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Cover  
Lordian Guard - Lordian Guard (CD)
Label: Hellion Records
VÖ: 1995
Homepage
Art: Classic
DarksceneTom
DarksceneTom
(2818 Reviews)
Um das ganze Spektrum des Lordian Guard‘schen Kultstatus, all die Wichtigkeit und Klasse dieser völlig unentdeckten, weil auch nur in Insiderkreisen vertriebenen, Perlen zu definieren muß diese Geschichte im Los Angeles des Jahres 1981 begonnen werden. Zwei Jahre nach Gründung steuert eine unscheinbare Band namens Warlord mit "Lucifer’s Hammer" einen Beitrag zur sagenumwobenen "Metal Massacre" Serie bei und verzaubern den Underground. Kurz darauf infizieren Warlord die lechzende Underground Gemeinde mit ihrer sagenumwobenen EP "Deliver Us" (zum Classic), steuern beim "Metal Massacre III" Sampler mit "Mr. Victoria" einen absoluten Göttersong bei und veröffentlichen auch ihr erstes und im Prinzip einzig wahres Full-length Album "…And The Cannons Of Destruction Have Begun", zu dem auch ein gleichnamiges Musikvideo entsteht. Trotz aller mystischen Schönheit, die den melodischen Epic Metal der Amis jeher wie ein sanfter Zauber umwebt, sollte für diese ewige Undergroundgottheit – nicht zuletzt durch stetige Sängerwechsel und Fehlens weitläufigen Erfolgs – bereits an dieser Stelle der potenten Karriere Schluß sein. Drummer und Gründungsmitglied Matt Zonder wechselte zu Fates Warning, sein kongenialer Partner, Gitarrist William Tsamis zog sich zurück.

Die Zeit vergeht, das Andenken der Kultband lebt in den Herzen der Fans weiter, der Kultstatus ward aufgrund der Eigenständigkeit ungebrochen. Wie schreiben an dieser Stelle der Erzählung bereits das Jahr 1996. Während ein Gros der US-Metal Fans nach einer immer wieder angekündigten Warlord Reunion lechzt, steht plötzlich hier bekundete Perle vor der Tür.

Von William Tsamis zusammen mit seiner Frau Vidonne ins Leben gerufen, vereinen Lordian Guard sehr viele Trademarks von Warlord. Auch hier ist es die intelligente Mischung aus Klassik und Heavy metal, gepaart mit mystischer Schönheit und einer gehörigen Portion Epik, die den Hörer in eine ganz eigene, mittelalterliche Welt entführt. Dark-Medievil-Epic-Metal wurde die Kunst einst vom Mastermind sehr treffend genannt. Es ist eine schlichte Schönheit, dieses in wunderbares Artwork gehüllte Undergound-Meisterwerk, das den Weg zur breiten Masse aufgrund eines kleines Vertriebes und noch kleinerer Auflage nie finden konnte, die eingeschworenen Fans aber sofort in seinen Bann zog. Lordian Guard waren die legitimen Nachfolger von Warlord, davon zeugt das höchst bombastische, christlich angehauchte Ergebnis eindrucksvoll. Typische Warlord US Epik Metal Kost, angereichert mit Keyboards, gewohnt traumhaftem Gitarrenspiel, massenhaft Pathos und veredelt von beschwörend, geheimnisvoll, höchst emotional und wohl deshalb so faszinierendem Sprechgesang seiner Gattin, war und ist es, der das Lordian Guard Debüt ebenso faszinierend macht, wie die folgende EP "Behold A Pale Horse" und das zweite Album "Sinners In The Hands Of An Angry God".

Lordian Guard sind voll von Tiefe und Anmut, transportieren ein ums andere mal zerbrechlich schöne Melodien, tieftraurige Momente in dramatische Miniepen göttlicher Anlehnung. Lordian Guard in eine Schublade zu stecken scheint unmöglich, es ist einfach nur ergreifende Musik mit warmer Ausstrahlung und massenhaft Atmosphäre, traumhafte Rockmusik voll von eigenständigem Gitarrenspiel, düster mittelalterlicher Stimmung und erhabener Schönheit, die Songs wie das unglaublich in seinen Bann ziehende "War In Heaven", des herrliche "In Peace He Comes Again" oder das zarte "Winds Of Thor" auszeichnet und unvergleichlich macht.
"Lordian Guard" sind eine der unentdecktesten Perlen der jüngeren Musikhistorie, das Debüt ein clever und einzigartig arrangiertes Album voll Atmosphäre und Magie, dessen einziges Manko die etwas schwache Produktion ist, die nicht zuletzt durch den leidigen Drumcomputer mitunter ein wenig steril klingt. Dies allein darf aber kein Grund sein, sich nicht diesem unvergleichlichen Genuß hinzugeben, der seinesgleichen noch bis heute sucht und den mystischen Spirit der göttlichen Warlord wiedergibt, wie kein anderes Album der letzten Dekade. So magisch klang nicht mal das offizielle, mit Joachim Cans am Mikro eingespielte, Warlord Comeback "Rising Out Of The Ashes".

Wer noch irgendwann die Möglichkeit hat, dieses einst ausschließlich via Hellion Records vertriebene und, sowohl auf CD als auch in allen erhältlichen Vinyl Editionen, strengst limitierte Kleinod zu verhaften, der möge bitte zuschlagen!

Trackliste
  1. War In Heaven
  2. Winds Of Thor
  3. Lost Archangel
  1. My Name Is Man
  2. Revelation XIX
  3. In Peace He Comes Again
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© DarkScene Metal Magazin