man mag den harten Rock der hübschen California Girls, der sich oft genug beim straighten Metal verirrte: schon alleine der flotte Opener "Nothing Good", der brettharte Powergroover "Time To Run" (Skid Row lassen grüßen!), das von Ur- Iron Maiden (man höre die geilen Twinleads!) inspirierte "Bad Reputation", das kernige "Little Man" oder das flockige "So Easy" wären die Anschaffung dieses Wonnepropens absolut wert, aber: wie so oft ist es weit mehr diese gewisse Attitüde, dieser bestimmte Charme eines Albums, der so fasziniert.

Leider konnten die hohen Erwartungen in Form von CD Absätzen der (zu) kauzigen Platte nicht erfüllt werden und so verließ die begnadete Gitarristin Michelle Meldrum, die erst im Mai dieses Jahres an den Folgen eines Hirntumors verstarb, bereits ein Jahr später die Band, um in Schweden Meldrum (R.I.P., Michelle!) zu gründen. Die inzwischen komplett um gebastelten Phantom Blue gibt’s zwar heute immer noch, doch mehr als eine Live-, eine Compilation CD und eine E.P. wurde nach "Built To Perform" der Fanschar nimmer spendiert. Eigentlich schade.

Trackliste
  1. Nothing Good
  2. Time To Run
  3. Bad Reputation
  4. My Misery
  5. Little Man
  6. Better Off Dead
  1. Anti Love Crunch
  2. Loved Ya To Peaces
  3. So Easy
  4. Lied To Me
  5. A Little Evil
  6. You're Free
Powerwolf - The Sacrament Of SinDeicide - Overtures Of BlasphemyU.D.O. - SteelfactoryStriker - Play To Win LPStriker - Play To WinIronflame - Tales of Splendor and SorrowWarrel Dane - Shadow WorkUriah Heep - Living The DreamDisturbed - EvolutionSuede - The Blue Hour
© DarkScene Metal Magazin