HomeNewsReviewsBerichteTourdaten
ImpressumKontakt
Anmeldung
Benutzername

Passwort


Suche
SiteNews
Review
In Aevum Agere
Canto III

Interview
In Aevum Agere

Review
Helvetets Port
From Life To Death

Review
Steel Panther
Heavy Metal Rules

Review
The 69 Eyes
West End
Upcoming Live
Keine Shows in naher Zukunft vorhanden...
Statistics
5961 Reviews
457 Classic Reviews
279 Unsigned Reviews
Anzeige
Cover  
Depressive Age - First Depression (CD)
Label: Gun Records
VÖ: 1992
Art: Classic
DarksceneTom
DarksceneTom
(2890 Reviews)
Selten hat mich das Debüt einer deutschen Band so umgebrettert wie "First Depression" und nur selten hat es eine Band so wie Depressive Age geschafft vollkommen eigenständig zu klingen und auf vier Alben auch nicht nur einen einzigen schwachen Song zu verbraten ohne sich selbst zu kopieren.

Man mag bei den ersten beklemmenden Sekunden des Intros "Awaits" glauben zu erahnen was folgen soll, was dann aber tatsächlich passiert ist nur schwer zu beschreiben.
Der um Einlass bittende Oberknaller "Beyond Illusions" bietet Thrash in seiner holdesten Form, verdichtet durch unverkennbar charismatische Vokals, technisch auf allerhöchstem Level, dennoch eingängig, stets ultrahart, atmosphärisch sehr kühl temperiert und schlicht unabnützbar.

In diesem edlem Gewande ergießen sich daraufhin acht ausschließlich als Leckerbissen zu deklarierende Granitbolzen über den geneigten Metaller. Ein ungeheuer abwechslungsreiches und interessantes Songwriting, die fast endzeitmäßige Stimmung und die fesselnde teils gar erdrückende Stimme von Jan Lubitzki gaben Depressive Age von Beginn an ihre ureigene Note und die psychedelische Stimmung, die es fast unmöglich macht, einen Vergleich zu anderen Bands zu stellen. Von Harris Johns mächtig produzierte Übernummern wie das beklemmend krank anmutende "The Light" oder "No Risk", knallen ungeheuer wuchtig und lassen, wenn überhaupt maximal Ähnlichkeiten mit den Ami Göttern Anacrusis erahnen, "Never Be Blind" treibt noch dem ältesten Sack den Saft aus den überstrapazierten Hoden und Nummern wie "Circles Colour Red" und "Innocent In Detention" werden noch in Jahrhunderten für feuchte Träume sorgen.



War besagtes Debüt teils noch sehr thrashig, so läutete der nicht minder geniale Nachfolger "Lying In Wait" schon den Übergang in Richtung fortschrittlichere, progressive und noch psychopatischer angehauchte Klangwelten ein, die Depressive Age dann spätestens beim überragenden "Electric Scum" Vermächtnis zu ihrem ureigenen und nie mehr erreichten Stil als ultimativen Psycho-Thrash-Albtraum perfektionierten.

"First Depression" ist bis heute eines der besten wie anspruchsvollsten Neugeborenen der Metal Geschichte, und Depressive Age waren und sind leider eine der unterbewertetsten Bands aller Zeiten.
Die Berliner Überfliegerband bleibt wohl ewig eine der eigenständigsten deutschen Kombos, und wenn das damals mehrere kapiert hätten, würde es die Truppe wohl auch noch immer geben....


Mehr von Depressive Age
Reviews
19.01.2014: Electric Scum (Classic)
In Aevum Agere - Canto IIIHelvetets Port - From Life To DeathSteel Panther - Heavy Metal RulesThe 69 Eyes - West EndDisillusion - The LiberationAlcest - Spiritual InstinctChemical Way - Chilling SpreeDarkwater - HumanSirenhex - From The CoveShades Of Grey - Sounds Of War (1988 - 1991)
© DarkScene Metal Magazin