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Cover  
Suicidal Tendencies - The Art Of Rebellion (CD)
Label: Epic Records
VÖ: 1992
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Art: Classic
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DarksceneTom
DarksceneTom
(2823 Reviews)
Ich kann mich noch erinnern, als ob es gestern gewesen wäre: München, Flughafen Riem irgendwann im Herbst 1992. Die Suicidal Tendencies auf ihrer "The Art Of Rebellion" Tour. Was für ein musikalisches Inferno. Die muskelbepackten Amis und ihr aufgedrehter Frontcyco sind über die Halle gefegt, als ob es kein Morgen gäbe und bescherten meiner einst noch jungen Wenigkeit und Kollege Rudi ein Konzerterlebnis, das wir nie mehr vergessen sollten und das bis heute zum Allerbesten und intensivsten zählt, das ich erleben durfte.

Glaubte man Anfang der 90er Jahre, dass Mike Muir mit ihrem Meisterwerk "Lights, Camera, Revolution" (zum Classic Review) bereits alles gegeben hätten und ihr Prunkstück nie mehr zu toppen wäre, schmatzten uns die Südkalifornier mit "The Art Of Rebellion" einen mindestens gleichwertigen Geniestreich ins Sommerloch. Stilistisch noch abwechslungsreicher, von Peter Collins (u.a. Rush und Queensryche) transparent und wuchtig zugleich produziert, offenbarte sich die fünfte ST Scheibe als absolute Crossover Wundertüte. Nicht nur das Artwork ist bis heute genial, vor allem die musikalische Dichte, die die Suicidal Tendencies in all ihren Facetten extremer und reifer zeigt, ist bis heute unerreicht.



So ruhig, so psychedelisch und chillig wie beim Akustik-Mitsinger "I Wasn't Meant to Feel This/Asleep at the Wheel" haben die Amis nie geklungen. So bahnbrechend, abgefahren und explosiv wie bei "Gotta Kill Captain Stupid" wohl auch nicht. Natürlich beklagten manche die Reduktion der ursprünglichen Hardcore- und Skatepunkeinflüsse und die dreckige Straßenattitüde des saugeilen Debütalbums oder auch "Join The Army". Dieser Entwicklung liegt aber eine gesunde Evolution zugrunde, die man bereits über die Jahre zuvor verfolgen konnte und die Grundrezeptur der ST fand ja dennoch immer noch ihren Raum in den Kompositionen. Man könnte auf "The Art Of Rebellion" ebenso beklagen, dass es weniger Thrash und Metal war als sein unmittelbarer Vorgänger. Aber auch das ist Blödsinn, denn "The Art Of Rebellion" und ist einfach zu genial, um kritisiert zu werden. Natürlich war "The Art Of Rebellion" derart emotional und vielseitig, dass wir zu Beginn wohl alle unsere Anlaufschwierigkeiten hatten.



Die rüde Crossover-Thrash-Metal-Dynamik von "Lights, Camera, Revolution" wurde reduziert und wollte erst zwischen den Zeilen entdeckt werden. Vielmehr stach einem ein akustischer Track wie "Monopoly On Sorrow" oder " I'll Hate You Better" ins Auge. Aber selbst diese ruhig und verhalten anmutenden Songs haben allesamt den nötigen Punch, um nach wenigen Anläufen zu amtlichen Killern zu mutieren und sind allesamt Beispiel dafür, dass diese Scheibe Grooves soweit Ohr und Auge reichen zu bieten hat. Melodiöser? Mag sein, aber mit keinem Deut weniger Frische und Energie ausgestattet. Wenn ein funkiges "Which Way to Free" die Brücke zu Infectious Grooves schlägt (zum Classic Review), wenn "Nobody Hears" zum puren Genuss wird, oder typische Suicyco Keulen wie "Accept My Sacrifice", das brutale "We Call This Mutha Revenge", ein stampfendes Monster wie "Tap Into Power", das freakige "Can’t Stop" und das gnadenlos irre "Gotta Kill Captain Stupid" einfach nur für totale Ekstase und pures Energieschübe sorgen, dann musste man sich kurze Zeit nach er Entjungferung von "The Art Of Rebellion" bereits keine Gedanken mehr darüber machen, ob es seinem Vorgänger das Wasser reichen könnte.



Die Suicidal Tendencies übertreffen sich auf dieser Scheibe immer wieder auf’s Neue, Mike Muirs charismatischer und eigenwilliger Gesang ist variabel und intensiv wie nie zuvor und prägt "The Art Of Rebellion" wie kein anderes Suicidal Tendencies Album. Die großartige Gitarrenarbeit von Rocky George, der massive Bass von Robert Trujillo, einige der besten, reifsten und mutigsten Kompositionen der Bandhistory und eine wütend, überlegt und gefühlvoll zugleich klingende Einheit sorgen seit mittlerweile über zwanzig Jahren dafür, dass zumindest bei mir zuhause beinahe kein einziger Monat vergeht, in dem ich mir "The Art Of Rebellion" nicht in den Player oder zumindest ins Auto schnalle, um mit ihm eine gute Stunde lang richtig abzugehen und immer wieder auf’s Neue meinen Hut vor den Suicidal Tendencies und ihrer damals unbändigen Kraft und Kreativität zu ziehen!

"The Art Of Rebellion" ist eines der zwei unumstrittenen Meisterwerke einer der coolsten, innovativsten und charismatischsten US Bands aller Zeiten. Der Inbegriff eines Metal Crossover Geniestreiches und eines der besten und wichtigsten Alben der 90er Jahre !



Trackliste
  1. Can't Stop
  2. Accept My Sacrifice
  3. Nobody Hears
  4. Tap Into The Power
  5. Monopoly On Sorrow
  6. We Call This Mutha Revenge
  1. I Wasn't Ment To Feel This Way/Asleep At The Wheel
  2. Gotta Kill Captain Stupid
  3. I'll Hate You Better
  4. Wich Way To Free?
  5. It's Going Down
  6. Where's The Truth
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