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Cover  
Kyuss - Welcome To Sky Valley (CD)
Label: Elektra
VÖ: 1994
Art: Classic
DarksceneTom
DarksceneTom
(2890 Reviews)
"Blues For The Red Sun", "Welcome To Sky Valley", "…And The Circus Leaves Town" – egal welches Kyuss Album man sich in die Anlage stopft, man wird umgehendst an die Wand geplättet, von der coolen Attitüde der Kalifornier gefesselt, und jedes einzelne Werk macht einem die Ausnahmestellung dieser Band deutlich. Jeder noch so wummernde Ton versprüht den Mief einer abgelegenen Kneipe mitten in im Nirgendwo der endlosen Wüste, jede Note spielt mit der morbiden Verzweiflung frustrierter Einsamkeit und jeder einzelne Anschlag ist wie eine Fotze heißer Sand in die Ärsche der unwissenden unter den Hörern.

Innovativ, angepisst und ohne Zweifel schwer mit Drogen und Alkohol aller Art beladen machten sich vier Knaben aus dem verpennten Kaff Palm Desert einst auf um als Kyuss ihren Frust auf Tonkonserven zu knallen, den Wüstenflair zu vertonen und diesen, wie eine Freese voller Sand in sturmgeplagt verwaisten Wüstenorten wo nix mehr hoffnungsfroh scheint, mit tiefgestimmten Gitarren und wummernden Drums zum Ausdruck zu bringen. Weg aus der Stadt, Klampfen auf den Pick Up und raus vor die Tore der Heimat: Ab in die Wüste! Das war das Fazit der hiesigen Jugend. Volldröhnen, tieferlegen, einstöpseln, vollends abwummern und am fetten Dieselaggregat die berüchtigten „Generator Partys“ in der trostlosen Sandlandschaft um Palm Desert feiern bis die Schädel platzen – genau hier entsteht eine Band aus vier Kumpels und genau so klingen die Werke von
Kyuss.

Desert Metal Blues wurde es genannt, dieses Soundinferno, das die vier Wüstensöhne abbrannten.
Atmosphärische Songs, brutal hämmernder Sound, tonnenschwer groovige Rhythmen und diese einzigartige Mischung aus Frustration, psychedelischer Melancholie und massiv cooler „Leck mich am Arsch“ Attitüde stauben auch „Welcome To Sky Valley“, das dritte Album der Black Sabbath Fetischisten, in flächendeckendster Manier von oben bis unten zu.

Bereits die ersten Töne von „Gardenia“ grädern alles in Grund und Boden, ziehen den Hörer wie ein Sandsturm in die Tiefen einer bedrohlichen Einöde. Schwer düsterer Stoner Rock, durchzogen und geteert von unzählig tonnenschweren Iommi Riffs, schwerverkehrtauglich brachialen Monotongrooves und den beschwörenden Vokals von John Garcia, die nicht zuletzt durch die absolut hippieartigen Gitarrenspielereien die grenzgängerische Lebensart der Kalifornier verdeutlichen und ihrem Sound diese einzigartige und nie mehr erreichte Note geben:

"Welcome To Sky Valley" !

Heruntergestimmte Klampfen, gekoppelt an Bassverstärker, die diese einzigartig brutalen Gitarrenmutationen erschaffen, graben sich unaufhaltsam wie ein Erdbeben durch den Sand, superb eingebaute Solis, gekonnt dezente Tempowechsel und die organische Stimme von Garcia drücken der Naturgewalt des KyussSounds ihr Brandzeichen auf die Schenkel. Perfekt und einzigartig produziert von Chris Goss (Masters Of Reality) macht sich die trostlose Klimatisierung ihrer Heimat, vermieft und dumpf wie die Hitze auf einer staubtrockenen Bank vor der einzigen Kneipe im Umkreis von hunderten Kilometern, breit!
Erst wenn man weiß woher die Jungs kommen, man erahnen kann wie sie fühlten und wenn man sich, wenn auch nur entfernt, vorstellen kann, wie trostlos die Lebensumstände der Kids waren, versteht man Hits wie „Supa Scoopa And Mighty Soup“, das coole „100°” oder den faszinierenden “Demon Cleaner”. Nüchtern und ohne Hilfe pflanzlicher Stimulatoren nicht kreierbar, fesseln die monumental hypnotischen Kompositionen und fressen sich tief ins Innere des gebannten Hörers, wo sie auf immer und ewig verharren.

Ohne die Werke dieses Vierers gäb’s keine Stoner Rock Welle, jede einzelne Band dieses Genres muss sich mit den Königen ihrer Gattung messen, und "Welcome To Sky Valley" ist nur eines von drei Referenzwerken, die den Jungs aus der Wüste von Palm Springs entsprungen sind.
Kyuss wollten sicher nie Stars werden, waren auch nie von übertriebenem Erfolg gesegnet, haben aber absoluten Kultstatus erreicht, gelten zurecht als Vorbild für unzählige Möchtegernhippies und sind bereits heute beinahe schon eine Legende!

"Demon Cleaner"
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