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Cover  
Agent Steel - Unstoppable Force (CD)
Label: Combat Records
VÖ: 1986
Homepage | MySpace
Art: Classic
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Werner
Werner
(1000 Reviews)
"MASTERS OF METAL - AGENTS OF STEEL!!!" - so selbstbewusst lautete einst das Motto beim Debüt "Skeptic Apocalypse" aus dem Jahre 1985. Diese großartige Formation, ihres Zeichen ein prachtvolles Musterexemplar der ganz frühen, vom Reinheitsgebot geschützten und tief verwurzelten US Stahlschmiede muss zu den wichtigsten Protagonisten selbiger gezählt werden, obschon der Stil, wenn man´s genau nimmt, dem Speed Metal Genre zuzuordnen ist. Eine etwas andere Form der Berühmtheit erlangten die Kalifornier anhand einiger ominöser Storys - vor allem dank ihres damaligen Sängers John Cyriis, der nebst unnachahmlicher Kehlkopfakrobatik in Punkto Egozentrik und Selbstüberschätzung auch ein pathologisch mutiertes Faible für Scientology hatte (und vermutlich heute noch pflegt)...

...und sich freilich in sämtlichen Textverarbeitungen niederschlug. So zeigt schon das optisch eher unschlüssig wirkende Cover eine Unterwasseraufnahme in der Nähe des Bermudadreiecks, wo Cyriis den Ursprung bzw. „seinen Standpunkt“ von Atlantis anberaumt haben soll und im Titeltrack "Unstoppable Force" verbindliche Aspekte zwischen außerirdischen Lebensformen und jenem mysteriösen Unterseegebiet aufzuzeigen versucht. Kurzum: seine persönlichen, viel mehr umstrittenen Erlebnisse mit Ufos, Aliens etc. und daraus resultierenden Überzeugungen wurden nicht nur fürs Konzept und kollegialer Nervenverstümmelung verwendet - richtig ... auch das Image profitierte davon. Aber es gab da auch noch exzellente Musik! Fulminanter Speed Metal, in der damaligen Presse gerne als “Maiden on 45“ angelobt. Hammergeile, superb arrangierte Songs mit leichtem Hymnencharakter und deren Riffs zu den leckersten jener Epoche gehören, feine (eben jungfräulich angelehnte) Melodieführung, souveränes Umschalten von Mid- auf Uptempo, das da so etwas wie Dynamik entstehen ließ, flinke Soli bzw. nahtlose Licks mit absoluter Selbstverständlichkeit obendrein.

Ja, und der Gesang war und ist eine Sache für sich: während damals viele Vokalisten die Extreme im Falsettstil bis zum Eklat ausreizten und gar nicht mal so wenig Anhänger hierfür fanden, ist diese Spezies gegenwärtig fast wie ausgestorben. Aber Kommander J. C., der im bürgerlichen Namen angeblich Max Kobol heißt, gehört ohne wenn und aber zur privilegierten Eier-Quetsch-Heul Riege der Riveras, Archs und Tecchios. Tracks wie beispielsweise das flotte Titelstück, "Never Surrender", "Indestructive" oder die mindestens genauso essentiellen "Racer" und "The Day At Guyana" sind mitsamt ihren zwanzig Jahren auf dem Buckel noch immer allererste Sahne und versprühen ebenso bis heute ungetrübten Charme, so überholt das Nostalgiesprüchlein auch sein mag.

Durch seine Ausgereiftheit im Kontext der transparenteren Tom Morris Produktion wirkt "Unstoppable Force" vergleichsweise kompakter als das weit fetzigere Debütstück "Skeptic Apocalypse", einige Speed/Thrash Fetischisten wähnen letzteres trotz seiner kleinen Schönheitsfehler allerdings fast schon als legendärer ...

Trackliste
  1. Unstoppable Force
  2. Never Surrender
  3. Indestructive
  4. Chosen To Stay
  5. Still Searchin'
  6. Rager
  1. The Day At Guyana
  2. Nothin' Left
  3. Traveler (The swarm is upon us)
  4. Mad Locust Rising
  5. Let It Be Done / The Day At Guyana
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