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Cover  
Steelheart - Steelheart (CD)
Label: Mca
VÖ: 1991
Homepage | Facebook
Art: Classic
DarksceneTom
DarksceneTom
(2818 Reviews)
Fatalerweise, ja fast Erbärmlichermassen und eigentlich gar fahrlässigerweise bin ich auf die gesamten Ausmasse des Schwanzrockungetüms Steelheart erst einige Zeit nach dem Release dieses ultrarockigen und knapp siebenstellig verkauften US Debüts mit dem unscheinbaren Cover gestoßen und wie so oft bei vielen taften Bands dieser Zeit, waren auch Steelheart in Amerika absolute Knaller und für die superengstirnigen Europäer wohl zu cool und unbeschwert.

Steelheart waren definitiv eine „Hair Band“, musikalisch aber weder der typische 80er Glam, noch der knackig schmutzige Sleaze Wurzelkandidat – nein der flott frisierte und zugegebenermaßen äußerst adrett gekleidete Vierer platzierte sich irgendwo in der Mitte dieser fröhlich freundlichen Gattungen, dosierte mit teils leichten Blues oder AOR Touch seinen würzig riffknackenden Sound und kreierte eine eigenständige Mischung mit lang anhaltender Wirkung. Man mag es als extrem flockigen US Hard Rock mit Niveau und Spaßfaktor oder wie auch immer nennen, der selbst betitelte Erstling war und ist (wie auch der fast ebenbürtige Nachfolger "Tangled In Reins") ein absoluter Pflichtbestandteil jedes gut sortierten Männerhaushalts.
Knochenstromige Rocker wie "Love Ain’t Easy", "Like Never Before" oder "Down n’ Dirty" fegen spontan in die Hodengegend und ermuntern zum fröhlichsten Abschwingen, die bluesige Eskapade "Sheila" zeugt von Stil und von AOR Krachern der Marke "Everybody Loves Eileen" wird man sich in Jahrtausenden nicht satt hören. Veredelt von den ebenso charismatisch wie genialen Vokals von Michael Matijevic rocken sich Steelheart gnadenlos geil durch diesen knapp einstündigen Sommerboten und werden nicht zuletzt durch ultimativ unabnützbare Heißluftgebläse wie die Power Balladen und Billboardklimmer "She’s Gone" oder "I’ll Never Let You Go" (gegen die noch der teuerste Fissler Kochkumpel wie ein billiger Glühwurm scheint) ihren Platz in der Hall of Fame des harten Rock auf Immer inne haben.

Bis auf das eher unwichtige 2000er Comeback Album "Wait" und einiger deutlicher Seitenhiebe im Blockbuster und Oscargekrönten Monumentalmeisterwerk "Rock Star" (inkl. des Knallers "We All Die Young") war außer den ersten beiden Scheiben weiter zwar nix Bahnbrechendes, wer aber nur ansatzweise Eier hat, einiges von geilem Hard Rock und melodisch positiven Stromtönen hält und mit Bands wie Skid Row oder Firehouse gut leben kann, der wird an Steelheart nie und nimma vorbeikommen.

"She's Gone"

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